Der chinesische Autokonzern Great Wall zeigt auf der Automesse in Shanghai (21. bis 28. April 2021) eine Studie seiner Elektroauto-Marke Ora, die in ihrer Form stark an den VW Käfer erinnert. Aufgrund der im Internet kursierenden Abbildungen lassen sich sowohl innen als auch außen Designelemente erkennen, die stark an die deutsche Auto-Ikone erinnern.
Hinweis
Vattenfall-Wallbox in der AUTO BILD-Edition
Auffälligster optischer Unterschied der Käfer-Kopie zum Original: Die Ora-Version hat vier statt zwei Türen. Dazu sind die klassisch runden Frontscheinwerfer mit moderner Lichttechnik ausgestattet. Viel Chrom (oder Chrom-Optik) unterstützt den Retrolook. Auch das Cockpit erinnert an den Ur-Käfer – vor allem das Design des Lenkrads. Zusätzlich offenbart die Zeichnung einen Touchscreen in der Mitte des Armaturenträgers. Technisch könnte das Modell auf der von Great Wall entwickelten Elektroplattform ME aufbauen. Das erste Ora-Modell auf dieser technischen Basis, der Kleinwagen R1, soll mit einer 33-kWh-Batterie 310 Kilometer Reichweite schaffen (nach NEFZ).

Schon die erste Ora-Studie erinnerte an den VW Käfer

Die jetzt gezeigte Studie dürfte eine Weiterentwicklung der Ora-Studie Good Cat (gute Katze) aus dem Jahr 2020 sein, deren Front bereits an einen VW Beetle erinnerte. Die Leistung des E-Motors wird mit 105 kW (143 PS) angegeben, die maximale Reichweite mit rund 500 Kilometern. Es wird erwartet, dass auch der neue Käfer-Klon das Wort "Katze" im Namen führen wird. China hat eine lange Tradition im Kopieren von westlichen Modellen. Auch der Volkswagen-Konzern war bereits betroffen – unter anderem, als das Modell Zotye SR9 auf den Markt kam, das einem Porsche Macan verblüffend ähnlich sah.