Skoda Superb: Kaufberatung
Gesucht: Der beste Skoda Superb

Aller superben Dinge sind drei – zumindest wenn man Skodas PR-Verlautbarungen glauben darf. AUTO TEST hat die dritte Generation des Superb beleuchtet, und sagt Ihnen wohin Licht und Schatten fallen.
- Attila Langhammer
Skoda ist auf Wachstumskurs. 2014 produzierte und verkaufte der tschechische Hersteller erstmals in seiner 120-jährigen Unternehmensgeschichte mehr als eine Million Fahrzeuge. In Europa wuchs der Marktanteil auf 7,6 Prozent. Jetzt soll der dritte Skoda Superb der zuletzt schwächelnden Baureihe wieder Schwung verleihen. Sein Design orientiert sich mit breiter Haube, eckigen Scheinwerfern und markantem Grill an der polarisierenden Studie Vision C, die Skoda 2014 auf dem Genfer Salon vorgestellt hat. Insgesamt wirkt er deutlich dynamischer und ist besser proportioniert als der Vorgänger. Zudem basiert der neue auf der MQB-Plattform. In der Länge legt er nur zwei Zentimeter zu, der Radstand vergrößert sich um acht. Die Spur wurde an beiden Achsen etwas weiter, all das kommt den Raummaßen zugute – fünf Zentimeter mehr Innenbreite, 30 Liter Volumen zusätzlich im Kofferraum. Der fasst jetzt mindestens 625 und maximal 1760 Liter; bei umgelegter Rückbank behindert eine unpraktische Stufe das Einladen sperriger Gegenstände. Für die Rücksitzlehnen ist ab der zweiten Linie "Ambition" eine Lehnenentriegelung aus dem Kofferraum (90 Euro) zu haben. "Style" und "L&K" haben die praktischen Hebel ab Werk an Bord. Exklusiv für "Ambition" gibt es eine umklappbare Beifahrersitzlehne (90 Euro) – damit stehen 3,1 Meter Ladetiefe zur Verfügung. Der variable Sitz ist eine von Skodas 29 sogenannten "Simply-Clever"-Ideen.
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Der dritte Superb ist erstmals auch mit adaptivem Fahrwerk zu haben. Auf langen Bodenwellen neigt es aber zu Tauchbewegungen.
Bild: Werk
Als erster Skoda wird der Superb zum WLAN-Hotspot

Mit MirrorLink lassen sich viele Anwendungen eines Mobiltelefons auf den Multimediabildschirm übertragen und von dort auch steuern.
Bild: Werk
Ein weiteres Konnektivitäts-Extra ist das App-Paket Smart-Gate. Für 130 Euro können Sie mit verschiedenen Anwendungen zum Beispiel Verbrauchsdaten, Service-Informationen oder Beschleunigungswerte auf einem Android- oder Apple-Mobiltelefon dokumentieren. Die Apps benötigen zudem den WLAN-Anschluss, den es nur im teuren Columbus-Infotainmentsystem gibt. Beim Übertrag auf das Skoda Drive Portal werden die Daten zudem detailliert ausgewertet und grafisch aufbereitet. Ebenfalls nur mit Columbus funktioniert die Media Control App (80 Euro). Sie erlaubt es per Tablet-PC oder Telefon auch aus der zweiten Reihe Klimaanlage, Navigation oder Radio zu bedienen. Ein optionaler Halter aus dem Skoda-Zubehör fixiert das Tablet an der Kopfstütze des Vordermannes oder auf der Mittelarmlehne. Diese Art der Autonomie passt ganz zum Selbstverständnis des großen Skoda als Chauffeurauto. Superb abgerundet wird so viel Noblesse mit der Dreizonen-Klimaautomatik (250 Euro) und der elektrischen Verstellung des Beifahrersitzes aus dem Fond (60 Euro, ab "Style").
Weitere Infos zum Skoda Superb und seinen wichtigsten Konkurrenten finden Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.
Fazit
Mit seinem klaren Design, den überwiegend guten VW-Motoren und der zeitgemäßen Konnektivitätsausstattung hat der Superb III durchaus das Zeug zum Mittelklasse-Überflieger. Die Ausstattungsoptionen erlauben den weiten Spagat vom Fahrer- übers Familien- bis zum Chauffeurauto. Aber nicht alles, was in Böhmen funkelt, ist gleich Bleikristall – der lange Radstand, der für den Platz im Fahrzeuginneren sorgt, lässt das komfortable Fahrwerk gelegentlich eintauchen. Die emblematischen "Simply-Clever-Ideen" sind leider nicht konsequent für die ganze Superb-Modellpalette zu haben. Und: Flottenemission hin oder her – ein besonderer, emotionaler Motor wie der VR6 des Vorgängers würde dem Superb auf Wunsch eben einen besonderen Zauber verleihen.
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