Toyota GR GT: neuer Supersportwagen
Toyota GR GT: Des Supras großer Bruder kommt mit V8
Toyota GR GT
Toyota zeigt endlich seinen kommenden Supersportwagen GR GT – und die Zutaten klingen mehr als vielversprechend. Es gibt nur einen kleinen Haken!
Bild: Toyota Motor Corporation
Das Warten hat ein Ende! Toyota zeigt seinen brandneuen Supersportwagen – und die beste Nachricht ist: Der GR GT geht mit einem V8-Biturbo an den Start. Erster Check!
Auch wenn der kantige GR GT bereits serienreif aussieht, reden die Japaner aktuell noch von einem Prototyp. Um die Vorfreude weiter zu steigern, hat Toyota aber schon einmal die Leistungsdaten verraten – und die lassen Großes erwarten.

Das Heck des Toyota GR GT wirkt zerklüftet, kommt aber ohne feststehenden Flügel aus.
Bild: Toyota Motor Corporation
650 PS und über 320 km/h Topspeed
Der große Bruder des Supra – und späte Nachfahre des legendären 2000 GT – wird ein Hybrid. Das Herzstück bildet ein vollkommen neu entwickelter V8-Biturbo, der von einem Elektromotor unterstützt wird. Für den 3998 cm³ großen Achtzylinder hat Toyota alle Register gezogen, setzt beispielsweise auf Trockensumpfschmierung und ein heißes V mit innenliegend verbauten Turboladern. Ziel sind mindestens 650 PS und 850 Nm Systemleistung. Die angepeilte Höchstgeschwindigkeit wird optimistisch mit über 320 km/h angegeben.
Doch wenn es nach Toyota geht, sind die reinen Zahlen beim GR GT eher Nebensache, stattdessen soll ein involvierendes Fahrerlebnis an erster Stelle stehen. Und wer schon mal einen GR Yaris oder zuletzt einen GR Supra A90 Final Edition gefahren ist, weiß, dass Toyota den Dreh raushat. So flossen viele Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Motorsport in die Entwicklung mit ein. Und um zu untermauern, wie nah der GR GT am Rennsport ist, wurde auch gleich der entsprechende Rennwagen GR GT3 auf dem Fuji Speedway enthüllt.

Parallel zum Straßenauto entwickelt Toyota bereits die Rennversion GR GT3.
Bild: Toyota Motor Corporation
Carbonkeramikbremsen und Semislicks
Zurück zur Straßenversion des GR GT: Besonders wichtig war es dem GR-Team, einen niedrigen Schwerpunkt und eine ausgewogene Gewichtsverteilung zu erzielen. Zum Einsatz kommen ein Alu-Space-Frame mit großen Gussknoten, verschraubten Profilen sowie Karosserieteile aus CFK und Carbon. Das Zielgewicht soll bei maximal 1750 Kilo liegen.
Die neue Achtstufenautomatik rückt dank Transaxle-Bauweise mit einer extrem steifen Carbon-Torque-Tube weit ins Heck und verzichtet auf einen Wandler. Stattdessen wird die Kraft über eine nasse Kupplung und den Elektromotor an die Räder geschickt. Toyota verspricht extrem kurze Schaltzeiten – nahe denen eines GT-Renngetriebes. Die Gewichtsverteilung soll 45:55 betragen. Zutaten wie von Brembo entwickelte Carbon-Keramikbremsen und Michelin-Sport-Cup-2-Reifen mit spezieller GT-Kennung klingen sehr vielversprechend. Vorn haben die 20-Zöller das Maß 265/35, hinten füllen satte 325/30 die Radhäuser.

Offiziell spricht Toyota beim GR GT noch von einem Prototyp, dabei sieht der Innenraum serienreif aus.
Bild: Toyota Motor Corporation
Das Design ist sehr eigenständig. Auf den Fotos wirkt der Supersportwagen bullig und breit, gleichzeitig aber nicht überzeichnet. Die Frontpartie ist gestreckt, die Fahrgastzelle weit nach hinten versetzt und beim Prototyp schwarz abgesetzt, sodass der nur 1,20 Meter flache GT noch niedriger wirkt. Auf wilde Spoiler wurde bewusst verzichtet.
Kein ausladender Flügel
Ziel war es, eine funktionale Aerodynamik zu erzielen, wozu Experten aus dem eigenen WEC-Team zu Rate gezogen wurden. Aus diesem Grund konnte auf einen feststehenden Flügel am Heck verzichtet werden. Stattdessen besitzt der GR GT eine prägnante Abrisskante oberhalb des durchgängigen Leuchtenbands. Die vier Endrohre sind in den Diffusor integriert und leicht in die Mitte versetzt. Toyota verspricht einen Rennwagen-inspirierten Klang.

AUTO BILD hatte bereits die Möglichkeit im GR GT probezusitzen: Vor allem die tiefe Sitzposition konnte überzeugen.
Bild: Toyota Motor Corporation
AUTO BILD hatte die Möglichkeit, schon im GR GT Platz zu nehmen: Innen bleibt der Supersportwagen sachlich und fahrerorientiert. Tiefe Sitzposition, klare Blickachse, wenig Schalter. Alles, was ablenkt, wurde konsequent weggelassen. Das Fahrerdisplay liegt gut im Sichtfeld, viele Bedienelemente rücken ans Lenkrad. Und doch soll der GR GT im Alltag funktionieren: Klimaanlage, Infotainment und sogar etwas Dämmung sind vorgesehen. Dennoch sollen diese Komfort-Zulagen das puristische Gesamtgefühl nicht verwässern.
Die hoch aufbauende Mittelkonsole vermittelt leichte LFA-Vibes – was sicherlich kein Zufall ist, denn zeitgleich mit dem GR GT und dem GR GT3 hat Lexus mit dem LFA Concept einen Ausblick auf einen elektrischen LFA-Nachfolger gegeben.
Serienversion soll 2027 kommen
Auffällig im vom roten Leder und Alcantara dominierten Innenraum des GT ist, dass es kein Toyota-Logo zu geben scheint. Stattdessen prangt auf dem Pralltopf des Lederlenkrads mit Zwölf-Uhr-Markierung ein GT-Schriftzug. Und bei allen sportlichen Ambitionen sollte auch die Übersichtlichkeit nicht vernachlässigt werden – es ist ja schließlich ein Toyota.
Schade, dass Toyota uns noch auf die Folter spannt, denn auch wenn das gezeigte Auto serienreif aussieht, sind sie noch mittendrin in den Tests. Die Serienversion des Toyota GR GT soll erst 2027 kommen. Das Warten hat also doch noch kein Ende.
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