In den vergangenen 20 Jahren hat sich Toyota vor allem durch den Hybridantrieb einen Namen gemacht. Erst spät öffneten sich die Japaner für die Plug-In-Hybriden und schließlich auch für Elektromodelle. Das soll sich in den nächsten Jahren deutlich ausweiten.
Der nach Absatzzahlen weltgrößte Automobilhersteller will offenbar die Führung in der Batterietechnologie und -versorgung übernehmen. Das vermutet Bakar Sadik Agwan, Senior Automotive Consulting Analyst bei Global Data: "Toyota investiert in die Entwicklung und Herstellung einer kompletten Palette von Batterien, um die Massenproduktion von Elektrofahrzeugen voranzutreiben und sein Ziel zu erreichen, bis 2030 acht Millionen E-Fahrzeuge zu verkaufen und bis 2050 kohlenstoffneutral zu sein." Bis 2025 plane das Unternehmen 15 batteriebetriebene Autos (BEVs) auf den Markt zu bringen (dies sind die Verbrenner-Ausstiegsstrategien der großen Hersteller).
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Toyota will die durchschnittlichen CO2-Emissionen seiner Neuwagenflotte bis 2050 im Vergleich zu 2010 um 90 Prozent senken. Anders als bei den meisten Wettbewerbern spielen dabei Brennstoffzellenfahrzeuge eine nennenswerte Rolle. Der weltweite Absatz der alternativ angetriebenen Autos soll zukünftig mehr als 30.000 Einheiten pro Jahr ausmachen. In seinem Heimatland Japan will das Unternehmen jeden Monat mindestens 1000 FCV verkaufen.

Toyota will Batteriekosten deutlich senken

Zu Toyotas Plänen für die nächsten zehn Jahre gehörten die Verbesserung der derzeitigen Lithium-Ionen-Batterietechnologie, um Risiken wie Brände zu verringern und die Lebensdauer zu erhöhen, so Bakar Sadik Agwan. Außerdem solle an Materialien und Strukturen gearbeitet werden, um die Kosten der Batterie pro Fahrzeug um 50 Prozent zu reduzieren. Toyota plane mit Partner Panasonic auch die Kommerzialisierung von Festkörperbatterien der nächsten Generation.

Toyota bZ4X als Elektro-Vorreiter mit e-TNGA-Plattform

Toyota E-SUV
Die e-TNGA-Plattform ist Basis für Toyotas neue Elektro-Baureihe bZ (Beyond Zero).

Groß sind die Erwartungen an den Toyota bZ4X (Foto oben), ein neues Mittelklasse-Crossover mit Elektroantrieb, das in verschiedenen Versionen nahezu weltweit ausgerollt werden soll. Es basiert auf der neuen e-TNGA-Plattform für Elektrofahrzeuge, die sich an viele unterschiedliche Produkttypen anpassen lässt. Die neue Architektur bietet eine hohe Flexibilität, auch für die Antriebsarten: Sowohl Vorderrad- als auch Hinterrad- und Allradantrieb sind möglich. Mit dem breiten Leistungsspektrum bei Batterien und Elektromotoren lassen sich zudem unterschiedliche Fahrzeugtypen und Nutzungsprofile abdecken.

Von

Patrick Solberg