Der Öko im Geiste trägt heute gern Designerjeans. Auf Toyota übertragen heißt das: Wem der Prius zu Müsli und der Corolla zu Mainstream ist, der landet beim C-HR. Auf gleicher technischer Basis bietet der schräge Crossover neben ungewöhnlicher Optik auch eine interessante Motorenauswahl. Zum kleinen Turbobenziner gesellen sich mittlerweile zwei Hybride. Doch welcher spart am besten, ohne den Spaß auszugrenzen?

Der stärkste ist auch der beste C-HR

Toyota C-HR
Klare Sache: Der Zweiliter-Hybrid fährt in unserem Vergleich vorne – er bietet einfach am meisten.
Der vielversprechendste Kandidat heißt dabei 2.0 Hybrid. Das neue, größere Doppelherz bringt es auf eine Systemleistung von 184 PS (Benziner 152 PS/E-Maschine 109 PS) und entsprechende Fahrleistungen. Doch das ist es nicht allein. Gegenüber dem 1.8er Hybrid fährt sich der Zweiliter auch angenehmer. Den von uns oft bemängelten Gummiband-Effekt gibt es immer noch, aber spürbar gemildert. Wer beherzt Gas gibt, erntet immer noch einen aufjaulenden Vierzylinder, spürt aber auch kaum verzögert ordentlichen Schub. Das wirkt, als hätte Toyota das Gummiband gestrafft. Der 1.8 Hybrid mit seinen 122 PS Systemleistung (Benziner 98 PS/ E-Maschine 72 PS) kann da jedenfalls nicht mithalten. Gefühlt müht er sich noch viel länger als die versprochenen elf Sekunden bis Tempo 100, mehr als 170 km/h schnell geht's nicht. Die Kraftentfaltung wirkt dabei indirekt und zögerlich – Spaß geht anders.
Immerhin holt sich der kleine Hybrid auf unserer Testrunde mit 5,6 l/100 km die Knauser-Krone. Allerdings schluckt der starke Hybrid mit 5,8 Litern kaum mehr. Starke Sparansagen, die dem 1.2 Turbo letztlich die Tour vermasseln. Der mit 116 PS Schwächste im Bunde kann zumindest mit dem 1.8 Hybrid mithalten, fährt auf der Autobahn beiden Doppelherzen davon – genehmigt sich aber auch üppige 7,3 Liter. Autsch, trotz deutlichem Preisvorteil steigen die Kilometerkosten damit auf 52 Cent. Genauso viel wie beim 1.8, nur ein Cent weniger als beim 2.0er. Das gönnen sich auch Ökos. Der AUTO BILD-Kauftipp: Toyota C-HR 2.0 Hybrid – in der Anschaffung teurer, im Alltag aber kaum. Und er fährt am besten.

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Toyota C-HR
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Kamera
Toyota C-HR im Antriebsvergleich

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Stefan Novitski