Renault Zoe (2019) im ersten Test

Renault Zoe (2019): erster Test

Vitamin B für den Zoe

Renault hat seinen kleinen Stromer modernisiert: Motor und Batterie sind stärker, innen ist er schöner geworden. Wir machen den Test.
Das große B bringt's! Nach 212 Kilometern über Land, Hügel und durch Städtchen meldet der Bordcomputer im neuen Renault Zoe: 137 Kilometer Rest. Die alte Reichweitenangst? Nie gehabt. Möglich macht's die zusätzliche Fahrstufe B am neuen Wählhebel, die stärker bremst und mehr Energie in den Akku zurücklädt. Dazu kommt das zweite große B: Die Batterie im Fahrzeugboden speichert bis zu 52 kWh. So wird der Zoe immer erwachsener – und im Alltag einem Benziner ähnlicher.

Reichweite und Fahrleistungen kommen dem Benziner nahe

Reichweitenangst war gestern: Renault verspricht 395 Kilometer mit dem größten Akku.

Renault hat Europas beliebtesten Stromer zum zweiten Mal geliftet. Am meisten zählt der Fortschritt beim Akku: Der war beim Debüt 2013 noch 22 kWh groß, ab 2016 schon 41. Jetzt passt eine dichtere Batterie hinein, die 41 oder gar 52 kWh aufnimmt. Laut Renault sind maximal 395 Kilometer drin. Neben dem 80-kW-Basismotor gibt's einen stärkeren Antrieb: Mit 100 kW soll der Zoe ab Oktober 2019 gleichauf mit Peugeot 208 und Opel Corsa mitsummen. Die Extrapower schiebt den Renault zwei Sekunden schneller auf 100, wichtiger aber ist der satte Schub, wenn er Lastwagen überholt. Jüngstes Luxus-Extra im Zoe ist eine Lenkradheizung. Und das ist im deutlich modernisierten Interieur nur das Tüpfelchen auf dem i. Da strahlt ein TFT-Display als umschaltbarer Tacho, in der Mitte wächst der Monitor im Topmodell auf 9,3 Zoll. Das neue Easy-Link-System arbeitet flotter als in Clio oder Mégane.

Auch beim Interieur gewinnt der kleine Stromer deutlich

Mit mehr Ausstattung und hochwertigerer Anmutung hat Renault den Zoe-Innenraum aufgemöbelt.

Der Zoe wirkt eine Klasse moderner und hochwertiger, mit Multifunktionslenkrad, automatischer Parkbremse und modernen Assistenten. Das Fahren erledigt der Zoe wie immer: unaufgeregt schnurrend, die Lenkung weckt keine Sportgefühle, die sanfte Federung keine schlafende Oma. Nur der Fond bleibt unverändert eng. Aber warum sollte Renault auch ein Auto groß verändern, das immer beliebter wird? 2019 wurden bis Ende Juli in Europa 24.254 Stück verkauft. Der größte Nachteil des Elektroautos bleibt der Preis: Der Basis-Zoe kostet unverändert 21.900 Euro, die gestaffelten Batteriemieten (90 Prozent aller Kunden mieten) steigen leicht an. Wer den Akku kauft, zahlt 8090 Euro dazu, macht unterm Strich 29.990 Euro – abzüglich der E-Auto-Prämie (4000 Euro). (Ersparnis für das Vorgängermodell bei carwow.de bis zu 6156 Euro.)
Das Fazit von Joachim Staat: "Das nenne ich eine gelungene Modellpflege: Bei Leistung, Reichweite und Interieur ist der Zoe wieder up to date, beim Preis auf Augenhöhe mit 208 und Corsa. So wird Stromern erschwinglich. Und wer die Batterie mietet, muss sich um die Haltbarkeit keine Sorgen machen." AUTO BILD-Testnote: 2-
Technische Daten Renault Zoe R135 (50 kWh): • Motor: Elektromotor • Batterietyp: Lithium-Ionen • Leistung: 100 kW (135 PS) bei 4200/min • max. Drehmoment: 245 Nm bei 1500/min • Antrieb: Vorderradantrieb, Automatik • Länge/Breite/Höhe: 4087/1787/1562 mm • Leergewicht: 1577 kg • Kofferraum: 338–1225 l • 0–100 km/h: 9,5 s • Vmax: 140 km/h • Verbrauch: 17,7 kWh • Reichweite (nach WLTP): 386 km (52 kWh) • Preis: 25.990 Euro plus Akku-Miete

Renault Zoe (2019) im ersten Test

Renault ZoeRenault ZoeRenault Zoe

Autor:

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.