Am 1. Juli 2003 gründen Marc Tarpenning und Martin Eberhard das Start-up "Tesla Motors". Firmensitz: 1050 Bing Street, San Carlos, Kalifornien. Ein unscheinbares, kleines Gebäude mit Werkstattgarage, in die gerade mal zwei Autos passen. 
AUTO BILD-Reporter Hauke Schrieber besucht Tesla als erster ausländischer Journalist im März 2007. Und seitdem immer wieder. 2011 trifft er Elon Musk unter vier Augen. Und ist bei Weltpremieren vor Ort. Hier lüftet er die letzten 20 Geheimnisse des wertvollsten Autobauers der Welt.

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Geheimnis Nummer 1: Der erste Tesla, der Ur-Roadster auf Basis des Lotus Elise, bekommt den Codenamen Dark Star. Unter dem Codenamen White Star wird das Model S entwickelt. Das Model 3 heißt bereits 2007 intern Blue Star.
Geheimnis Nummer 2: Der erste Tesla-Boss Martin Eberhardt hat anfangs vor, das Model S auch mit Benzinmotor als Reichweiten-Verlängerer anzubieten. Die Kunden sollten die Wahl haben. Doch daraus wird nichts.
Tesla Model S
Hybride: Das Model S sollte es auch mit Benzinmotor als Reichweitenverlängerer geben. Die Idee wurde wieder verworfen.
Bild: Werk

Geheimnis Nummer 3: Nach Martin Eberhardt hat Tesla zwischen 2007 und 2008 zwei Bosse, Michael Marks und Ze'ev Drori. Erst dann übernimmt Elon Musk als CEO.
Geheimnis Nummer 4: Mit 20.000 US-Dollar in einer Reisetasche fährt ein Tesla-Mitarbeiter 2007 nach Tijuana (Mexiko), um dort einen Smart zu kaufen. Den bauen sie auf E-Antrieb um und bringen so Daimler dazu, in Tesla zu investieren.
Geheimnis Nummer 5: Im Jahre 2009 steigt Daimler mit 50 Millionen US-Dollar für 9,1 Prozent der Anteile an, rettet so Tesla vor dem Bankrott. Wenige Monate später verkaufen die Deutschen 40 Prozent ihrer Anteile an einen Großaktionär aus Abu Dhabi. Die restlichen Anteile werden 2014 für rund 780 Millionen US-Dollar abgegeben. Das gesamte Investment wäre heute rund 80 Milliarden US-Dollar wert.
Geheimnis Nummer 6: Am 29. Juni 2010 ging Tesla an die Börse. An der Wall Street kostete eine Aktie 17 US-Dollar. Wer damals 10.000 US-Dollar investierte, hätte heute, durch die Aktiensplits, rund 2,64 Millionen US-Dollar.
Geheimnis Nummer 7: Am 1. Oktober 2011 zeigt Tesla ausgewählten Journalisten eine Vorserien-Version des Model S. Reporter Schrieber darf die Türgriffe nicht anfassen, weil sie bei der leichtesten Berührung abgefallen sind.
Geheimnis Nummer 8: Schon 2011 prophezeit Elon Musk gegenüber AUTO BILD: "Noch vor 2030 wird die Hälfte der weltweit gebauten Autos rein elektrisch fahren."
Geheimnis Nummer 9: Am 6. Februar 2018 schießt Elon Musk einen alten Tesla Roadster mit der ersten SpaceX-Rakete ins All. Dort schwebt das Auto heute noch! Der "Pilot" am Lenkrad heißt Starman. Die genaue Lage im All kann unter whereisroadster.com verfolgt werden.
Tesla Roadster im All
Hoch hinaus: Seit Februar 2018 fliegt ein Tesla Roadster durchs All. Er diente als Nutzlast für den Jungfernflug der Falcon Heavy-Rakete.
Bild: Space X

Geheimnis Nummer 10: Musk will, dass aus den Buchstaben der ersten vier Modelle das Wort SEXY entsteht. Doch Ford hält die Rechte am E und gibt sie nicht ab. Auch drei waagerechte Striche übereinander scheitern – diesmal am Veto von Adidas. Deshalb bekommt das neue Modell die Bezeichnung "3" – und "sexy" wird bei Tesla S3XY geschrieben.
Geheimnis Nummer 11: Das von Tesla "Autopilot" genannte, ausschließlich auf Kameras basierende, automatisierte Fahren ist lediglich "Level 2+" – Mercedes-Benz ist mit Level 3 schon weiter.
Tesla Model Y
Hände weg vom Lenkrad: AUTO BILD-Redakteur Hauke Schrieber cruist mit dem Tesla-"Autopilot". Das System ist aber nur "Level 2+".
Bild: D. Byrne / AUTO BILD

Geheimnis Nummer 12: Als Elon Musk eines Tages auf dem Weg vom Tesla-Design-Center in Los Angeles zum Airport gefahren wird, steht er lange im Stau. Er denkt sich: Man bräuchte einen Tunnel mit Fahrstühlen nur für Autos – und gründet die Boring Company. Ein Wortspiel! Das Unternehmen heißt übersetzt "Bohr-Firma" oder "langweilige Firma". Der erste Tunnel ist heute schon in Las Vegas im Einsatz.
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Geheimnis Nummer 13: Als Musk 2013 erstmals den Axel-Springer-Verlag in Berlin besucht, erklärt er, ein Ticket für einen Touristenflug zum Mars dürfe nicht mehr als 500.000 US-Dollar kosten.
Geheimnis Nummer 14: Im Ur-Roadster, von dem 2500 Stück gebaut werden, stecken 6831 Akku-Zellen, die auch in Laptops verbaut waren.
Geheimnis Nummer 15: Tesla-Chefdesigner Franz von Holzhausen verrät AUTO BILD schon 2012, dass man an einem elektrischen Pick-up arbeite. In diesem Jahr, elf Jahre später, soll der Cybertruck endlich auf den Markt kommen.
Tesla Cybertruck
Was lange währt: Schon seit 2012 arbeitet Tesla an einem elektrischen Pick-up. 2023 soll der "Cybertruck" endlich auf den Markt kommen.
Bild: Tesla

Geheimnis Nummer 16: Außerhalb von Austin (Texas) ist eine Tesla-Wohnanlage entstanden. Im Easton Park-Wohnprojekt haben die Häuser Tesla-Solarstrom-Dächer und Tesla-Power-Wall-Heimspeicher für den Ökostrom aus den Tesla-Solarpanels. 20 Autominuten entfernt befindet sich Teslas Gigafactory.
Geheimnis Nummer 17: Tesla heißt erst seit 2017 Tesla. Zuvor lautet der Firmenname Tesla Motors. Aber weil die Firma mehr als nur Autos anbieten will (z. B. auch Solaranlagen), ändert Musk den Namen nach Vorbild von Apple (zuvor: Apple Computer Company).
Geheimnis Nummer 18: Das Firmenlogo stellt kein T dar, sondern den Querschnitt eines Elektromotors.
Tesla Model 3
Gutes Design: Das Tesla-Logo stellt den Querschnitt durch einen E-Motor dar. Man kann darin aber natürlich auch ein T sehen.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD

Geheimnis Nummer 19: Musk ist ein größerer Fan von Erfinder und Ingenieur Thomas Edison als von Physiker und Elektro-Ingenieur Nikola Tesla, nach dem seine Firma benannt wurde.
Geheimnis Nummer 20: Musk will auf dem Mars sterben. Seine Asche soll anschließend im All verstreut werden.