VW ID.Buzz fuhr einmal um die Welt
Einmal um die Welt – so geht es dem Akku

92 Länder, knapp 100.000 Kilometer und ein Weltrekord: Ein VW ID.Buzz hat die Erde umrundet. Überraschend ist vor allem der Zustand des Akkus nach der XXL-Tour.
Bild: Volkswagen
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Einmal um die Welt in einem Elektroauto – das geht. Den Beweis hat dieser ID.Buzz erbracht. Ein Jahr und vier Monate hat es gebraucht, nun ist der gelb-weiß lackierte Elektro-Bulli wieder bei seinem Startpunkt Hannover angekommen. Dabei ist das Auto in 92 Ländern gewesen und hat so den Guinness-Weltrekord für "die meisten besuchten Länder mit einem elektrischen Fahrzeug" eingefahren.
Was einige überraschen mag: Der 86-kWh-Akku hat das Abenteuer sehr gut weggesteckt, obwohl er auf der 99.767 Kilometer langen Reise über 300 Mal geladen werden musste. Der TÜV Nord bescheinigte nach Abschluss der Fahrt eine Batteriefitness von 95,75 Prozent. Damit weist der Akku nur geringe Alterungserscheinungen auf.
Das deckt sich mit einer Anfang 2026 veröffentlichten Studie zur Lebensdauer von E-Auto-Akkus. Die legt nahe, dass eine intensive Nutzung (zyklische Alterung) dem Akku offenbar weniger schadet als die Lebenszeit an sich (kalendarische Alterung).
Laden am Umspannwerk
Das Laden wiederum war in einigen Ländern abenteuerlich. Denn mancherorts gab es einfach keine Ladesäulen. So musste der 286 PS starke ID.Buzz in Sambia oder Tansania unter Aufsicht an Umspannwerken Strom tanken.

Rainer Zietlow sicherte sich für die Weltumrundung mit dem Elektroauto einen Guinness-Weltrekord. Technische Probleme gab es auf der Reise keine.
Bild: Volkswagen
Modifiziert wurde die Version für das Abenteuer nicht. Es handelt sich um eine reguläre "Pro"-Version mit langem Radstand. Die kann mit bis zu 200 kW laden. WLTP-Reichweite: bis zu 498 Kilometer. Trotzdem gab es auch für den ID.Buzz Grenzen – in Form von Wasser. 16 Überfahrten per Containerschiff waren auf den gut 100.000 Kilometern nötig.
Am Steuer saß ein Rekord-Experte
Am Steuer saß Langstreckenspezialist Rainer Zietlow. Der Mann hat Erfahrung: Schon seit den 80ern fährt er extrem weite Strecken und sogar Weltumrundungen, bricht Rekorde. 1996 umrundete er den Erdball mit einem Land Rover Defender, 2007 fuhr er als Erster mit einem Erdgas-Caddy um die Welt.
Sein Resümee zur Weltumrundung: Wenn man die Ladeorte vorab abkläre, sei man "mit dem Elektroauto besser dran". Als Grund nennt Zietlow vor allem verunreinigten Kraftstoff. In vielen Regionen könne z. B. Schwefel oder Wasser in Diesel gelangen. Dazu seien beim Verbrenner mehrere Ölwechsel auf der extremen Langstrecke nötig.
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