Volvo XC90: Kaufberatung
Gesucht: Der beste XC90

Der XC 90 ist ein Wagnis für Volvo, weil Technik und Design die Richtung für die nächsten Jahre vorgeben. Die Kaufberatung benennt die Stärken und Schwächen des großen Volvo.
- Andreas Of
Das ist nicht mehr der Volvo des Erdkundelehrers. Mit weichen Kanten, Hybridantrieb und vernetzter Elektronik fährt hier die Zukunft vor. Und das ist konkret so gemeint, dass mit dem XC90 tatsächlich die Zukunft der Marke Volvo beginnt: Seine neue Architektur und Formensprache nimmt S90 und V90 vorweg – der Kombi hatte seine Premiere während des Genfer Autosalons 2016 und kommt im Sommer zu uns. Widmen wir uns dem, was wir haben, also dem XC90. Mit dessen Verkaufszahlen ist Volvo bisher zufrieden, das SUV erhielt gute Kritiken und konnte im März sogar beinahe den Car of the Year Award gewinnen.
Überblick: Alles News und Tests zum Volvo XC90
Hybrid: Mit vollen Akkus sind neun Litern drin
Video: Volvo XC90 (2015)
Schloss auf Rädern
Von 0 auf 100 wie ein Porsche Cayman

Der Hybrid hat keinen echten Allradantrieb, die Hinterachse ist ausschließlich elektrisch angetrieben.
Bild: Lena Willgalis
Diesel: Doppelte Aufladung hilft auf die Sprünge
Die beiden Diesel D4 und D5 bringt eine Biturboaufladung auf ihre Leistung von 190 und 225 PS. Die doppelte Aufladung harmonisiert die Kraftabgabe und füllt das Turboloch. Den Rest an Ansprechverzögerung verschleift die serienmäßige Wandlerautomatik. So legt der XC90 trotz seines Gewichts lässig los. Nur ab 160 km/h oder an Autobahnsteigungen könnte ein größeres Hubvolumen helfen. Doch hohe Reiseschnitte sind auch mit den zwei Litern Hubraum ohne Weiteres möglich, auch mit voller Beladung wirkt der D5 souverän. Das gilt wegen des Allradantriebs vor allem auf Nässe, Schnee oder im Anhängerbetrieb. Der D5 hat im Gegensatz zum D4 Turbolader mit verstellbarer Turbinengeometrie; so kann der Lader fixer ansprechen, ohne dass er sich bei hoher Last verschluckt. Dem D4 wiederum hilft eine kürzere Achsübersetzung auf die Sprünge, dazu ist er 30 Kilo leichter. Ein Unterschied im Temperament ist dennoch spür- und vor allem messbar. Wer weder häufig zügige Autobahnetappen zurücklegt noch Anhänger von matschigen Wiesen zieht, kann den 4000 Euro günstigeren D4 kaufen.
Stauassistent kann Lenkrad bald bis 130 km/h übernehmen

Das Fahrerassistenz-Paket erkennt an Kreuzungen auch den Gegenverkehr.
Bild: Werk
Weitere Infos zum Volvo XC90 und seinen wichtigsten Konkurrenten finden Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.
Fazit
Ja, der XC90 ist gelungen – ein spürbarer Fortschritt zum zwölf Jahre gebauten Vorgänger. Er ist allerdings auch größer geworden, was in der Stadt störender sein kann als auf langen Strecken. Innen sorgt die Größe für Bewegungsfreiheit. Die Verarbeitung ist gut, die – teils aufpreispflichtigen – Innenraummaterialien sind edel. Der Hybrid macht einen ausgereiften Eindruck, die Assistenzsysteme gehen manchmal zu weit.
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