Zwei Schwergewichte arbeiten zusammen, um das Schnellladen für Elektroautos in Deutschland und Europa voranzubringen. Autobauer VW und Ölmulti BP haben ihre strategische Partnerschaft für den Aufbau von Schnellladensäulen an Tankstellen gestartet. Die erste Station mit zwei Ladepunkten und 150 kW Ladeleistung wurde an einer Aral-Station in Düsseldorf eingeweiht.

Das sind die besten E-Autos

Die zurzeit besten E-Autos

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
Audi Q4 e-tron
UVP ab 41.900 EUR, Ersparnis: bis zu 12.420 EUR / Leasing-Bestpreis: 89  EUR
BMW iX
UVP ab 77.300 EUR, Ersparnis: bis zu 13.386  EUR
Hyundai Ioniq 5
UVP ab 41.900 EUR, Ersparnis: bis zu 12.280 EUR / im Leasing schon ab 234  EUR
Kia Niro EV
UVP ab 47.590 EUR, Ersparnis bis zu 11.164  EUR
Kia EV6
UVP ab 44.990 EUR, Ersparnis: bis zu 14.069 EUR / im Leasing schon ab 274  EUR
Mazda MX-30
UVP ab 34.490 EUR, Ersparnis: bis zu 13.035 EUR / im Leasing schon ab 90  EUR
Mercedes EQS
UVP ab 97.807 EUR, Ersparnis: bis zu 6152  EUR
Opel Corsa-e
UVP ab 30.400 EUR; Ersparnis: bis zu 11.920 ,00 EUR
Skoda Enyaq iV
UVP ab 34.600 EUR, Ersparnis: bis zu 11.584 EUR / Leasing-Bestpreis 124  EUR
Smart EQ fortwo
UVP ab 21.940 EUR, Ersparnis: bis zu 8240 EUR / im Leasing schon ab 77  EUR
Tesla Model 3
UVP ab 46.560 EUR; Ersparnis: bis zu 7975 EUR / Leasing-Bestpreis 289 ,00 EUR
Toyota bZ4X
UVP ab 47.490 EUR; Ersparnis: bis zu 10.520 ,00 EUR
Volvo XC40 Recharge
UVP ab 48.650 EUR; Ersparnis: bis zu 9570 ,00 EUR
Das Besondere an den Flexpole-Ladestationen von Volkswagen: Sie verfügen über ein integriertes Batteriespeichersystem und können direkt an ein Niederspannungsnetz angeschlossen werden. Sie benötigen also keinen leistungsstarken Netzanschluss und damit auch keinen speziellen Transformator und keine kostspieligen Bauarbeiten. Dennoch können mit der Leistung von bis zu 150 kW bei geeigneten E-Fahrzeugen bis zu 160 Kilometer in nur zehn Minuten nachgeladen werden.
In den nächsten 24 Monaten werden nach Angaben von VW und BP bis zu 4000 Ladepunkte bei Aral in Deutschland und BP in Großbritannien installiert. Bis Ende 2024 könnten bis zu 8000 Ladepunkte in Deutschland, Großbritannien und anderen europäischen Ländern entstehen.

Plug&Charge an 500 Aral-Ultraschnellladern

Bereits im März 2021 hatten beide Unternehmen bekannt gegeben, beim Ausbau von ultra schnellem Laden zu kooperieren. Aral gilt mit der Submarke "Aral Pulse" als Vorreiter bei Ultraschnellladesäulen für Elektroautos an Tankstellen. Als erster Betreiber bietet das Unternehmen das rasante Laden unter einem Tankstellendach an.
Auch das Bezahlen geht inzwischen ruck, zuck: Die BP-Tochter hat nach eigenen Angaben an allen 500 Turboladern an gut 80 Standorten die Bezahlfunktion Plug&Charge nach Norm ISO 15118 eingerichtet.
Dabei wird mit dem Anstecken des Ladekabels auch der Bezahlvorgang absolviert, ohne Anmeldung oder Identifikation über eine Ladekarte oder eine App. Der gesamte Ladevorgang, von der Authentifizierung bis zur Abrechnung, geschieht dank verschlüsselter Kommunikation schnell, sicher und automatisch.

