Keine gute Woche für Nissan: Nachdem kürzlich Bilder des 370Z-Nachfolgers geleakt wurden, sind auf nissanzclub.com jetzt neue Informationen aufgetaucht. Dabei geht es unter anderem um technische Details und den Preis, der der Meldung zufolge unter 30.000 Euro liegen soll. Außerdem wurde der Modellname bekannt gegeben. Offenbar soll die neue Generation nicht wie vermutet 400Z, sondern schlicht "Z" heißen.

Der Preis soll um gut 4000 Euro steigen

Die Informationen stammen dem Zclub-Eintrag zufolge von einer Nissan-internen Quelle. Demnach wird der neue Z in Japan "Fairlady Z" heißen, in allen anderen Märkten schlicht "Z". Die Zahl "400", die sich auf die Leistung bezogen hätte, wäre somit vom Tisch. Zum Marktstart soll es neben der Basis-Variante drei Ausstattungspakete geben. Die sportlich orientierte S-Variante bringt Brembo-Bremsen, steifere Stabilisatoren, Kühler und mehr mit. Die T-Variante soll elektrisch verstellbare Leder-Sitze (kühl- und beheizbar), Abstandstempomat und Totwinkelwarner beinhalten. Das Paket ST kombiniert beide Ausstattungslinien. Preislich soll es in den USA bei knapp unter 35.000 US-Dollar losgehen (ca. 30.000 Euro). Damit würde der US-Preis um umgerechnet rund 4000 Euro steigen. In Deutschland kostete der 370Z rund 34.000 Euro.
Hinweis
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Beim V6-Motor soll es sich um das VR30DDTT-Aggregat aus dem Infiniti Q60 Red Sport 400 handeln. Dann würde die Leistung bei 405 PS und das Drehmoment bei 475 Nm liegen. Damit zielt der Z genau auf den Konkurrenten Toyota Supra ab, der in den USA bis zu 387 PS und 499 Nm Drehmoment bringt. Zu einem späteren Zeitpunkt soll vom Z eine noch stärkere Nismo-Version folgen. Laut Zclub haben Kunden die Wahl zwischen einer Sechsgang-Handschaltung, die aus dem 370Z übernommen wird, und einer Neungang-Automatik. Sie ersetzt den alten Siebenstufen-Wandler und stammt aus dem Mercedes-Regal. Das Leergewicht des Hecktrieblers soll bei rund 1475 Kilogramm liegen, womit er seinen Vorgänger um etwa zehn Kilogramm überträfe. Insgesamt klingen die neuen, aber unbestätigten Informationen glaubhaft. Offizielle Fakten gibt es erst, wenn der Nissan Z vorgestellt wird.

Nissan 400 Z  Leak
Die Rücklichter und das dunkle Glas erinnern an den 300ZX aus den 90ern. Den Spoiler hatte die Studie Proto Z noch nicht.

Der Z zitiert den Urahn stärker als der Prototyp

Vor diesen Informationen wurden bereits Bilder des neuen Z geleakt. Denen zufolge hat die Serienversion nur leichte Änderungen gegenüber der Studie erfahren. Der untere Teil der Frontschürze gleicht nun einer aufgesetzten Spoilerlippe, beim Z Proto war sie noch wie aus einem Guss. Damit steigt der Retro-Charme, und die Serie erinnert sogar noch stärker an die Ur-Versionen aus den 70ern. Die orangen Standlichter in den Frontscheinwerfern sind US-Regularien geschuldet. Weiter sind geänderte Türgriffe sowie zusätzliche rote Reflektoren in den hinteren Kotflügeln zu erkennen. 
Hinweis
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Das Heck wurde ebenfalls nahezu unverändert von der Studie übernommen. Hinzu kam nur der kleine Spoiler auf dem Heckdeckel. Zudem scheint der geschwungene "Fairlady"-Schriftzug zu fehlen, der dem japanischen Modell vorbehalten sein dürfte. Das schwarz abgesetzte Dach könnte als Option zu haben sein. Die geleakten Bilder zeigen nämlich je eine Version mit und eine ohne Kontrastlackierung. Das Cockpit wurde den Bildern nach zu urteilen vollständig von der Studie übernommen. Digitale Anzeigen sind ebenso zu sehen wie die beiden Zusatzinstrumente auf dem Armaturenbrett. Im Mitteltunnel ist ein Automatikwählhebel zu erkennen, eine Handschaltung wird aber wohl ebenfalls angeboten werden.
Nissan Z Proto
Z Proto (Bild) und Serien-Z pflegen den klassischen Sportwagenlook mit langer Haube und flachem Dach.


Der neue Z wird etwas länger

Ansonsten entspricht die Serie optisch dem Z Proto. Nissan hat essenzielle Bestandteile aller vorherigen Generationen in einem Auto vereint. Schon die Grundform des Z mit dem stark abfallenden Dach und der langen Haube hat Tradition. Die tropfenförmigen Scheinwerfer mit den beiden halbrunden LED-Bändern erinnern an das Urmodell, den 240Z aus den 70ern, während der schnörkellose viereckige Grill eindeutig die aktuelleren Z-Modelle zitiert – dabei aber wesentlich größer ausfällt. Das Heck ist währenddessen eine Neuinterpretation der 90er: Ein breites, dunkles Glas unter dem angedeuteten Spoiler der Kofferraumklappe verbirgt die horizontalen Rücklichter, wie damals beim 300ZX. Die mächtige, trapezförmige Schürze wiederum stammt von den neueren Modellen 350Z und 370Z, ist aber wie das Element an der Front deutlich größer. Abgerundet wird das Ganze von 19-Zöllern und Carbon-Elementen an Frontsplitter, Heckschürze und Schwellern. Von den Abmessungen her wächst der Z im Vergleich zum 370Z etwas in der Länge. Mit 4,38 Meter ist er zwölf Zentimeter länger. Die Breite von 1,85 Meter und die Höhe (1,31 Meter) sind identisch.
Nissan 400 Z  Leak
Der Innenraum des 370Z wurde behutsam in die Gegenwart überführt. Automatik wohl als Option. (Bild: Z-Leak)

Interieur: Digital-Tacho und Leder-Sportsitze

Wer den 370Z kennt, findet sich auch im Innenraum des Z zurecht. Er bekommt einen digitalen Tacho und ein neues, größeres Zentraldisplay, behält aber die kleinen Rundinstrumente auf dem Armaturenbrett, die zum Beispiel den Ladedruck oder die Batterieladung anzeigen. Die reduzierte Anzahl an Knöpfen lässt das Ganze aber deutlich moderner wirken. Und er hat wieder nur zwei Sitze. Die waren beim Z Proto noch mit Leder und Alcantara bezogen. Das Leak zeigt scheinbar reine Lederbezüge, Alcantara könnte aber als Option verfügbar sein. Ob das stimmt und wie das Serienfahrzeug aussieht, werden wir wohl noch im Frühjahr 2021 erfahren. Dann dürfte Nissan den neuen Z vorstellen. Aber: Nach Deutschland kommt der Z wohl nicht.