SUV-Boom: Probleme mit der CO2-Bilanz
CO2-Probleme durch SUV-Boom

–
Geländelimousinen finden immer mehr Fans. 2020 könnte jeder dritte Neuwagenkauf in Deutschland aufs SUV-Konto gehen. Das bringt die C02-Ziele in Gefahr.
(dpa) Der Käuferansturm auf die sportlichen Geländelimousinen (SUVs) könnte den Autobauern hierzulande laut einer Studie Probleme bei der Umweltbilanz ihrer Flotten einbrocken. Das noch junge Segment der SUVs dürfte in Deutschland bereits bis 2020 jeden dritten Neuwagen ausmachen, wie eine jetzt vorgestellte Analyse des Car-Instituts an der Uni Duisburg-Essen feststellt. Demzufolge kamen die Geländelimousinen 2012 schon auf 16 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen. 2009 waren es mit rund 275.000 SUVs (englisch für Sport Utility Vehicle) erst sieben Prozent gewesen. Die Kehrseite der Medaille: Mehr SUV-Anteil in den Verkaufszahlen der Autobauer könnte der Vorgabe zuwiderlaufen, den CO2-Ausstoß für die Flotten der Konzerne künftig merklich zu senken. Der Leiter des Car-Instituts, Professor Ferdinand Dudenhöffer, erklärt dazu: "SUVs sind schwerer, haben einen höheren Luftwiderstand, sind stärker motorisiert – sprich verbrauchen mindestens 25 Prozent Treibstoff mehr als die konventionellen Fließ- und Stufenheckfahrzeuge."
CO2-Flottenbilanz: Die saubersten Marken 2012

Der VW Tiguan zählt zu den meist verkauften SUV in Deutschland.
Bild: Ronald Sassen
Streit um neue CO2-Grenzwerte: "Kein Kleinwagen-Zwang"

Daimlers Finanzvorstand Bodo Uebber hätte bei Mercedes gern ein kleines SUV wie den BMW X1 im Programm.
Bild: Raetzke
Service-Links