Reichweiten-Challenges mit Elektrofahrzeugen sind mittlerweile gängige Praxis. Schließlich kann man sich als Fahrer nicht nur auf die WLTP-Angaben der Hersteller verlassen. Erst unter Realbedingungen können die Akkus zeigen, was sie leisten – oder eben auch nicht leisten.
Doch wie schlägt sich ein Hybrid beim Reichweitentest? Genau das wollte Renault gemeinsam mit zwei bekannten deutschen Youtubern herausfinden.

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Die Challenge

Um die Reichweite des Vollhybriden Renault Clio unter realen Bedingungen zu testen, schickten die Franzosen gleich zwei bekannte Auto-Youtuber auf die Reise: Bernd Conrad ("Autonotizen") und Alexander Schäfer ("CarRanger"). Ihre Mission: Mit nur einer Tankfüllung die 1000-Kilometer-Marke knacken. Ob das gelingt, sollte ein Roadtrip quer durch Deutschland und über die Alpen zeigen.

Von Köln bis zum Gardasee

Als Testwagen diente den beiden jeweils ein Renault Clio Full Hybrid E-Tech 160 mit einem 39-Liter-Tank. Dieser kommt mit 158 PS, einem Automatikgetriebe und einem kombinierten WLTP-Verbrauch von 3,9 l/100 km. Die Route führte Conrad von Köln bis an den Gardasee und damit über Autobahnen, Landstraßen sowie anspruchsvolle Passagen in den Alpen. Für Schäfer ging es von Heilbronn aus quer durch Frankreich.
Am Ende stand bei beiden eine Reichweite von deutlich über 1000 Kilometern auf dem Zähler – ein Ergebnis, das selbst die Erwartungen vieler Hybrid-Fans übertroffen haben dürfte.
Renault Clio bei der Reichweiten-Challenge
Youtuber Bernd Conrad fährt im Clio von Köln bis zum Gardasee nach Italien.
Bild: Renault Group

Das Erfolgsrezept

Doch wie realistisch sind solche Werte im Alltag wirklich? Nach eigenen Angaben setzten beide Youtuber nicht auf spektakuläre Spritspartricks oder sogenannte "Hypermiling"-Methoden. Stattdessen profitierte der Clio von seinem effizienten Vollhybrid-Antrieb, der im Stadt- und Landstraßenverkehr immer wieder elektrische Fahranteile ermöglicht und die Batterie durch Rekuperation selbst auflädt.
Hinzu kam eine vorausschauende Fahrweise mit möglichst gleichmäßigem Tempo. Auf der Autobahn fuhren beide mit rund 100 km/h und hielten sich sonst an die gegebenen Limits. Das Ergebnis: rund 3,7 Liter pro 100 Kilometer im Schnitt – ein bemerkenswert niedriger Verbrauch für eine Strecke dieser Länge.

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Das Ergebnis macht deutlich: Für mehr als 1000 Kilometer am Stück braucht es nicht zwangsläufig einen Diesel. Auch ein moderner Vollhybrid kann zum Langstreckenläufer werden – vorausgesetzt, der Fahrer hält den Bleifuß im Zaum.