Rallye Dakar 2009
Rasante Kontinentalverschiebung

Erstmals findet die Rallye Dakar nicht in Afrika statt, sondern in Südamerika. 10.000 Kilometer durch Chile und Argentinien. Bleibt der Dakar-Mythos dabei auf der Strecke?
- Christian Schön
Eigentlich war alles wie immer. Wie gewohnt meldeten die Organisatoren der Rallye Dakar bereits Anfang Juli 2008: Wir sind ausgebucht. Über 500 Teams mit Autos, Motorrädern, Quads und Renn-Trucks hatten sich für den knapp 10.000 Kilometer langen Marathon gemeldet. Allerdings findet die nach der Hauptstadt des Senegal benannte Cross-Country-Rallye nicht mehr – wie seit 1979 – in Nordafrika statt, sondern zum ersten Mal in Südamerika. Nachdem die 2008er-Ausgabe wegen Terror-Gefahr in Mauretanien abgesagt wurde, soll der Umzug nach Argentinien und Chile das endgültige Aus der Wüstenrallye verhindern. "Natürlich wird es ein komisches Gefühl, dieses Mal nicht durch die Sahara zu fahren", sagt der neunmalige Sieger und Mitsubishi-Werkspilot Stéphane Peterhansel. "Aber so stehen wir alle vor einer neuen Herausforderung."
Die Favoriten der Dakar fahren allesamt Diesel


"Der Offroad-Anteil wird geringer, wir fahren öfter auf Pisten", schätzt Sainz. "Vielleicht ein Vorteil für Piloten wie mich, die vom klassischen Rallyesport kommen." Organisationsleiter Lavigne hat aber versprochen: "Auch in Südamerika ist die Dakar keine Spazierfahrt." Wie es mit der Rallye Dakar weitergeht, wagt derzeit niemand zu beurteilen. Das Starterfeld ist trotz weltweiter Finanzkrise so gut gefüllt, weil die Teilnehmer der abgesagten Rallye finanzielle Vergünstigungen erhielten. Im Hintergrund soll bereits daran gearbeitet werden, die Dakar in naher Zukunft zurück nach Afrika zu holen.
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