Mit dem Epiq hat Skoda vor Kurzem sein bislang günstigstes Elektroauto vorgestellt. Von der Konzernmutter VW gibt es noch kein direktes Konkurrenzmodell. Der ID.Cross soll erst im Sommer 2026 gezeigt werden. Bereits zu haben ist jedoch der Kleinwagen ID.Polo.
Elektro-Polo und Epiq ist gemein, dass es sie noch nicht in der Basis gibt (um 25.000 Euro). Der aktuell günstigste Einstieg beim VW heißt "Life" und kostet mindestens 33.795 Euro. Der Skoda startet als "Essence" fast 1800 Euro darunter: 32.100 Euro. Doch muss man dafür Abstriche machen?
VW ID.Polo und Skoda Epiq
Beide erledigen den Standardsprint in 7,1 Sekunden und fahren maximal 160 km/h schnell.
Bild: Volkswagen AG, Skoda Auto Deutschland GmbH; Montage: AUTO BILD
Auf den ersten Blick bekommt man mit dem Epiq mehr Auto fürs Geld. Immerhin ist er ein SUV, während der Polo auch elektrisch ein Kleinwagen bleibt. Betrachtet man die Zahlen, sind die Unterschiede jedoch gar nicht so groß: Der Skoda ist mit 1,59 Meter nur fünf Zentimeter höher, dazu zwölf Zentimeter länger (4,17 Meter). Der ID.Polo geht tatsächlich zwei Zentimeter mehr in die Breite (1,82 Meter).

Unterschied bei der Reichweite

Die Konzerngeschwister nutzen den gleichen Antrieb: 211 PS erzeugt der Elektromotor, der Akku speichert 52 kWh. Auch bei der Ladeleistung sind sie gleichauf. Maximal 105 kW an einem Schnelllader sollen den Akku in 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent füllen. Trotz unterschiedlicher Karosserieformen gibt es bei den Fahrleistungen keinen Unterschied: Beide erledigen den Standardsprint in 7,1 Sekunden, beide fahren maximal 160 km/h schnell.
Aber bei der Reichweite liegt der ID.Polo dann doch vorn. Die gibt VW für den "Life" mit bis zu 454 Kilometern an. Der Skoda Epiq kommt laut Datenblatt auf 440 Kilometer. Das SUV verbraucht mit 13,7 kWh/100 Kilometer (Normwert) mehr als der Kleinwagen mit 13,3 kWh/100 km.
Während die Form das SUV weniger windschnittig macht, passt in den Kofferraum ein bisschen mehr rein. 475 bis 1345 Liter stehen 441 bis 1391 Litern beim ID.Polo gegenüber.

Epiq mit kleinerem Bildschirm

Bei den Bildschirmen im Cockpit hat der Epiq dafür das Nachsehen. Denn sein digitaler Tacho ist mit 5 Zoll nur halb so groß wie der des VW (10,25 Zoll). Ansonsten sind die Innenräume sehr ähnlich aufgebaut.
VW ID.Polo und Skoda Epiq
Der Grundaufbau des Cockpits ist bei beiden Autos gleich. Der Epiq hat allerdings einen kleineren Digitaltacho.
Bild: Volkswagen AG, Skoda Auto Deutschland GmbH; Montage: AUTO BILD
Auch bei der übrigen Ausstattung muss man die Unterschiede suchen. Parkpiepser, Rückfahrkamera und verschiedene Assistenten haben beide.
Der ID.Polo kommt aber als "Life" bereits mit Fahrprofilen, automatisch abblendendem Rückspiegel und Zweizonen-Klimaanlage. Nicht so der Skoda. Immerhin: Die beiden letztgenannten Features kann man beim Epiq für 840 Euro im "Komfort-Paket" freischalten. Dann bekommt man auch direkt Sitz- und Lenkradheizung. Wenn man diese Annehmlichkeiten für den ID.Polo will, muss man für 545 Euro das "Winterpaket" auswählen.
Epiq und ID.Polo sind sich ähnlicher, als man zunächst erwarten würde. Am Ende ist der Skoda günstiger, der VW aber das rundere Paket – zumindest solange die echten 25.000-Euro-Versionen noch fehlen.