Porsche Sonderwunsch Flachbau RS (2026): Einzelstück auf GT2-RS-Basis
Dieser exlusive Porsche ist eine Hommage an "Moby Dick"

Wer seinen ganz eigenen Porsche haben möchte, dem bietet der Sportwagenhersteller das "Sonderwunsch"-Programm an. Der Flachbau RS ist ein exklusives Einzelstück auf Basis des 911 GT2 RS!
Bild: Porsche AG
Haben Sie schon mal von Ihrem ganz eigenen, individuellen Auto geträumt? Von einem Sportwagen, den es so kein zweites Mal gibt? Porsche erfüllt Ihnen diesen Traum – sofern Sie bereit sind, mindestens zwei Millionen Euro zu zahlen. Die Abteilung "Sonderwunsch" baut einen Porsche ganz nach den Vorstellungen des Kunden. Heraus kommt ein exklusives Einzelstück – so wie der Porsche Sonderwunsch Flachbau RS, den die Stuttgarter nun präsentiert haben.
Der Name geht auf einen Sonderwunsch zurück, den Porsche bereits für den 911 der Baureihe 930 angeboten hatte. Statt der klassischen Front mit hoch aufbauenden Kotflügeln setzen Flachbau-Porsche auf eine flach heruntergezogene Nase – wie der Name bereits andeutet.

Der Flachbau RS (r.) mit den Modellen, die zur Inspiration dienten: der Porsche 935 von 2018 (l.). Im Hintergrund der 935/78, auch "Moby Dick" genannt.
Bild: Porsche AG
Angelehnt ist dieses Design an den Porsche 935, der auch als "Moby Dick" bekannt ist und als erster Rennwagen mit wassergekühlten Zylinderköpfen wegweisend für die Motorsportgeschichte der Stuttgarter war. 2018 baute Porsche eine auf 77 Stück limitierte Neuauflage des 935 auf Basis des 911 GT2 RS.
Die Basis bildet ein Porsche 911 GT2 RS
Auch unter dem Flachbau RS verbirgt sich grundsätzlich ein 911 GT2 RS aus der 991-Generation. Für eine bessere Performance sind in dem Sondermodell sämtliche Komponenten vom Motorsport-Team Manthey verbaut. Dazu zählen unter anderem ein eigenes Fahrwerk und Aerodiscs an den hinteren Felgen.
Den Motor hat Porsches Sonderwunsch-Abteilung nicht angefasst. Das bedeutet, dass im Flachbau RS ein 3,8 Liter großer Sechszylinder arbeitet, der 700 PS leistet und ein Drehmoment von 750 Nm liefert.

An den Hinterrädern des Flachbau RS hat Porsche Aero-Discs von Manthey verbaut, die den Abtrieb verbessern sollen.
Bild: Porsche AG
Lackiert ist der Flachbau RS in mattem "Grandprixweiß". Hinzu kommen viele Carbon-Komponenten, vor allem an der überarbeiteten Front. Die Scheinwerfer verstecken sich in angedeuteten Lufteinlässen auf den Kotflügeln.
Schaltknauf aus Holz, sonst wenig Schnickschnack
Im Innenraum ist der Flachbau RS auf Motorsport getrimmt. Infotainment? Fehlanzeige! Stattdessen gibt es einen Automatikwahlhebel in Holz, so wie auch schon bei der Neuauflage des 935 von 2018 oder im Carrera GT. Insgesamt wiegt der Flachbau RS 1408,4 Kilogramm und ist damit noch mal 31,6 Kilo leichter als ein GT2 RS mit Weissach-Paket.

Der Innenraum des Flachbau RS ist auf Motorsport getrimmt und hauptsächlich in rotem Alcantara gehalten. Der Automatik-Wahlhebel ist mit Holz überzogen.
Bild: Porsche AG
Das Auto wurde von Porsche komplett nach Kundenbedürfnissen gefertigt. Das Sonderwunsch-Programm unterteilt sich in drei Formen, wobei der Flachbau RS als "Factory One-Off" gilt und damit der teuersten Kategorie angehört. Je nach Aufwand kostet ein Sonderwunsch-Porsche hier zwischen zwei und 15 Millionen Euro.
Kunde darf an Produktion mitwirken
Dafür wird der solventen Kundschaft einiges geboten. Unter anderem erhält der Auftraggeber einen Werksausweis, und er darf selbst an der Produktion seines Porsches mitwirken. Von der Anfrage bis zum fertigen Auto können schon einmal viereinhalb Jahre vergehen. Entsprechend begrenzt ist auch die Anzahl der laufenden "One-Off"-Produktionen. Laut Porsche liegt sie im niedrigen einstelligen Bereich.

Der Flachbau RS während der Produktionsphase.
Bild: Porsche AG
Wem der Flachbau RS nun gehört, gibt der Hersteller nicht bekannt. Eine Straßenzulassung für Deutschland besitzt der Wagen aber, auf dem Heckflügel und in den Kopfstützen ist das Layout der Nordschleife verewigt. Das muss kein Indiz auf einen deutschen Besitzer sein, aber vielleicht sehen wir den Flachbau RS in Zukunft einmal in der Eifel in Aktion. Auch den finalen Preis für das Unikat hält Porsche geheim. Aus Zuffenhausen heißt es lediglich, dass das Sondermodell nicht mehr als fünf Millionen Euro gekostet haben soll.
Fazit
Radikal auf Motorsport getrimmt und mit einer Hommage an den Porsche 935 – das ist der Sonderwunsch Flachbau RS. Das exklusive Einzelstück bietet auf Basis des GT2 RS alles, was einen Porsche rennstreckentauglich macht. Bleibt zu hoffen, dass der Besitzer seinen Flachbau RS auch mal ordnungsgemäß bewegt – und ihn nicht nur in der Garage stehen lässt.
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