Preis und Marktstart: Toyota startet Online-Reservierung für den bZ4X

Toyota will bis zum Jahr 2050 CO2-neutral werden. Um das zu schaffen, reicht der bisherige Kurs mit Wasserstoff und Hybridisierung nicht aus. Deshalb wollen die Japaner bis 2025 15 neue Elektroautos auf den Markt bringen, davon sieben aus der neu lancierten Elektro-Baureihe "bZ". Das Kürzel steht für "beyond Zero", was das Streben nach lokaler Emissionsfreiheit ausdrücken soll.
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Den Anfang macht der bZ4X. Das SUV im RAV4-Format wurde zusammen mit Subaru entwickelt und soll ab Juni 2022 auf den Markt kommen. Jetzt sind die Preise raus: Los geht es bei 47.490 Euro. Davon geht aber noch die Umweltprämie ab. Interessierte können das Auto bis zum 31. März 2022 kostenfrei und unverbindlich hier online reservieren, bevor ab April der Vorverkauf startet.

Optik: Der elektrische bZ4X führt die kantige SUV-Designsprache fort

Der bZ4X steht auf Toyotas neuer e-TNGA-Plattform für Elektrofahrzeuge, die auch Subaru nutzen wird. Der Crossover führt die kantige Designsprache der Toyota-SUVs fort. Durch die schwarze Kontrastlackierung an Dach und Kotflügeln wirkt er aber deutlich bulliger. Die Heckscheibe fällt flacher ab als bei anderen Modellen, insgesamt baut der bZ4X ganze 85 Millimeter niedriger als der RAV4.
Bei ähnlichen Karosserie-Dimensionen wird er einen um 160 Millimeter längeren Radstand und merklich mehr Platz bieten als der RAV4, was auch den kurzen Überhängen zu verdanken ist.
Toyota BZ4X
Dank langem Radstand und kurzen Überhängen soll es im Innenraum besonders geräumig zugehen.
Abmessungen im Überblick:
• Länge: 4690 mm
• Breite: 1860 mm
• Höhe: 1600 mm
• Radstand: 2850 mm
• Kofferraumvolumen: 452 Liter

Innenraum: Futuristisches Lenkrad im Tesla-Stil ist ab 2023 erhältlich

Im Innenraum wartet der bZ4X mit einigen interessanten Lösungen auf. Am auffälligsten ist wohl das an Tesla erinnernde Lenkrad, das es in Verbindung mit der "Steer-by-Wire"-Technologie serienmäßig geben wird. Seine rechteckige Form soll das luftige Raumgefühl unterstreichen und den Blick auf das digitale Instrumentendisplay verbessern.
Wie Toyota gegenüber AUTO BILD allerdings bestätigte, wird das Lenkrad nicht vor 2023 in Deutschland erhältlich sein. Die Kunden werden hierzulande daher noch auf das konventionelle, runde Volant zurückgreifen müssen.
Toyota bZ4X Concept
Wie im bZ4X Concept gezeigt wird, geht das eckige Lenkrad auch in Serie. Nach Deutschland kommt es aber zunächst nicht.
Außerdem sitzt mittig auf dem Armaturenbrett ein großes Digitaldisplay mit darunter angebrachten Touchflächen für die Klimabedienung. In der Mittelkonsole finden sich einige Knöpfe sowie ein Drehregler, der zur Einstellung der Fahrprogramme dient. Unterhalb des schwebenden Mitteltunnels gibt es ein großes Ablagefach. Der mit einem höhenverstellbaren Boden ausgerüstete Kofferraum fasst je nach Ausstattung bis zu 452 Liter bei aufrechter Rückbank.

Ausstattung: Toyotas neue Assistenz-Funktionen für mehr Sicherheit

Mit dem vollelektrischen bZ4X debütiert auch die dritte Generation von "Toyota Safety Sense". Ein engmaschiges Netz aus Assistenz- und Sicherheitssystemen soll dank neuer Funktionen noch mehr Schutz bieten. Ein erweitertes "Pre-Collision-System" erkennt entgegenkommende oder einscherende Fahrzeuge schneller, passt die Geschwindigkeit entsprechend an und leitet notfalls ein Bremsmanöver ein. Um dabei immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben, kann sich die Software mittels "Over-the-air"-Updates zudem kontinuierlich aktualisieren und verbessern.

