VW Polo: Kaufberatung
Gesucht: Der beste VW Polo

Seit April 2014 lockt der VW Polo mit neuen Motoren, leichten Designretuschen und etwas mehr Technik. Außerdem frisch am Start: BlueMotion, GTI und BlueGT. Hier kommen die Kaufempfehlungen!
- Andreas Of
Schnell stehen für einen nett ausgestatteten Polo 20.000 Euro auf der Rechnung. Wir versuchen dennoch, mit unserer Empfehlung unter 20.000 Euro zu bleiben. Unsere These: Ein Polo mag seinen Preis haben, doch teuer muss er nicht sein. Schließlich wollen außer dem Auto noch andere Dinge bezahlt werden. Ein Zweitwagen für die City kann der Kleine von VW zwar auch sein, doch Komfort und Platz genügen für lange Strecken. Auch darauf wird unsere Empfehlung Rücksicht nehmen – schließlich möchte sich keiner in den Kasseler Bergen zwischen den Lkw einreihen, weil die Power zum Überholen nicht reicht. Die Kriterien sind einfach und klar: Wir suchen einen langstreckentauglichen Polo für unter 20.000 Euro.
Video: VW Polo Facelift (2014)
Erste Fahrt im neuen VW Polo
Karosserie: Großen Fahrern passt der Dreitürer besser
Da stellt sich zunächst die Türenfrage. Beliebter, praktischer und 800 Euro teurer ist der Fünftürer. Doch auch der Dreitürer hat seinen Reiz: Große Menschen steigen in den Dreitürer leichter ein und sehen beim Schulterblick besser hinaus, weil die B-Säule weiter hinten sitzt. Die Vordertüren sind schlank und leicht, der Einstieg gelingt auch in engen Parklücken – zumal der Polo mit 1,68 Metern schmal gebaut ist. Meist-zu-zweit-Fahrer können sich den Aufpreis also sparen. Keine Wahl haben Cross-Käufer; die bekommen die hinteren Türen immer eingebaut. Offroad-Talente hat der Cross trotz 15 Millimeter Höherlegung nicht, die Plastikplanken dienen allein dem kernigeren Aussehen. Dennoch ein schlüssiges Konzept für alle, die aus der Polo-Menge herausragen wollen. Einzig die serienmäßigen 17-Zoll-Räder rollen nicht so fein über kleine Unebenheiten, wie es der Polo auf den Basisrädern tut. Dieses Manko teilt sich der Cross mit BlueGT und GTI, bei denen ein Sportfahrwerk zusätzliche Härte ins Spiel bringt. Doch richtig unkomfortabel wird ein Polo selbst als GTI nicht, er bleibt Allrounder. So handlich und komfortabel wie er fährt, wird klar, warum er der Maßstab seiner Klasse ist: Ein ähnlich ausgewogenes Fahrwerk bietet sonst nur noch der Ford Fiesta.

Das Polo-Cockpit sieht nicht allzu sehr nach moderner Lounge aus. Dafür bleibt die Bedienung übersichtlich.
Motoren und Getriebe: Von Spar bis Spurt

Mit einem TSI ist der Polo harmonisch motorisiert, und 90 PS genügen allemal.
Auch der neue Diesel rentiert sich nur für Vielfahrer

In Sachen Diesel setzt VW jetzt auf einen 1,4-Liter-Dreizylinder, der die Leistungsspanne von 75 bis 105 PS in vier Modelle aufteilt.
Ausstattung: Das wirre Dickicht der Preislisten
Kreuz und quer schicken die Preislistenliteraten den Polo-Interessenten auf eine Kreuzchenfahrt. Das Hin und Her, weil es dieses nur mit jenem und das nur ohne dieses gibt, ist jedoch weder marken- noch modellspezifisch. Logistik, Technik und die Wünsche des Marketing wollen berücksichtigt werden. Heraus kam ein Dickicht, gegen das nur ein Internet-Konfigurator hilft – oder die Kaufberatung der AUTO TEST. Willkommen auf unserer Führung durch das Polo-Preislistendickicht.

Auch als Basis ist der Polo nicht wirklich karg ausgestattet. Einzig Klimaanlage und Radio fehlen wirklich.
Highline ist interessant für alle, die etwas mehr Glanz und Ausstattung im Polo haben möchten. Jetzt sind außer dem Lenkrad auch Schalt- und Handbremshebel in Leder gefasst, das Radio ist hochwertiger, und vorn sitzt man auf Sportsitzen. Doch allein wegen der serienmäßigen Nebelscheinwerfer wird niemand Highline kaufen. Eine interessante Alternative ist der CrossPolo. Sein Auftritt wirkt rustikaler, dazu kommen feine 17-Zoll-Räder und eine Ausstattung auf dem Niveau des Comfortline. Gegenüber einem ähnlich ausgestatteten Fünftürer sind etwa 1700 Euro mehr zu bezahlen. BlueGT und GTI differenzieren sich noch einmal. Diese beiden Varianten haben manches, was es bei den anderen gar nicht gibt, die zweifarbigen Polster des GT etwa oder die Karos im GTI. Für beide gilt, was für alle gilt: Grundsätzlich ist die werksseitige Ausstattung zweckmäßig. Kleinigkeiten wie Licht-/Regensensor, Multifunktionslenkrad und Tempomat erleichtern den Alltag. Darüber hinaus ist die Navigationsfunktion für 505 Euro eine Überlegung wert, wenn ohnehin das Radio Composition Media aufspielen soll. Denn die Bedienung über den Touchscreen wirkt ausgereift und funktioniert beinahe intuitiv, darüber hinaus ist das Gerät komplett ins Auto integriert – genauso gibt es jedoch Argumente für ein portables Gerät, das eher in Sichthöhe befestigt ist und in mehreren Autos eingesetzt werden kann. Der Zweitkäufer wird in dieser Klasse ohnehin kaum Navigation, Ledersitze oder Klimaautomatik erwarten.
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