Jubiläum: 40 Jahre VW Polo
Die ganze Geschichte des Polo

Der VW Polo verabschiedet den Käfer: Vor 40 Jahren startet der kleine VW als Audi und komplettiert die VW-Modellpalette. Ein Rückblick.

Eine neue Ära: Der Polo I sollte den Käfer ersetzen. Bis auf den Bulli hieß es: nie wieder Heckmotor!
Bild: Christoph Boerries

Er ist die sportlich angehauchte blaue Mauritius des Polo-I-Modellprogramms: der Polo I GT.
Bild: Sven Krieger

Cockpit des Weltrekord-G40 von 1985: 129 PS, Spitze 218 km/h, Verbrauch 18,8 Liter pro 100 km.
Bild: Christoph Boerries
Ende der 1980er bringen sie dem Polo Sport bei. In ein völlig unsportliches Modell bauen sie 1989 einen G-Lader ein: es entsteht der sogenannte Öko-Polo. Dessen Antrieb mit Start-Stopp-Anlage und Rußpartikelfilter ist schlicht ein Meilenstein. Der nur 858 cm3 kleine Zweizylindermotor mit Ausgleichswelle spritzt den Diesel direkt in den Brennraum ein. Verbrauch: 1,7 Liter Diesel pro 100 Kilometer! Der G-Lader tritt erst in Aktion, wenn man das Gaspedal stärker durchtritt. Über eine Elektrokupplung zugeschaltet, erhöht er die Motorleistung von 27 auf 40 PS. Das halbautomatische Fünfganggetriebe ermöglicht Schalten, ohne zu kuppeln. Als Spitze erreicht der nur knapp 50-mal gebaute Öko-Polo 138 km/h.
Der Polo 6N bringt den großen Einschnitt

Gerade mal 858 ccm klein ist der Zweizylinder-Direkteinspritzer, der im Öko-Polo verbaut wurde.
Bild: Sven Krieger

Erst als Werbegag gedacht, dann folgte eine Serie. 3806 Harlekine schraubte VW bis 1997 von Hand bunt um.
Bild: Christoph Boerries
40 Jahre VW Polo: die wahre Geschichte

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Vor 40 Jahren komplettierte der Polo die VW-Modellpalette. Erst er machte den Abschied vom Käfer möglich. 34 und 113 PS, Spar- und Knallbüchse, Arbeitstier und Harlekin – er hat Generationen geprägt.
Bild: Sven Krieger

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Moderne Zeiten: Als 1975 der VW Polo I (1975-1981) das Segment A-Null besetzte, war er der Schlusspunkt eines gesamten Programm-Umbaus bei Volkswagen. Bis auf den Bulli hieß es: nie wieder Heckmotor!
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Der Polo I sollte den Käfer ersetzen, gemeinsam mit dem Golf, denn der Käfer bediente gleich mehrere Kundentypen, von sparsam (VW 1200) bis fast schon verschwenderisch (1303).
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Intern galt die Faustregel: Audi macht auf fein und teuer, mit dickem Teppich, Chromzierrat und Co, VW darf den Knausermeister spielen.
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So gab es den Polo auch mit 40 PS aus 900 Kubik Hubraum (im Ausland sogar mit 800 Kubik und 34 PS), mit nackten Blechflächen im Innenraum und sachlichem Äußeren.
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Ähnlich wie der Rest des Autos ist auch der Tacho schlicht.
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Der Frontmotor ist wassergekühlt, seine Drehzahl hört man dennoch.
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Der Polo I wurde in vielen Bereichen "entfeinert", wie es in VW-Akten heißt: kein Schloss in der Beifahrertür, Filzmatten statt Teppich, geändertes Typenschild (Erparnis: 80 Pfennig pro Auto), kein Fondascher (eins fünfzig pro Auto gespart).
Bild: Christoph Boerries

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Der Derby I (1977-1981), schon 1974 fertig konzipiert, geht drei Jahre später in Serie. Anfangs ist noch ein völlig anderes Heck vorgesehen, dann andere Leuchten und eine unverwechselbare Heckdeckelkante ...
Bild: Christoph Boerries

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... am Ende reicht’s nicht mal für unterschiedliche Heckleuchten.
Bild: Christoph Boerries

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"Trio Infernale", seufzten einige VW-Designer, als der Stufenheck-Polo beschlossen wurde.
Bild: Sven Krieger

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Für 400 Mark Aufpreis bekamen die Kunden 515 Liter Kofferraum!
Bild: Christoph Boerries

