Pagani ist ein Meister der Sondermodelle, Einzelstücke und Kleinserien. Auch wenn 2022 mit dem Utopia die dritte Baureihe der italienischen Manufaktur präsentiert wurde, verlassen immer noch die Vorgänger Zonda und Huayra die Werkshallen in San Cesario sul Panaro. Pagani hat die Individualisierungswünsche der gut betuchten Kunden früh erkannt und daraus ein eigenes Geschäftsmodell gemacht!
Jedes Jahr werden ein paar Zonda so aufwendig umgebaut, dass es sich – streng genommen – um neue Autos handelt. Letztendlich wird das Fahrzeug bis ins kleinste Detail nach Kundenwünschen neu aufgebaut, wobei keine Schraube und kein Carbonteil unangetastet bleibt.
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Doch es geht noch extremer! In der vor einigen Jahren umbenannten "Grandi Complicazioni"-Abteilung widmet sich ein kleines Team noch spezielleren Wünschen. Die basieren allerdings ausschließlich auf dem Huayra, da für den Zonda keine neuen Chassis mehr hergestellt werden.
Aus der kleinen Spezialabteilung stammen Einzelstücke und auch die in Kleinserie entstandenen Sondermodelle Huayra Codalunga und Huayra Tricolore.

Die wichtigsten Fakten zum Pagani Imola Roadster

  • Nur acht Exemplare werden gebaut
  • 6,0-Liter-V12-Biturbo (Pagani V12)
  • 850 PS und 1100 Nm
  • 1260 Kilo Leergewicht
  • weltweit homologiert
  • ausverkauft

Drei Jahre nach dem Imola Coupé kommt der Roadster

Bereits 2020 hat Pagani mit dem Imola eine besonders extreme Huayra-Ausbaustufe präsentiert, als Hommage an die gleichnamige italienische Rennstrecke. Von dem 827 PS starken und fünf Millionen Euro (netto) teuren Coupé entstanden nur fünf Exemplare. Drei Jahre später legt Pagani nun mit dem Imola Roadster nach!
Pagani Huayra Roadster BC
Lange Zeit galt der Roadster BC als letzte Ausbaustufe des Huayra. Aber Pagani setzt eben immer noch einen drauf!
Bild: Jan Götze / AUTO BILD

Laut Lorenzo Kerkoc, Chef von Pagani Grandi Complicazioni, sei die ursprüngliche Idee eine offene Version des Imola gewesen. Dann habe Pagani jedoch einen anderen Ansatz gewählt und sich dafür entschieden, die Technologie des Huayra Roadster BC mit Teilen der Aerodynamik des Rennwagens Huayra R zu kombinieren. Das Ergebnis ist der Imola Roadster.
Zwar kommt dieser, genau wie das Imola Coupé, ohne den Namen Huayra daher, basiert jedoch auf selbigem. Das Erscheinungsbild ist noch extremer als das des 802 PS starken und nur 40 Mal gebauten Huayra Roadster BC. Besonders auffällig sind zum Beispiel die riesigen Lufteinlässe an der Front.

600 Kilo Anpressdruck bei 280 km/h

Außerdem trägt der Imola Roadster einen doppelten Luftauslass an den vorderen Radhäusern, um den Staudruck zu verringern und den Luftstrom zu optimieren.
Pagani verspricht, dass die aerodynamische Stabilität auf diese Weise noch weiter verbessert werden konnte. Bei 280 km/h etwa beträgt der maximale Anpressdruck 600 Kilo. Das wiederum ist auf eine ausgeklügelte Aerodynamik zurückzuführen, für die unter anderem der feststehende Heckflügel und der gigantische Diffusor verantwortlich sind.
Pagani Imola Roadster
Erst in der Draufsicht wird deutlich, dass jedes Karosserieteil aerodynamisch optimiert wurde.
Bild: Pagani

Zusätzlich trägt der Imola Roadster vor dem Flügel noch eine zusätzliche Finne, die sich bis in den über den Insassen frei schwebenden Lufteinlass erstreckt. Dieser Roofscoop sieht nicht nur spektakulär aus, er versorgt den von Mercedes-AMG zugelieferten 6,0-Liter-V12-Biturbo auch mit zusätzlicher Kühlluft.

