VW Passat B8 (2019): Kaufberatung
Der passt genau
Kaufberatung VW Passat
Wie die Faust aufs Auge, der Topf auf den Deckel. Der Passat bezieht als Alleskönner, der alle bedienen will, seine Position in der hart umkämpften Mittelklasse. Höchste Zeit, diese Passgenauigkeit zu überprüfen.
- Christoph Richter
Der Mensch, das Gewohnheitstier. Einmal mit Marke oder Produkt glücklich und vertraut, bricht er im Regelfall nur selten mit der Tradition. Dementsprechend ist es kein Geheimnis, dass ein jeder Automobilhersteller versucht, den Kunden – im besten Fall jahrzehntelang – mit maßgeschneiderten Modellen an sich zu binden. Bei Volkswagen lief es in jüngster Vergangenheit mit glücklichen Kunden und dem Vertrauen eher nicht so gut, um es vornehm auszudrücken. Eiserne Treue, so lassen es auf jeden Fall die Zulassungszahlen vermuten, scheint den Wolfsburgern aber größtenteils noch immer sicher. So auch dem VW Passat, der 2019 eine beachtliche Anzahl von Zulassungen für sich verbuchen konnte. 60.000 Exemplare, das klingt erst mal nicht so viel; in einer prall gefüllten Mittelklasse, die ja auch Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse beheimatet, ist das aber ein nicht zu verachtendes Ergebnis.
Jetzt mehr Assistenz und optionale Ausstattung

Neue Assistenten an Bord: Über mehr als eindeutige Symbole lassen sich die entsprechenden Helferlein individuell ansteuern
In puncto fahraktiver Unterstützung versieht VW den Passat seit dem Facelift optional mit dem "Travel Assist". Dahinter verstecken sich unter anderen der Abstandstempomat mit automatischer Tempoanpassung (bis 210 km/h) sowie Spurhalte-, Einpark- und Notbremsassistent. Die arbeiten größtenteils erfreulich unauffällig, einzig die automatische Anpassung der Geschwindigkeit nötigte uns stellenweise zum Eingreifen. Von der Technik falsch gelesene beziehungsweise abgespeicherte Verkehrsschilder setzten das Tempo teils unnötig weit herunter. Unterm Strich nur eine kleine Angelegenheit, die Sie, gerade als Vielfahrer, nicht vom Erwerb dieses Pakets (ab 950 Euro mit Linie Business) abhalten sollte. Ordern Sie besser gleich das Paket mit Matrix-LED-Scheinwerfern (ab 2700 Euro) inklusive Fernlichtassistent. Neben der hervorragenden Blickweite blendet er vorausfahrenden wie entgegenkommenden Verkehr zielsicher aus.
Das Head-up-Display braucht man nicht

Das Head-up-Display projiziert seine Infos nicht direkt in die Windschutzscheibe, sondern auf ein Glasscheibchen.
Auch eine teilelektrifizierte ist im Angebot

Mit 2,3 kW dauert das Laden etwa fünf Stunden, mit 3,6 kW circa dreieinhalb.
Die Linie Business ist das Minimum
Da sich die Basis "Conceptline" als wenig attraktiv entpuppt, sollten Sie schon mit Linie Business (plus 3250 Euro) starten. Reisen Sie vorwiegend mit Kindern, bestellen Sie das Airbag-Paket mit Knieairbag für den Beifahrer sowie Seitenairbags hinten und Gurtstraffern. Sonnenrollos für (115 Euro) für die hinteren Seitenscheiben schaden ebenfalls nicht. Tendieren Sie zur Limousine, erhalten Sie für zusätzliche 305 Euro neben den manuellen noch ein elektrisches Rollo für die Heckscheibe, das die Hitze draußen hält. Pflegeleichtes Leder kostet 2415 Euro, noch schickeres Nappaleder gibt's erst mit der Top-Linie Elegance (ab 38.710 Euro) für 710 Euro.
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