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Es gab ihn mit 40, 50 und 60 PS, immer nur mit zwei Türen und ...
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... am liebsten mit Holzdekor innen.
Bild: Christoph Boerries

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Er ist die sportlich angehauchte blaue Mauritius des Polo-I-Modellprogramms: der Polo I GT, nur in der Facelift-Version von Ende 1979 bis Mitte 1981 im Angebot.
Bild: Sven Krieger

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Das Rezept war noch einfacher als beim Golf GTI: GT-Emblem ...
Bild: Christoph Boerries

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... Dekorstreifen in Rot ...
Bild: Christoph Boerries

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... Frontspoiler ...
Bild: Sven Krieger

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... speziell gestaltete Räder ...
Bild: Christoph Boerries

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... und Polster im Innenraum.
Bild: Christoph Boerries

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PS? Ganze 60 reichten damals. Wie süß! Und heute echt rar.
Bild: Christoph Boerries

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Sie nannten ihn "Banane“: Anders Dietlev Clausager zeichnete die Grundentwürfe für den Polo II 86C (1981-1989) ...
Bild: Christoph Boerries

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... der seinen internen Spitznamen aufgrund der leicht durchhängenden unteren Fensterlinie erhielt.
Bild: Sven Krieger

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Während die Konkurrenten Fließheck bauten, war die Stimmung im VW-Design, besonders bei Chefstilist Herbert Schäfer, pro Steilheck.
Bild: Christoph Boerries

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Typisch Polo: Dünner Lenkradkranz und spartanische Armaturen.
Bild: Sven Krieger

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Den Motor gab es in drei Varianten mit 40 bis 60 PS.
Bild: Sven Krieger

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Ursprünglich von Clausager mit verdeckten Hinterrädern geplant, erhielt das Polo Steilheck in der Serie nur die gerade auslaufenden hinteren Radläufe. Die waren ursprünglich für das Polo II Fließheck vorgesehen, dem Polo II Coupé (1982-1989).
Bild: Sven Krieger

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Dem teureren Coupé war die sportliche Variante namens GT vorbehalten. Vom 1.3 GT (75 PS) träumten 17- und 70-Jährige.
Bild: Christoph Boerries / AUTO BILD

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Gerade mal 858 Kubikzentimeter klein ist der Zweizylinder-Direkteinspritzer mit Ausgleichswelle, der in den 50 Exemplaren des Öko-Polo (1989) verbaut wurde.
Bild: Christoph Boerries / AUTO BILD

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Ein Feldversuch, aus dem leider keine Serie wurde, dabei lag der Verbrauch bei 1,7 Liter Diesel auf 100 km/h.
Bild: Sven Krieger

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Schwungnutz-Automatik, halbautomatisches Fünfganggetriebe und per Gasfuß zuschaltbarer G-Lader sind technische Schmankerl.
Bild: Sven Krieger

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Heute sehr rar: Polo II GT (1989-1994) als Steilheck, hier ein sehr spätes Exemplar aus dem Modellwechseljahr 1994. Bertone und Giugiaro lieferten cleane Entwürfe für das Polo-II-Facelift ...
Bild: Sven Krieger

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... verwirklicht wurde das Haus-Design von Michael Farni (Coupé) und Carl Elmitt (Steilheck) sowie Luca Rezzonico (Front und Heck).
Bild: Christoph Boerries / AUTO BILD

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Auch die Armaturentafel entstand neu.
Bild: Sven Krieger

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Nach einer Vorrunde von zunächst 500 Exemplaren des Polo 86C GT G40 erschien mit dem Facelift 1989 der Polo G40 (1989-1994) in Serie.
Bild: Christoph Boerries

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Der spiralförmige G-Lader quetscht aus 1,3 Liter Hubraum 113 PS.
Bild: Sven Krieger

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Im Gegensatz zum großen G-Lader in Golf und Corrado G60 macht der G40 keine Probleme, sondern nur Spaß.
Bild: Sven Krieger

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Mit Serieneinführung des VW Polo GT G40 legte VW Motorsport 1986 auch eine Rennversion des Polo G40 auf. Der Polo G40 Cup.
Bild: Christoph Boerries

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Ziel dieser Maßnahme war, die Akzeptanz des damals neuen G-Laders zu fördern.
Bild: Christoph Boerries

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Rund 50 Autos baute und verkaufte VW Motorsport, ein einziger Verbliebener ist bekannt.
Bild: Christoph Boerries