Antrieb und Reichweite: Bis zu 450 Kilometer nach WLTP sind drin

Den bZ4X soll es zunächst mit zwei Antriebs-Optionen geben, eine mit Front- und eine mit Allradantrieb. Beide Varianten ziehen ihren Fahrstrom aus einem 71,4 kWh großen Akku. Abhängig von der Motorisierung ist damit eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern laut WLTP drin, die sich ähnlich wie beim Hyundai Ioniq 5 durch optionale Solarpanels anstelle eines Panoramadaches noch erweitert lässt. Dank der 150-kW-Schnellladetechnik soll der Japaner in rund 30 Minuten auf 80 Prozent geladen werden können.

Optionaler Allradantrieb in Zusammenarbeit mit Subaru

Wer sich für die Frontmotor-Version entscheidet, der bekommt eine E-Maschine mit 150 kW (204 PS) und maximal 265 Nm Drehmoment. Damit erfolgt der Sprint auf Landstraßentempo in 8,4 Sekunden. Für mehr Geländegängigkeit gibt es eine in Zusammenarbeit mit Subaru entwickelte Allradversion mit 160 kW (218 PS) und 336 Nm, die bereits nach 7,7 Sekunden die 100-km/h-Marke knackt.
Unabhängig von der Motorisierung ist bei 160 km/h Schluss. Ob noch weitere Motorvarianten folgen, gibt Toyota aktuell nicht bekannt. Die e-TNGA-Plattform selbst hat aufgrund ihrer flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten aber das Potenzial für weitere Antriebe.

Technische Daten im Überblick

bZ4X FWD
bZ4X AWD
Abzweigung
Motor
Abzweigung
Abzweigung
Leistung
Abzweigung
Abzweigung
Max. Drehmoment
Abzweigung
Abzweigung
Antrieb
Abzweigung
Abzweigung
0-100 km/h
Abzweigung
Abzweigung
Höchstgeschwindigkeit
Abzweigung
Abzweigung
Batteriekapazität
Abzweigung
Abzweigung
Stromverbrauch nach WLTP*
Abzweigung
Abzweigung
elektrische Reichweite nach WLTP*
Abzweigung
Elektromotor, vorne
150 kW (204 PS)
265 Nm
Frontantrieb
7,5 s
160 km/h
71,4 kWh
16,7 - 14,4 kWh/100 km
442 - 513 km
Elektromotor, vorne & hinten
160 kW (218 PS)
336 Nm
Allradantrieb
6,9 s
160 km/h
71,4 kWh
18,0 kWh/100 km
415 km

Fahrbericht: Der bZ4X ist nichts für sportliche Fahrer

Für Sportfahrer eignet sich der bZ4X weniger, auch wenn die beiden E-Motoren so spontan, geschmeidig und kräftig losziehen, wie man das von modernen E-Autos erwartet: Die Lenkung geht leicht, fühlt sich künstlich an und verzichtet auf jede echte Rückmeldung von der Fahrbahn. Das Fahrwerk bemüht sich um samtiges Abrollen, vermeidet pseudosportliche Härte.
Toyota BZ4X
Der bZ4X soll auch im Gelände überzeugen. Bei der Abstimmung half Subaru, bei denen das SUV Solterra heißt.

In Zusammenarbeit mit Allradspezialist Subaru (wo das SUV Solterra heißt) wurde der bZ4X so abgestimmt, dass er im Matsch alle anderen E-SUVs übertrifft. In der zweiten Stufe des X-Mode wühlt sich der bZ4X trotz fein profilierter 20-Zoll-Straßenreifen tapfer durch. Und lässt beim Aussteigen die Hosenbeine sauber: Die Türschweller sind von den darübergreifenden Türen geschützt. Weitere Infos zum Toyota bZ4X finden Sie hier.

Von

Thomas Rönnberg
Sebastian Friemel