Nach Golf und Beetle spielt nun der offene T-Roc den Gute-Laune-VW. Selbst Preise ab 27.495 Euro vermiesen den Spaß nicht. Erster Test.
Stefan Voswinkel
Die Frage nach Henne und Ei stellt sich beim Auto nicht. Das Cabrio war zuerst da (schon das erste Auto war eins), das SUV ist eine ziemlich neue Modeerscheinung seit dem Erscheinen des Toyota RAV4 vor mehr als 25 Jahren. Die verrückte Marketing-Idee, beide Gattungen zu kreuzen, war mit Nissan Murano CrossCabrio und dem offenen Range Rover Evoque bisher ein ziemlicher Flop. Jetzt also VW. Golf Cabrio? Eingestellt. Der offene Beetle? Ohne Ersatz weg. Und so soll es der T-Roc richten. Der verkauft sich zumindest geschlossen wie Hulle. Warum also nicht auch offen?
Der 1.5 TSI passt gut zum offenen T-Roc
VW T-Roc Cabrio (2020): Test - Cabrio - SUV - Infos
Erste Fahrt im offenen T-Roc
Nach unserer ersten Testfahrt steht fest: Es gäbe keinen Grund. Beginnt beim Design. Der Verlust von zwei Türen und Dach steht dem kleinen SUV, gleichzeitig gefällt er (anders als die meisten anderen VW) nicht jedem. In dieser Klasse, wo VW mit Mini Cabrio konkurriert, hilft das sicher. Zumal sich der T-Roc seine praktischen Talente bewahrt hat. Der bequeme Einstieg, die angenehm hohe Sitzposition, die gute Rundumsicht (zumindest nach vorn, nach hinten ein wenig behindert bei geschlossenem Verdeck). Und auch sein angenehmes Talent beim Fahren. Wenn der 1,5-Liter-Turbo erst mal seine Anfahrschwäche überwunden hat, gefällt er mit einem für Vierzylinder seidigen Laufgeräusch, angenehmer Kraftentfaltung und geschliffenen Getriebemanieren.
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
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Ausgewogen: Der T-Roc federt elegant und komfortabel, die Lenkung ist schön direkt.
Dazu passt das Fahrwerk, das ziemlich elegant federt und trotzdem erstaunliche Komfort-Talente besitzt. Nicht mal die Lenkung ist ein Spielverderber, sie gefällt mit ihrer Direktheit. Und wüsste man nicht, dass da ein Dach (und damit Stabilität) fehlt, man würde es am Steuer nicht merken. Nur ganz sensible Popometer verspüren ein gaaanz leichtes Zittern. Klingt ja alles prima, kommen wir zu den Nachteilen. Da ist zunächst der Einstieg nach hinten, mit geschlossenem Dach hilft es, einen Schlangenmenschen im Stammbaum zu haben. Und wenn man sitzt, wird es nicht besser. Wenig Platz für die Knie, bei geöffnetem Dach zieht es wie Sau. Wie eben in einem offenen Mini auch. Davon abgesehen ist der offene VW eine gelungene Mischung aus Cabrio und SUV. Oder Henne und Ei.
Das Fazit: Dieser VW ist einer, den man mögen kann. Die Talente eines guten SUVs gepaart mit denen eines Cabrios? Noch exotisch. Praktischer als ein Mini, hat er gute Chancen, sich durchzusetzen. AUTO BILD-Testnote: 2
Technische Daten VW T-Roc Cabrio 1.5 TSI DSG Motor: Vierzylinder, Turbo, vorn quer Hubraum: 1498 cm³ Leistung: 110 kW (150 PS) bei 5000/min max. Drehmoment: 250 Nm bei 1500/min Antrieb: Vorderradantrieb, Siebengang-DSG Länge/Breite/Höhe: 4268/1811/1512 mm Leergewicht: 1540 kg Kofferraum: 284 l 0100 km/h: 9,6 s Vmax: 205 km/h Verbrauch 6,8 l/100 km S Abgas CO2: 160 g/km Preis ab 32.025 Euro.
Bildergalerie
VW T-Roc Cabrio im Test
VW T-Roc Cabrio im Test
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Nach Golf und Beetle spielt nun der offene T-Roc den Gute-Laune-VW. Selbst der Basispreis von 27.495 Euro vermiest den Spaß nicht. AUTO BILD machte den Test.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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Der Verlust von zwei Türen und Dach steht dem kleinen SUV, gleichzeitig gefällt er (anders als die meisten anderen VW) nicht jedem. In dieser Klasse, wo VW mit Mini Cabrio konkurriert, hilft das sicher.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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Zumal sich der T-Roc seine praktischen Talente bewahrt hat. Der bequeme Einstieg, die angenehm hohe Sitzposition, die gute Rundumsicht (zumindest nach vorn, nach hinten ein wenig behindert bei geschlossenem Verdeck).
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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Und auch sein angenehmes Talent beim Fahren. Wenn der 1,5-Liter-Turbo (150 PS, 250 Nm, ab 32.025 Euro) erst mal seine Anfahrschwäche überwunden hat, gefällt er mit einem für Vierzylinder seidigen Laufgeräusch, ...
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
5/12
... angenehmer Kraftentfaltung – und geschliffenen Getriebemanieren.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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Dazu passt das Fahrwerk, das ziemlich elegant federt und trotzdem erstaunliche Komfort-Talente besitzt. Nicht mal die Lenkung ist ein Spielverderber, sie gefällt mit ihrer Direktheit.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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Und wüsste man nicht, dass da ein Dach (und damit Stabilität) fehlt, man würde es am Steuer nicht merken. Nur ganz sensible Popometer verspüren ein gaaanz leichtes Zittern. Klingt ja alles prima, ...
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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... kommen wir zu den Nachteilen. Da ist zunächst der Einstieg nach hinten, mit geschlossenem Dach hilft es, einen Schlangenmenschen im Stammbaum zu haben.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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Und wenn man sitzt, wird es nicht besser. Wenig Platz für die Knie, bei geöffnetem Dach zieht es wie Sau. Wie eben in einem offenen Mini auch. Davon abgesehen ist der offene VW eine gelungene Mischung aus Cabrio und SUV.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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Ach, da werden Erinnerungen an das selige Golf Cabrio wach: winzige Ladeluke, immerhin 284 Liter Kofferraumvolumen.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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Licht und Schatten: aufgeräumtes, leicht zu bedienendes Cockpit – mit fies harten Kunststoffen.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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Das Fazit: Dieser VW ist einer, den man mögen kann. Die Talente eines guten SUVs gepaart mit denen eines Cabrios? Noch exotisch. Praktischer als ein Mini, hat er gute Chancen, sich durchzusetzen. AUTO BILD-Testnote: 2