Das überdimensionale Display im Cockpit ist eines der Markenzeichen von Elektroauto-Pionier Tesla. Wie mehrere Fachportale aus den USA berichten, gibt es genau damit bei einigen älteren Modellen erheblichen Ärger. Demnach wird der große Touchscreen an der Mittelkonsole bei einigen Model S und Model X schwarz und unbedienbar, die Nutzung von Navi und Klimaanlage wird ebenso unmöglich wie das Laden. Laut Business Insider wird das Thema schon seit einiger Zeit von Kunden und Experten in Online-Foren und sozialen Medien heiß diskutiert. Auch Tesla-Chef Elon Musk äußerte sich auf Twitter und gab dem Werkstätten-Techniker Jason Hughes von 057 Technology gegenüber indirekt ein Schuldeingeständnis ("Jetzt sollte es besser sein.").

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Lösung heißt Komplettaustausch

Grund für den Ärger ist der Bordcomputer, genauer: ein überlastetes eMMC-Flash-Speichermodul (embedded Multi Media Card). Dieses sitzt auf einer Platine namens MCUv1 (Media Control Unit) und wird beim Benutzen des Display mit Log-Dateien vollgeschrieben. Einem ausführlichen Protokoll der Aktivitäten also, das laut Hughes jedoch "für Serienfahrzeuge so gut wie nutzlos" ist. Da die eingebettete Software (Firmware) immer größer geworden sei, konkurriere daher die Firmware mit Protokollen um Speicherplatz auf dem Modul – was zu den genannten Ausfällen führt. Betroffen sind etwa vier Jahre alte Tesla Model S und Model X, eine genaue Altersangabe und Anzahl der betroffenen Autos ist jedoch schwierig. Ohne Garantie kann eine Lösung des Problems eine teure Angelegenheit werden. Denn die heißt Ausbau und Ersetzen der gesamten MCU-Einheit, die Rede ist von Kosten von bis zu 1800 Dollar (gut 1600 Euro).

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Gebrauchtwagen-Test Tesla Model S
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