Deutschland ist Kombi-Land! Zwar haben die SUV in den Zulassungsstatistiken seit Jahren die Nase vorne, doch nicht wenige Deutsche vertrauen immer noch auf den guten alten Kombi. Wer aber einen elektrischen Kombi möchte, hat keine große Auswahl. Noch nicht. Denn immer mehr Hersteller springen auf den Zug auf. Jetzt auch VW.

TOP-ANGEBOT

Kennzeichnung für einen externen Link
Abgelaufen

VW ID.7

Carwow Logo
Einige Monate nach dem Marktstart des ID.7 schieben die Wolfsburger den ID.7 Tourer nach. Und dass der erste Elektro-Kombi von VW nicht Variant heißt, hat den einfachen Grund, dass ein einheitlicher Name für alle europäischen Märkte gewünscht war. Marketing eben. Ob nun Variant oder Tourer ist aber auch egal, denn viel wichtiger ist, dass VW im Verbund mit dem Passat ab sofort alle Antriebsarten abdeckt. Egal ob Verbrenner, Mild-Hybrid, Plug-in oder eben Elektro – die Wolfsburger haben alles im Programm.
Hier gibt es alle Infos zum VW ID.7

Das kostet der ID.7 Tourer (Update!)

Das Bestellfenster für den ID.7 Tourer ist ab sofort geöffnet, beim Preis gibt es eine kleine Überraschung. Ein schneller Blick in den Konfigurator zeigt, dass der ID.7 Pro aktuell bei 56.995 Euro (abzüglich einer VW-Umweltprämie) startet – und der Kombi ist günstiger!
VW ID.7 Tourer
Bis zur B-Säule sind Limousine und Tourer identisch. Für einen Kombi läuft das Heck relativ flach aus.
Bild: Volkswagen AG
In der Grundausstattung "Pro" ist der ID.7 Tourer zu Preisen ab 54.795 Euro konfigurierbar – damit kostet der Kombi 2200 Euro weniger als die vergleichbare Limousine. Davon geht noch mal eine von VW angebotene Umweltprämie in Höhe von 4760 Euro ab, womit der Einstiegs-Tourer ab 50.035 Euro zu haben ist. Der Pro S folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Halb Variant, halb Shooting Brake

Dann schauen wir uns das neue ID.-Flaggschiff mal näher an: Das schnörkellose Design ist bis zur B-Säule bekannt von der ID.7 Limousine. Kombi-typisch läuft das Dach danach aus, aber etwas flacher als beim Passat Variant. Laut VW-Marketingsprech soll der Tourer ein Mix aus Variant und Shooting Brake sein. Mit einem cW-Wert von 0,24 ist er fast so windschlüpfig wie die ID.7 Limousine (0,23).
VW ID.7 Tourer
Als erster VW überhaupt bekommt der ID.7 Tourer beleuchtete VW-Logos vorne und hinten. Die kosten aber Aufpreis.
Bild: Volkswagen AG
Was sofort auffällt: Der Tourer ist groß. So groß, dass die optionalen 20-Zoll-Felgen etwas verloren in den Radhäusern stehen. Mit 4,96 Metern Länge und einem Radstand von 2,97 Metern sind die Abmessungen auf den Millimeter identisch zur Limousine – verglichen mit dem Passat Variant misst der Tourer sogar vier Zentimeter mehr.

Abmessungen:

