Opel-SUV in Kooperation mit China-Hersteller
Opel baut ein neues Elektro-SUV – zusammen mit Leapmotor

Opel entwickelt gemeinsam mit dem chinesischen Partner Leapmotor ein neues Familien-SUV für Europa. AUTO BILD zeigt, was die Kooperation für die Rüsselsheimer bedeutet!
Bild: Hersteller
Opel geht bei der Entwicklung seiner künftigen Elektroautos neue Wege. Die Marke entwickelt gemeinsam mit dem chinesischen Partner Leapmotor ein neues Familien-SUV für Europa. Das Modell soll im Kern des wichtigen C-SUV-Segments antreten, etwa 4,50 Meter lang werden und die Lücke zwischen Frontera und Grandland schließen. Produktionsstart soll im ersten Halbjahr 2028 im spanischen Werk Saragossa sein.
Opel will "China Speed"
Der Hintergrund: Chinesische Hersteller gelten inzwischen als führend bei Batterietechnologie, E‑Antrieben, Software und schnellen Entwicklungsprozessen. Genau davon will Opel profitieren. Huettl stellte eine Entwicklungszeit von weniger als zwei Jahren in Aussicht. Für europäische Hersteller wäre das außergewöhnlich schnell.

Opel-Chef Florian Huettl mit dem Goldenen Lenkrad von AUTO BILD und BILD am SONNTAG.
Bild: Opel
Leapmotor bringt dabei nicht nur Technologiekompetenz ein, sondern auch Zugriff auf günstige Kostenstrukturen und wichtige Ressourcen rund um Batterien und Elektrotechnik. Das soll helfen, Elektroautos schneller, moderner und günstiger zu entwickeln.
Opel liefert die klassischen Markenstärken
Opel wiederum übernimmt die Verantwortung für alles, was das Fahrzeug zu einem Opel machen soll. Dazu zählen Fahrwerk, Lenkung, Komfort, Geräuschdämmung, Sitze, Packaging, Bedienung sowie das gesamte Fahrgefühl. Gerade bei diesen Punkten haben viele chinesische Hersteller in Europa bislang noch Schwächen – und genau hier soll das Know-how aus Rüsselsheim den Unterschied machen.
Huettl betont deshalb ausdrücklich: Das neue Modell werde "ein echter Opel" mit eigener Entwicklung und klarer Produkt-DNA. Es handle sich nicht um ein umgelabeltes Leapmotor-Modell.
Leapmotor wird für Stellantis immer wichtiger
Leapmotor gehört seit 2023 zum erweiterten Stellantis-Umfeld. Damals stieg der Konzern mit rund 20 Prozent bei der chinesischen Marke ein und gründete gemeinsam "Leapmotor International". Seitdem baut Stellantis die Marke in Europa auf.
In Deutschland wurde Leapmotor von Opel-Chef Florian Huettl besonders stark vorangetrieben. Innerhalb kurzer Zeit integrierte Opel die Marke ins bestehende Stellantis-Händlernetz. Inzwischen verfügt Leapmotor in Deutschland über rund 150 Standorte.
Opel übernimmt Vorreiterrolle
Für die deutsche Autoindustrie ist der Schritt bemerkenswert. Zwar entwickelt auch der Volkswagen-Konzern inzwischen gemeinsam mit chinesischen Partnern wie XPeng und SAIC Motor neue Elektroautos für die Marken VW und Audi. Diese Fahrzeuge sind bislang aber vor allem für den chinesischen Markt vorgesehen.
Mit einem gemeinsam entwickelten und in Europa produzierten Modell für europäische Kunden übernimmt Opel nun eine Vorreiterrolle unter den deutschen Herstellern. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie stark die chinesische Autoindustrie in puncto Elektro-Technologie, Entwicklungszeit und Kostenstrukturen geworden ist.
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