VW T-Roc R im Test

VW T-Roc R: Test, Motor, Preis

Rockt beim Sprint, schockt beim Preis!

Rabatz ist in der kleinsten Hütte: Der VW T-Roc R spielt sich mit 300 PS und Allradantrieb auf wie ein ganz Großer. AUTO BILD macht den Test.
Nix Schall und Rauch. Beim VW T-Roc ist der Name Programm. Der 4,23 Meter kurze Hochsitz-Hipster im Golf-Format rockt derzeit unsere Straßen wie einst die Beatles. Von Januar bis November 2019 holten sich 55.422 T-Rocker ihre Zulassung. Bei den SUVs verkauft sich nur der hauseigene Tiguan mit 81.706 Fahrzeugen besser, selbst ein Ford Focus (54.269 Stück) oder die Marke Volvo (insgesamt 47.830 Stück) können nicht mithalten.

Der Zweiliter-Turbo im Bug ist ein echter Rockstar

Geht super: Tempo 100 steht nach 4,8 Sekunden an, die 200-km/h-Marke fällt nach 20,7 Sekunden.

Und jetzt drehen die Wolfsburger die Boxen noch mal richtig auf. Mit 300 PS legt der T-Roc R los, dass selbst AC/DC plötzlich eher als Meditationsmusik durchgehen. Der Star im Wolfsburger Hard-Rock-Café spielt dabei ganz klar vorn unter der Haube. Der Vierzylinder holt aus zwei Liter Hubraum 300 PS und liefert eine derart explosive Bühnenshow, dass manch braver 1.0 TSI kurz vor der Ohnmacht steht. Wir kreischen dagegen vor Freude. Mit leicht künstlichen, aber angenehm basslastigen Beats startet der T-Roc R das Konzert und erreicht nach eindrucksvollen 4,8 Sekunden (Allrad!) mit Tempo 100 den ersten Höhepunkt. Pausen braucht der Vollblut-Rocker nicht, fliegt mit der virtuosen Leichtigkeit eines Carlos Santana durch die sieben Gänge des Doppelkupplers und meldet nach 20,7 Sekunden Tempo 200.

Gebrauchtwagensuche: VW T-Roc

An der Kasse müssen T-Roc-R-Käufer tapfer sein

Kostet richtig: Für den T-Roc im vollen Testwagen-Ornat werden satte 56.295 Euro fällig.

Bei 250 km/h beendet VW freiwillig die Vorstellung, eine Zugabe gibt es auch für Geld und gute Worte nicht. Muss aber auch nicht sein. Denn der 1,5-Tonner fordert auch so schon fast zehn Liter Gage für jeden 100-Kilometer-Gig. Eine eher fragwürdige Showeinlage gönnt VW uns dann beim Soundcheck. Wer dem T-Roc R den Race-Modus erlaubt, erlebt bei Gaslupfern eine halbstarke Sprotzel-Einlage, als seien hier und da ein paar Sicherungen durchgebrannt. Die aus Titan gefertigte Performance-Tröte für 3800 Euro würden wir jedenfalls nicht bestellen. Wer braucht schon die Beastie Boys, wenn die Beatles spielen? Auch bei der Sporteinstellung der adaptiven Fahrwerksregelung DCC (1045 Euro) hören wir nur ganz kurz rein und stellen erschüttert zurück auf "Komfort". Dann federt die Wolfsburger Rampensau trotz der wirklich hübschen 19-Zoll-Räder (820 Euro) nämlich ebenso verbindlich wie verträglich.
Natürlich wird das neue Super-SÜVchen nicht zum Schmuserocker, taugt aber durchaus auch für romantische Ausflüge zu zweit. Schmerzensgeld wird jedenfalls nicht fällig. Damit müssen wir uns dann an der Kasse auseinandersetzen. 43.995 Euro kostet der T-Roc R mindestens, unser Top Act in Lapiz Blue Metallic mit schwarzem Dach (1100 Euro), Sportauspuff, 19-Zoll-Rädern sowie einigen weiteren Extras kommt auf 56.295 Euro. Was nicht rockt, sondern schockt. Das Fazit: Der T-Roc R gehört zweifelsohne zu den spaßigsten Erscheinungen im Segment der kleinen SUVs. Er bleibt sogar alltagstauglich, erfordert aber Finanzkraft. AUTO BILD-Testnote: 2- Hier gibt's gute gebrauchte VW T-Roc!

VW T-Roc R im Test

VW T-Roc RVW T-Roc RVW T-Roc R

Autoren: , Dennis Heinemann

Stichworte:

SUV

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