Bislang nur wenige E-Autos Plug&Charge-fähig

Allerdings gibt es bislang noch wenige Elektroautos, die Plug&Charge-fähig sind. Zu ihnen gehören zum Beispiel alle Tesla-Baureihen, der Mercedes EQS, der Ford Mustang Mach-E, der Porsche Taycan und der Audi e-tron, aber auch der kleine Elektro-Smart.
Noch sind E-Ladesäulen an Tankstellen, wenn vorhanden, meist weit entfernt von den konventionellen Zapfsäulen unter freiem Himmel aufgestellt. Bei Aral in Wuppertal zum Beispiel kommt jedoch bereits echtes "Tankfeeling" für den Kunden auf. Schon im Mai 2019 hatte Aral in Bochum die ersten Ultra-Fast-Charger eingeweiht, jedoch stand auch hier der E-Autobesitzer im Zweifel buchstäblich im Regen.
Aral nimmt erste „ultraschnelle“ Ladesäulen unterm Tankstellendach in Betrieb - E-Ladesäule
Zapf- und Ladesäulen unter einem Tankstellendach: noch eine Seltenheit in Deutschland.

Akkutechnik für 350 kW wird vorausgesetzt

Die Ultraschnellladesäulen in Wuppertal liefern 100 Prozent Ökostrom und verfügen über eine Ladeleistung von 300 oder sogar 350 Kilowatt. Die entsprechende Akku-Technik vorausgesetzt, kann das Fahrzeug in zehn Minuten Strom für eine Reichweite von bis zu 350 Kilometern laden. Zugrunde gelegt wird hier die Annahme, dass das E-Auto 17 Kilowattstunden (kWh) auf 100 Kilometer verbraucht und die volle Ladeleistung nutzen kann.
Das klappt jedoch längst nicht immer: Denn die Ladegeschwindigkeit eines Elektromobils hängt von mehreren Faktoren ab, vor allem vom bordeigenen Batteriemanagement. Selbst der Lade-Primus Porsche Taycan kann dank 800-Volt-Technologie und einer ausgeklügelten Temperierungsstrategie seine Performance-Batterie mit Gleichstrom (DC) in gut fünf Minuten "nur" für bis zu 100 Kilometer Reichweite (nach WLTP) nachladen.
Auto lädt an einer Shell Recharge Ladesäule
Shell will bis 2025 insgesamt 500.000 Ladepunkte aller Art einrichten.
Das Aufstocken von 5 auf 80 Prozent Batterieladung dauert nach Herstellerangaben unter idealen Bedingungen 22,5 Minuten an einer 800-Volt-Ladesäule, die maximale Ladeleistung (Peak) beträgt 270 kW.

Schnelllader auch bei HEM, Shell und Westfalen

Auch die Deutsche Tamoil will mit Kooperationspartner Allego weitere Schnellladesäulen an HEM-Tankstellen installieren, ebenfalls mit bis zu 350 kW Ladeleistung. Der Anfang wurde 2020 an der A13 zwischen Berlin und Dresden gemacht. Weitere Ladepunkte sollen folgen, verstärkt in ländlichen Gebieten.
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Shell fährt mit Partner EnBW zweigleisig. Die Hamburger bieten unter dem Label Shell Recharge neben synthetischen Kraftstoffen als flüssige Alternative zu Benzin und Diesel an immer mehr großen Tankstellen auch Schnellladesäulen. Diese liefern mindestens 150 kW Leistung und bieten modulare DC-Technik, die mit ihren CCS- und CHAdeMO-Anschlüssen (Überblick: Diese Ladestecker-Typen gibt es!) 400- und 800-VDC-Fahrzeuge versorgen kann.
Aral Pulse Ladesäule
Laden und bezahlen – alles an der Säule. Ein Besuch im Tankstellen-Shop wird so eher unwahrscheinlicher.
Beim Tankstellenbetreiber Westfalen können die neuen Säulen mit allen gängigen Steckern über Gleichstrom (50 kW) und Wechselstrom (22 kW) genutzt werden. Die Ladesäulen sind an das europäische Intercharge-Netzwerk angebunden und deshalb mit vielen gängigen Ladekarten und -apps zugänglich. Auch Kreditkartenzahlung ist möglich. (Alle Infos zum Thema "Laden und bezahlen"!)