Die Preise des Porsche Macan steigen um rund 3000 Euro

Seit 2014 wird der Porsche Macan schon gebaut. Aber auch nach sieben Jahren ist die nächste Generation noch nicht in Sicht – die wird nämlich vollelektrisch und kommt wohl erst 2023. Und weil der Verbrenner noch einige Zeit parallel gebaut werden soll, verpasst ihm Porsche nach Facelift Nummer eins im Jahr 2018 jetzt das zweite Facelift. Das ist ab sofort bestellbar und steht ab Oktober 2021 bei den Händlern.

Preise Macan Facelift

● Macan: 62.917 Euro
● Macan S: 71.723 Euro
● Macan GTS: 88.264 Euro
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Optische Neuerungen halten sich beim Porsche Macan Facelift in Grenzen

Man muss schon sehr genau hinsehen, um das Facelift zu enttarnen. Der Grill in der Frontschürze ist etwas sportlicher gestaltet und hat zwei vertikale Finnen in Wagenfarbe, die Scheinwerfer besitzen eine neue Grafik. Am Heck gibt es einen großen Diffusor im Stil des Taycan Cross Turismo, der beim Macan die Endrohre beherbergt. Dazu gibt es Kunststoff-Zierteile mit 3D-Oberfläche und drei neue Farben. Außerdem stehen sieben neue Felgendesigns zur Wahl, wobei die Basisräder jetzt 19 statt 18 Zoll groß sind (zum großen AUTO BILD-Sommerreifen-Test 2021).
Porsche Macan Facelift
Hinten ist der geliftete Macan am neu gestalteten Diffusor im Stil des Taycan Cross Turismo zu erkennen.

Im Macan-Cockpit gibt's Touchflächen statt Knöpfe

Im Cockpit hat Porsche die Mittelkonsole von ihrer Knopfflut befreit. Stattdessen sind rund um den neuen Gangwahlhebel jetzt Touchflächen beheimatet. Auch die Klimabedienung unterhalb des Infotainment-Bildschirms geschieht über Touch, geblieben sind aber zwei physische Drehregler.
Porsche Macan Facelift
Das Macan-Cockpit hat Porsche mit Lenkrädern aus dem 911 aufgehübscht. Dazu gibt's neue Schalthebel und Touchflächen.
Neue Lenkräder aus dem 911 und diverse neue Ausstattungspakete mit (Kunst-)Leder, Mikrofaser und farbigen Ziernähten runden das Facelift im Innenraum ab. Raumangebot und Kofferraumvolumen (je nach Modell rund 500 bis 1500 Liter bei umgeklappter Rückbank) haben sich nicht verändert.
Porsche Macan Facelift
Statt Knopfreihen flankieren jetzt berührungsempfindliche Flächen den Schalthebel.

Der Macan GTS ersetzt künftig den Turbo

Am meisten getan hat sich bei den Motoren. Der Basis-Vierzylinder wurde kräftig überarbeitet und leistet jetzt 265 PS sowie 400 Nm Drehmoment. Im Macan S arbeitet ein 2,9-Liter-V6 mit 380 PS und 520 Nm Drehmoment. Topmodell ist neuerdings der GTS, der den 440 PS und 550 Nm starken 2,9-Liter-V6 des scheidenden Turbo übernimmt. Dazu hat Porsche das Fahrwerk etwas überarbeitet, um das kompakte SUV noch dynamischer fahren zu lassen. Dieselmotoren sowie Mild- und Plug-in-Hybridvarianten sind weiterhin nicht im Programm.

Porsche Macan Facelift
Der 2,9-Liter-V6 des GTS (Bild) ist nach dem Facelift genauso stark wie der nicht mehr angebotene Turbo.

Leistungsdaten Porsche Macan Facelift

● Macan: 265 PS (+20), 400 Nm (+30)
● Macan S: 380 PS (+26), 520 Nm (+40)
● Macan GTS: 440 PS (+60), 550 Nm (+30)
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Optionales Sportpaket für den Porsche Macan GTS

Zu erkennen ist das künftige Topmodell GTS an den üblichen schwarzen Akzenten, Zierteilen in Wagenfarbe und speziellen 21-Zoll-Felgen. Serienmäßig bekommt der Macan GTS eine Sportbremse mit beschichteten Scheiben, aktive Luftfederung und sportlicher abgestimmte Dämpfer. Optional ist ein GTS-Sport-Paket zu haben, inklusive Sport-Chrono-Paket, Sportreifen, 18-fach verstellbaren Sportsitzen und Mikrofaser-Bezügen fürs Cockpit.
Porsche Macan Facelift
Wie gehabt, hebt sich der GTS mit schwarzen Akzenten von seinen schwächeren Macan-Geschwistern ab.

Mit dem Facelift wird der Porsche Macan teurer

Bestellbar ist der Porsche Macan Facelift ab sofort, bei den Händlern steht er ab Oktober 2021. Die Grundpreise sind pro Modell um rund 3000 Euro gestiegen, mit 62.917 Euro in der Basis nimmt der geliftete Macan künftig die 60.000-Euro-Hürde. Allerdings bekommt man dafür auch mehr Ausstattung und deutlich mehr Leistung. Der GTS ist nach dem Facelift sogar immer noch rund 5000 Euro günstiger als ein gleich starker Vor-Facelift-Turbo.

Fazit

Erstaunlich, wie frisch der sieben Jahre alte Macan noch immer wirkt. Zum Facelift hat Porsche an den richtigen Stellschrauben gedreht, um die Baureihe etwas länger fit zu halten. Wie lange der Verbrenner neben dem kommenden E-Macan dann tatsächlich noch besteht, wird sich zeigen. Möglich, dass der dann den Namen "Turbo" übernimmt – und leistungstechnisch künftig als Topmodell in der Preisliste steht.