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23.684 Mark teuer, lief der G40 Cup 190 Sachen bei 112 PS.
Bild: Christoph Boerries

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Weltrekord-G40 (1985): Drei Prototypen des Polo G40 wurden in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Handarbeit auf den harten Renneinsatz vorbereitet und sollten so den neuartigen G-Lader unter Extrembedingungen testen.
Bild: Christoph Boerries

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Kräftige 129 PS, Spitze 218 km/h ...
Bild: Christoph Boerries

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... Verbrauch 18,8 Liter pro 100 km ...
Bild: Christoph Boerries

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... 24-Stunden-Weltrekord mit 208 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit.
Bild: Christoph Boerries

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20 bunte Harlekine wurden anlässlich der Polo-III-Präsentation 1995 handlackiert zu Werbezwecken eingesetzt.
Bild: Christoph Boerries

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Die Folge: Das Publikum wollte eine Serie!
Bild: Sven Krieger

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Also schraubte VW bis 1997 insgesamt 3806 Polo von Hand bunt um – die ersten 1000 mit Zertifikat.
Bild: Sven Krieger

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Frischluft in den Polo III, intern als 6N bezeichnet, bringt ab August 1995 das neue Modell Open Air.
Bild: Christoph Boerries

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Das riesige elektrische Faltschiebedach nimmt den Großteil der Dachfläche ein.
Bild: Sven Krieger

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Das von VW-Designer Helmut Schmid gezeichnete Volumenmodell, hat moderne Details wie Servolenkung, Airbags, elektrische Fensterheber.
Bild: Christoph Boerries

Scharfkantig und skurril: Autos der 80er-Jahre

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Wie kantig kann ein Volvo sein? Soo, beantwortet der Volvo 760 diese Frage. Die völlig neue 700er-Serie ging 1982 an den Start. Die Amerikaner nannten sie "Swedish Brick", schwedischer Ziegelstein, ein echtes 80er-Jahre-Kantholz!

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Der Subaru XT und seine Fans haben Glück: Dieses eine Mal verzichteten die Subaru-Designer auf das markentypisch öde Design und entwerfen ein kantiges Auto, dem die Menschen auch 30 Jahre nach dem Debüt noch hinterherschauen.
Bild: Holger Neu / AUTO BILD

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In sieben Jahren verkauft Subaru nur 1056 XT in Deutschland, groß war der Markt also noch nie. Extrem-Individualisten und Japan-Klassik-Liebhaber erfreuen sich an den deutlich vierstelligen Notierungen. Der Geheimtipp Subaru XT ist selten, aber nicht teuer.
Bild: Holger Neu / AUTO BILD

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Quadratisch, praktisch, gut: Der Fiat Panda ist Prototyp aller modernen Kleinstwagen. Er setzt die Tradition seiner winzigen 500er-Ahnen fort, mit dem Unterschied, ...
Bild: Holger Neu

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... dass sein kantiges Heck Laderaum bietet, weil sein Motörchen vorn sitzt und seine 45 PS an die Vorderachse abgibt. Und obwohl er klein ist, ist er eben nicht mehr knubbelig und niedlich, sondern kommt mit geraden Linien daher.
Bild: Holger Neu

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Unverkleidetes Blech, einfachstes Gestühl: Die "tolle Kiste" Panda bietet, was es zum Autofahren braucht. Nicht mehr, nicht weniger. Ein Erfolgsrezept: Fiat verkauft in 23 Jahren über vier Millionen Ur-Panda. Erst 2003 wurde der Verkauf in Italien wegen Emissionsrichtlinien eingestellt.
Bild: Holger Neu

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Ein VW, der mehr sein will, als er ist. Aber nicht hierzulande, sondern im fernen China glückt dem Volkswagen Santana die große Karriere.
Bild: Markus Heimbach

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Sauber, klar und kantig sieht der Santana aus, wie die Häuser in der Lüneburger Heide.
Bild: Markus Heimbach

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Noch ein VW, aber im Gegensatz zu seinem Vorgänger ein enorm erfolgreicher: Der Kasten-Bulli VW T3 ist Inbegriff des Kantholzes: Schon 1979 erschienen, ist der kantige Kerl zwar ein Kind der Siebziger, ...
Bild: Martin Meiners

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... dank seiner vielen rechten Winkel und der Bauzeit durch die 80er-Jahre hindurch aber hier genau richtig. Wer ist kantiger?
Bild: Martin Meiners