850 PS und 1100 Nm Drehmoment

Der Motor ist in seiner Grundform bereits aus allen Huayra-Modellen (mit Ausnahme des Huayra R) bekannt und hört seit der Präsentation im Huayra Roadster BC auf den klangvollen Namen Pagani-V12. Im Imola Roadster konnte die Leistung noch mal gesteigert werden, sodass 850 PS und gewaltige 1100 Nm mittels eines sequenziellen Getriebes von Xtrac über die Hinterräder herfallen.
Apropos Räder: Der Imola Roadster steht auf 20-/21-Zoll-Felgen in den Dimensionen 265/30 R 20 und 355/25 R 21, bestückt mit Semislicks vom Typ Pirelli P Zero Trofeo RS.
Pagani Imola Roadster
Der optisch frei schwebende Lufteinlass und die aufrecht stehende Finne sind besonders markant.
Bild: Pagani

Eines der Kerngeschäfte von Pagani ist die Carbonfertigung – ein Thema, dem sich das Team um Horacio Pagani bereits seit über 30 Jahren widmet und das stetig weiterentwickelt wird.
Wie auch beim Huayra Roadster BC und dem Huayra R besteht das Chassis des Imola Roadster aus einem speziellen Mix aus den selbst entwickelten Carbon-Arten Carbo-Titanium und Carbo-Triax. Diese Werkstoffe sind besonders strapazierfähig und gleichzeitig extrem leicht.

Der Roadster ist kaum schwerer als das Coupé

So lässt sich auch das extrem niedrige Leergewicht von nur 1260 Kilo erklären, womit der Imola Roadster nur 14 Kilo schwerer ist als das 2020 präsentierte Imola Coupé. Wie wichtig das Thema Leichtbau bei Pagani ist, wird bei der Lackierung deutlich. Durch einen besonders leichten "Acquarello-Lack" konnten fünf Kilo eingespart werden, ohne dass Abstriche bei der Qualität gemacht werden mussten.
Pagani Imola Roadster
Der Imola Roadster wurde für die Straße entwickelt, soll aber auch auf der Rennstrecke eine gute Figur machen.
Bild: Pagani

Damit kommen wir zu den Fahrleistungen, die Pagani allerdings nur teilweise verrät. Der Topspeed wird mit 350 km/h angegeben – elektronisch begrenzt, versteht sich. Beschleunigungswerte wurden noch nicht veröffentlicht, was daran liegen könnte, dass es bei Pagani, trotz der ganzen Zahlen in puncto Gewicht und Aerodynamik, letztendlich weniger auf die letzten Zehntel als vielmehr um das Fahrerlebnis und die Emotionen geht. Rekorde überlässt Pagani lieber den Mitbewerbern von Bugatti, Koenigsegg und Co.

Der Preis ist noch nicht bekannt

Auch einen Preis für den auf acht Exemplare limitierten Imola Roadster verraten die Italiener noch nicht. Da aber schon der 2020 präsentierte Imola fünf Millionen Euro netto gekostet hat, kann davon ausgegangen werden, dass der Imola Roadster noch teurer sein dürfte.
Nicht dass das irgendeinen Unterschied macht, denn alle acht Imola Roadster sind bereits ausverkauft. Und sehr wahrscheinlich wird auch diese Kleinserie nicht das letzte Sondermodell auf Huayra-Basis sein. Denn keine andere Marke beherrscht diese Kunst so wie Pagani.

Fazit

Immer wenn ich denke, dass sich Pagani jetzt der neuen Modellreihe widmet, kommen die Italiener mit einem neuen Einzelstück oder einer spektakulären Kleinserie des Zonda oder Huayra um die Ecke. Mehr Individualität geht nicht!