Opel Astra Sports Tourer Electric: Test
Kombi mit E-Antrieb: Der Astra Sports Tourer summt bestens
Opel macht es simpel: Ohne Crossover-Firlefanz und Leistungswahn elektrisieren die Rüsselsheimer ihren Kombi. Das steht dem Astra Sports Tourer gut.
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Kommen wir direkt zur Sache. Gleich am Anfang zählen wir ALLE Fehler des neuen Tourer Electric auf. Nicht, weil wir hämisch sind oder sadistisch oder Ähnliches. Einfach nur, weil das Thema dann schnell abgehakt ist und wir uns sofort den positiven Eigenschaften widmen können.
Denn der neue Opel-Kombi mit Elektroantrieb hat im Grunde keinen Makel, es geht also ganz schnell: Die Federung dürfte auf kleine Unebenheiten samtiger ansprechen, den flachen 18-Zoll-Reifen täte eine nachgiebigere Flanke gut, und die Preispolitik dürfen Opels Marketingstrategen gerne noch mal freundlicher gestalten. Das war's.

Universell, verbindlich, kommod und modern: Der Astra Sports Tourer Electric ist ein angenehmer Begleiter.
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Der Rest vom Fest: ein gelungener Abend. Der neue Astra Sports Tourer Electric ist nämlich ein rundum angenehmer Begleiter, gibt sich universell, verbindlich, kommod und modern. Dabei hilft ihm zuallererst sein Elektrokomplex. Ein Akkupaket mit 54 kWh Kapazität sorgt für Elektronennachschub. Damit lassen sich bis zu 156 PS auf die Straße bringen, bei einem von Opel angekündigten Verbrauch von rund 15 kWh pro 100 Kilometer (nach WLTP) sollen so bis zu 413 Kilometer Reichweite drin sein.
Schnellladung schafft der Astra in rund 30 min
Dem serienmäßig montierten Dreiphasen-Onboard-Lader traut Opel bis 11 kW AC-Ladeleistung zu, bei DC-Ladungen akzeptiert der Astra bis 100 kW. Heißt: Die typischen 80 Prozent Schnellladung schafft der Sports Tourer in unter einer halben Stunde. Die Akkukraft reicht für nachdrücklich-zügige, doch nicht für beeindruckend brachiale Sprintmanöver. Eher seicht und angenehm unspektakulär setzt sich der Astra aus dem Stand heraus in Bewegung, linear zieht er dann in Richtung Obergrenze – die liegt bei 170 km/h.
Der Schwerpunkt liegt angenehm tief
Mit unter 1800 Kilogramm Leergewicht ist der Opel (für einen elektrischen Kompakten) relativ schlank, der Schwerpunkt liegt tief, entsprechend mühelos fühlt er sich auch beim Verzögern oder Einlenken an. In schnell gefahrenen Kurven wird das Gewicht dann aber doch spürbar, frühes Untersteuern – erinnert an die Kupferpfunde unter dem Blech. Klasse: Der elektronische Schleuderschutz regelt tadellos, auch das Anfahrverhalten auf feuchter Straße hat die Regelelektronik nahezu schlupffrei im Griff.
Drei Fahrprogramme stehen bereit
Auf Tastendruck lassen sich drei Fahrmodi anwählen (Eco, Normal und Sport), die dann entsprechend Durchzugsstärke zulassen. Bei Kickdown überstimmt der Fahrer das jeweilige Fahrprogramm, und der Opel beschleunigt mit aller Kraft seiner 156 PS. Auf Tastendruck rekuperiert der Astra stärker, gewinnt so mehr Energie zurück. Eine "One-Pedal"-Fahrfunktion ist leider nicht vorgesehen.

Bei Kick-down überstimmt der Fahrer das jeweilige Fahrprogramm.
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Die im Untergeschoss verborgenen Akkus hat Opel geschickt geschichtet. Das schafft Platz: In Verbindung mit reichlich Überhang hinten und mehr Radstand (+ 6 cm im Vergleich zum 5-Türer) entsteht im Gepäckabteil eine bis zu 1,85 Meter lange Ladefläche. Wie bei den Sports-Tourer-Brüdern mit Verbrennungsmotor schluckt der Electric entsprechend 516 bis 1553 Liter Ladung. Auch die Fondpassagiere sitzen passabel, freuen sich über genügend Luft vor den Knien und über dem Scheitel.

Geräumig: Bis zu 516 bis 1553 Liter Ladung passen rein.
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Fahrer und Beifahrer fühlen sich ebenfalls wohl, zumal Opel auf Wunsch hervorragend bequeme, elektrisch verstellbare und in der Fläche verlängerbare Sitze (mit Gütesiegel) montiert. Auch lässt sich der ST angenehm "verwalten". Statt ausschließlich auf einen großen Berührbildschirm zu vertrauen, setzt Opel zusätzliche feste Tasten ins Armaturenbrett. Die Klimaregelung zum Beispiel ist hier zusammengefasst, auch Vorwahltasten für die Menüebenen des Multimediasystems erleichtern den Umgang.

Eher seicht und angenehm unspektakulär setzt sich der Astra aus dem Stand heraus in Bewegung, linear zieht er dann in Richtung Obergrenze – die liegt bei 170 km/h.
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Dieser Mix aus echten Knöpfen und zusätzlicher Touch-Hilfe ist schnell erlernt und viel weniger ablenkend als Systeme, die sich ausschließlich über Screens regeln lassen. Doch längst nicht alles steckt ab Werk drin, schon gar nicht im Grundmodell. Wer volle Sicherheit und beste Vernetzung mag, muss leider den Preissprung von 43.490 Euro (Basis) auf 46.560 Euro fürs Topmodell GS auf sich nehmen.
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