  • Länge: 4961 mm
  • Breite: 1862 mm
  • Höhe: 1536 mm
  • Radstand: 2971 mm

Jetzt neu mit ChatGPT

Dieses Plus an Länge kann der ID.7 Tourer allerdings nicht in zusätzlichen Stauraum ummünzen. Hinter der elektrischen Heckklappe (auf Wunsch mit beleuchtetem VW-Logo) verbirgt sich ein Volumen von 545 Litern, das bei Bedarf auf 605 Liter erhöht werden kann, wenn die Rückbank mit wenigen Handgriffen in die aufrechte Cargo-Position gebracht wird. Bei umgeklappten Rücksitzen schluckt der Tourer 1714 Liter. Ein ordentlicher Wert, über den Passat-Fahrer aber müde lächeln. In den Variant passen 690 bis 1920 Liter. Punktgewinn für den Platzhirsch.
VW ID.7 Tourer
Der riesige 15-Zoll-Touchscreen ist im ID.7 serienmäßig an Bord. Neu ist die Integration von ChatGPT.
Bild: Volkswagen AG
Das Cockpit des Tourer ist identisch zur ID.7 Limousine. Alles ist aufgeräumt und klar gegliedert. Der frei stehende 15-Zoll-Touchscreen ist serienmäßig an Bord. Die neueste Version des MIB-4 genannten Infotainments kommt mit einer überarbeiteten Version des Sprachassistenten IDA, der in Zukunft über eine ChatGPT-Integration verfügt und somit ständig dazulernt. Neu ist auch die sogenannte Wellness-Funktion: Drei unterschiedliche Programme sollen Fahrer und Beifahrer mit Licht, Musik und Massage entspannen oder vitalisieren. Natürlich nur eine Spielerei, wobei die Massage-Funktion durchaus überzeugt.

Sehr gute Serienausstattung

Serienmäßig an Bord ist ein hervorragendes Head-up-Display mit Augmented Reality, das ab sofort auch Navigationshinweise von Apple CarPlay und Android Auto integriert und den Blick auf das kleine Digitalcockpit praktisch überflüssig macht. In puncto Serienausstattung hat der ID.7 gegenüber dem Passat deutlich die Nase vorn. Neben dem Head-up-Display sind LED-Scheinwerfer, 19-Zoll-Felgen, Navi Discover Pro Max, Rückfahrkamera, Drei-Zonen-Klima, beheizbares Lenkrad und mehr ohne Aufpreis an Bord. Optional gibt es das Smart Glas genannte durchgängige Panoramadach, das sich per Tastendruck oder Sprachbefehl auf blickdicht oder durchsichtig stellen lässt.
Und was stört? Nun, in erster Linie Kleinigkeiten wie die eingesparten Tasten für die Fensterheber im Fond und die zusammenhängenden Lenkradtasten – das kann der Passat besser.
VW ID.7 Tourer
Steiles Heck für mehr Platz im Innenraum: Bei umgeklappter Rückbank gehen bis zu 1714 Liter in den ID.7 Tourer.
Bild: Volkswagen AG
In den wichtigen Disziplinen wie Platzangebot kann der ID.7 Tourer aber wieder punkten. Im Fond soll er noch mal ein paar Millimeter mehr Kopffreiheit bieten als die Limousine. Ob das stimmt, ließ sich vor Ort nicht überprüfen, überrascht sind wir aber vor allem von der mehr als üppigen Beinfreiheit.

ID.7 Tourer als Pro und Pro S

Beim Antrieb gibt es keine Überraschungen: Zum Marktstart im Frühsommer 2024 wird VW den ID.7 Tourer als Pro und Pro S anbieten. Beide Versionen haben Heckantrieb und sind mit einem in die Hinterachse integrierten ASM-Elektromotor ausgestattet, der 210 kW (286 PS) und ein maximales Drehmoment von 545 Nm leistet.

Bildergalerie

VW ID.7 Tourer
VW ID.7 Tourer
VW ID.7 Tourer
Galerie "VW ID.7 Tourer" mit 11 Bildern öffnen
VW ID.7 Tourer
Lediglich bei der Batteriegröße unterscheiden sich die beiden Varianten: Der Pro setzt auf einen 77 kWh großen Akku, während der Pro S einen 86-kWh-Akku an Bord hat. Zudem kann der Pro S mit bis zu 200 kW (DC) laden, beim Pro sind maximal 175 kW (DC) möglich. Die angepeilten WLTP-Reichweiten klingen bei beiden Versionen vielversprechend: Der Pro soll mit einer Ladung bis zu 600, der Pro S sogar maximal 675 Kilometer weit kommen. Leistungshungrige Kunden sollten sich aber vielleicht noch etwas gedulden, denn womöglich hat VW ja noch etwas in der Pipeline.

Fazit

Der VW ID.7 Tourer überzeugt mit einer umfangreichen Ausstattung, richtig viel Platz und einer sehr ordentlichen Reichweite. Ob das den einen oder anderen Passat-Fahrer jetzt zum Wechsel in die Elektromobilität animiert, wird sich zeigen. Ich freue mich jedenfalls, dass die Auswahl an Elektro-Kombis wächst.