Obgleich die Entwicklung der Elektromobilität mit hohem Tempo voranschreitet, hat sich VW den Vierzylinder-Motor 1.5 TSI vorgeknöpft und ihn als 1.5 TSI evo2 in mehreren Leistungsstufen für die ab 2025 zu erwartende Euro-7-Abgasnorm fit gemacht. Erster Einsatzort wird der VW T-Roc sein.
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Für den neuen 1.5 TSI verspricht VW einen "deutlichen Verbrauchsvorteil und ein sehr dynamisches Ansprechverhalten". Um den intern als EA 211 bezeichneten evo2 für die Abgasnorm Euro 7 vorzubereiten, haben die Ingenieure den Dreiwegekatalysator und den Ottopartikelfilter für eine verbesserte Abgasreinigung näher an den Motor gerückt. Gleichzeitig konnte durch diese Verschiebung auch der Einsatz von Edelmetallen reduziert werden.

VW 1.5 TSI evo2 mit verbesserter Zylinderabschaltung

Um den Verbrauch weiter zu senken, hat VW die bereits im Vorgängermotor verwendete Zylinderabschaltung ACT weiterentwickelt und sie in der Kurzbezeichnung mit einem "plus" versehen. Beim evo2, so VW, lag der Fokus vor allem darauf, die Ab- und Zuschaltung der beiden Zylinder zu verbessern und damit den Motorlauf noch gleichmäßiger zu machen.
VW T-Roc Cabrio 1.5 TSI evo2
Der 1.5 TSI evo2 wird zuerst im VW T-Roc eingesetzt.
Um das zu gewährleisten, musste der Wirkungsgrad der aktiven Zylinder gesteigert und das Mitlaufen der mittleren Zylinder, zwei und drei, nahezu verlustfrei sein. Das Umschalten in den Vierzylinderbetrieb bei erneuter Leistungsabfrage soll nach Angaben von VW beim evo2 kaum noch spürbar sein.

Hochdruckeinspritzung mit bis zu 350 Bar

Ein weiteres Plus des überarbeiteten Vierzylinders ist der VTG-Abgasturbolader mit variabler Turbinengeometrie. Zudem verfügt das Triebwerk über eine Hochdruckeinspritzung mit bis zu 350 Bar.
Plasmabeschichtete Zylinderlaufbahnen sollen die Reibung verringern, Kolben mit eingegossenen Kühlkanälen sorgen für eine optimierte Verbrennung des Treibstoffs. Hier können auch regenerativ hergestellte Brennstoffe (eFuels) zum Einsatz kommen, betont Volkswagen.

Bringt VW den Plug-in-Hybrid zurück?

Interessant ist, dass VW mit Blick auf den evo2 erneut den Plug-in-Hybridkonzepte ins Gespräch bringt – Antriebe mit einer möglichen Systemleistung von bis zu 200 kW (272 PS).
Diese Angabe lässt vermuten, dass nicht nur der Bestellstopp für Plug-in-Modelle aufgehoben werden könnte, sondern dass neue Plug-in-Hybridmodelle mit einer größere elektrischen Reichweite nachrücken könnten. VW war mit knapp 50 Kilometern an dieser Stelle nicht mehr förder- und konkurrenzfähig.  

Von

Holger Preiss