Fast 50 Stunden über Stock und Stein, hohe Wüsten-Dünen, überflutete Flussbetten – die Rallye Dakar 2018 ist vorbei. Und sie hat einen strahlenden Sieger: Carlos Sainz, inzwischen 55 Jahre alt, zum zweiten Mal nach 2010 (damals für VW) Gesamtsieger der berühmtesten Wüsten-Rallye überhaupt.
Sainz lässt auch nicht gelten, dass er von Problemen seines Peugeot-Teamkollegen Stéphane Peterhansel profitierte. „Klar, bei diesem Rennen braucht es auch Glück“, gibt der Spanier zu, „aber nach vier Jahren harte Arbeit mit Peugeot ist es nur fair, dass ich die Dakar gewonnen habe. Ich habe Gas gegeben, als ich Gas geben musste und ich habe verwaltet, als ich verwalten musste.“
Wüstenrallye
Carlos Sainz ist der Sieger der Rallye Dakar 2018
Ein Erfolgsgeheimnis war auch sein gleichnamiger Sohn, in der Formel 1 bei Renault Teamkollege des Deutschen Nico Hülkenberg. „Wir waren jeden Tag vor und nach der Etappe im Austausch. Ich glaube, er hat jetzt Rache dafür genommen, dass ich ihm immer Ratschläge gegeben habe“, scherzt Sainz. „Jetzt hat er es zwei Wochen mit mir gemacht. Er wollte jeden Tag unsere Taktik wissen – und hat diese dann kommentiert.“
Peugeot steigt nach dieser Rallye Dakar aus. Schon vor der Rallye hat Sainz abgekündigt, es könnte seine letzte Wüsten-Ausfahrt gewesen sein. Doch auf dem Höhepunkt seiner Karriere will er keinen Rücktritt verkünden. Sainz erklärt: „Ich werde mir das jetzt mal gründlich überlegen.“
Der einzige Deutsche in der Autowertung im Ziel: Jürgen Schröder auf Platz 22 – mit über 23 Stunden Rückstand auf Sainz.
Endstand
1.  Carlos Sainz (Peugeot) 49:46,18 Stunden
2. Nasser Al-Attiyah (Toyota) +0:43,40
3. Giniel de Villiers (Toyota) +1:16,41
4. Stéphane Peterhansel (Peugeot) +1:25,29
5. Jakub Przygonski (Mini) +2:45,24
6. Scheich Khalid Al Qassimi (Peugeot) +4:20,58
7. Martin Prokop (Ford) +7:20,49
8. Peter van Merksteijn (Toyota) +7:41,28
9. Sebastian Halpern (Toyota) +9:08,10
10. Lucio Alvarez (Toyota) +9:18,46