Suzuki Swift Diesel/SX4 Limousine
Nippons Lückenfüller

Suzuki ist einer der wenigen Hersteller, die 2007 auf dem deutschen Markt zugelegt haben. Swift Diesel und SX4 Limousine sollen 2008 das i-Tüpfelchen bringen – autobild.de ist das Duo gefahren.
- Stephan Bähnisch
Der Swift bedeutete 2005 einen Meilenstein für Suzuki: Der Kleinwagen sollte die neue Produktoffensive der Japaner begründen und dafür sorgen, dass die Marke außerhalb ihres Heimatmarktes wieder zu alter Stärke zurückfindet. Operation gelungen. In Deutschland macht der fesche Kleine immerhin 40 Prozent der 36.000 Verkäufe im Jahr 2007 aus. Was bisher fehlte, war ein Diesel und – wegen des gelegentlich bei voller Beladung auskeilenden Hecks – der Schleuderschutz ESP. Beides ist jetzt erhältlich. Für Sparfüchse kann der Selbstzünder durchaus eine Alternative sein. Er ist eine Weiterentwicklung eines alten Motors aus der Kooperation zwischen General Motors und Fiat und holt aus 1,3-Liter Hubraum 75 PS. Das reicht für 165 km/h Spitze, dank 190 Newtonmetern maximalen Drehmoments gelingt der Spurt auf Tempo 100 in 10,7 Sekunden zügig. Wichtiger dürfte den Kunden allerdings sein, dass der Swift DDiS mit 4,5 Litern Diesel auf 100 Kilometern an Zapfsäule knausert und bescheidene 120 g/km CO2 in die Atmosphäre bläst. Zusätzlich Rückenwind für ein gutes Gewissen birgt der serienmäßige Partikelfilter. Nach dem Kaltstart leugnet der Diesel seine Technik erstmal nicht, er nagelt hörbar und unter Teillast dröhnt er vernehmlich. Erst einmal warmgefahren, brummt er zwar immer noch, zieht aber ordentlich durch und wird auf der Autobahn von den Windgeräuschen übertönt. Das zusätzliche Gewicht auf der Vorderachse lässt den Diesel-Swift nicht ganz so zackig einlenken wie die Benziner, trotzdem bleibt der Japaner ein Kurvenjäger par exellence.
Der Preis ist nicht heiß

SX4-Limousine: für Platz- und Preisbewusste

Wahl ohne Qual: eine Ausstattung, ein Motor
In Deutschland ist die Limousine nur in der Comfort-Ausstattung inklusive Spoilerkit, 15-Zoll-Alus, vier elektrischen Fensterhebern, CD-Radio, sechs Airbags sowie ESP erhältlich. Als Antrieb dient der bekannte 1,6-Liter-Benziner mit 107 PS, der für ausreichende Fahrleistungen sorgt. 180 km/h Höchstgeschwindigkeit und eine Beschleunigung auf Tempo 100 in 10,7 Sekunden stehen auf der Agenda, den Verbrauch beziffert Suzuki auf 6,8 Liter. Die Limousine sei ein Angebot für preisbewusste Kunde, sagen die Marketing-Strategen. Ein echtes Schnäppchen ist der Japaner mit einem Preis von 16.900 Euro trotzdem nicht, obwohl der Kunde im Vergleich zum SUV 900 Euro spart und dafür mehr Auto bekommt. Auf Wunsch liefert Suzuki die Limousine gegen 1300 Euro Aufpreis mit einer antiquierten Vierstufen-Automatik, die Schwung raubt und den Verbrauch (7,6 Liter) steigen lässt. 1800 Stufenhecks will Suzuki 2008 in Deutschland verkaufen.
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