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Der Bentley Turbo R und der designtechnisch nahezu identische Mulsanne hatten bis Ende 1988 rechteckige Frontscheinwerfer. Mit 6,75 Litern Hubraum, 330 PS und speziellem Fahrwerk lag diese Schrankwand gut in der Kurve.
Bild: Joachim Storch

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Von hinten gesehen könnte den Turbo R beinahe eine funktional designte japanische Limousine der späten Siebziger sein, wäre da nicht das geflügelte Logo über dem Kennzeichen.
Bild: Joachim Storch

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Ab 1980 der Einstieg in die Welt von Ferrari: Der Mondial. Der Nachfolger des Dino 308 GT/4 leistet zum Modellstart magere 214 PS. Zwei Jahre später rollt der Mondial Quattrovalvole (Vierventiler) mit 240 PS an. Und den wenige Jahre später vorgestellten Testarossa kann man hier schon erahnen.

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Der Ferrari Testarossa von 1984 zeigt in ungewohntem Farbton ("Miami-Weiß") und dem Kontrast zum schwarzen Plastik gerade am Heck seine Ecken und Kanten. Unter dem großen, weißen Viereck auf dem Rücken liegen zwölf Zylinder, die fast 400 PS leisten.
Bild: Theo Klein

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Von vorne ist der Achtziger-Italiener etwas weniger kantig. Das Pininfarina-Design hat seinen eigenwilligen Charme, was auch dazu führte, dass der Testarossa als Modellauto bis heute Lieblingsauto in vielen Kinderzimmern ist.
Bild: Theo Klein

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Mit einem deutlich moderneren Erscheinungsbild kommt 1985 eine neue Generation des Honda Accord auf den Markt. Sein kantiges und sachliches Design samt Klappscheinwerfern unterstreicht seinen sportlichen Anspruch.

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Ein Auto gewordener Tarnkappenbomber: Radikal kantig kommt der Lamborghini Countach daher. Mit den rassigen Rundungen des Vorgängers Miura ist Schluss. Klar, der Türkeil mit den Scherentüren ist ein Kind der blumigen 70er, ...
Bild: Christian Bittmann

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... doch obwohl Lamborghini in den 80ern unter chronischer Finanznot leidet, hält der Sportwagenbauer sein Flaggschiff mit regelmäßigen Upgrades frisch. Zum Beispiel für den Motor: Im LP500S (ab 1982) leistet der 4,8-Liter-V12 stramme 375 PS.
Bild: Christian Bittmann

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Mäßige Rundumsicht? Ach was, gar keine. Doch hat es der Torero erst einmal über den Türschweller in den Innenraum des Kampfstiers geschafft, sollte sich sein Blick sowieso nur noch auf das konzentrieren, was vor ihm geschieht. Auch deshalb, weil das mit dem Geo-Dreieck gezeichnete Armaturenbrett heute wirklich aus der Zeit gefallen scheint.
Bild: Christian Bittmann

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Flach, breit und schnell: Der Countach ist längst eine Designikone. Ohne den überdimensionierten Heckflügel (Lamborghini lieferte ihn gegen Aufpreis) kommt seine die vollendete Kantenform noch besser zur Geltung.
Bild: Christian Bittmann

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Für seine Fans ist er der letzte "echte Alfa": Der Enkel der Giulia heißt Alfa 75 und rollt zur Mitte der 80er mit allem an, was Alfisti erwarten: dynamische Vier- und Sechszylinder, Transaxle-Bauweise und ein äußerst agiles Fahrwerk. Und einem Stil, bei dem die Karosserie geraden Linien folgt.
Bild: Andrea Schick-Zech

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Das 75er-Design mit der ansteigenden Gürtellinie polarisiert, doch seinem Verkaufserfolg schadet das kaum. Und ja: Claus Theo Gärtner (alias Matula aus "Ein Fall für zwei") fuhr auch einen.
Bild: Andrea Schick-Zech

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Als der kantige Citroën CX 1975 in die Fußstapfen der Citroën DS tritt, sieht er aus wie das Auto von morgen. Deshalb wirkt er auch Jahre später noch frisch. Heute besonders gesucht: der Progressiv-Laster CX Break (Foto) und der 220 km/h schnelle CX GTI Turbo.
Bild: Juergen Christ

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Blick ins Cockpit mit Einspeichenlenkrad und Bediensatellit. Am Armaturenbrett finden sich auch runde Formen, der CX wird durch seine Gegensätze lebendig.
Bild: Juergen Christ

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Der Citroën Visa soll den 2 CV beerben, doch die Rolle des Entenmörders bleibt dem Schrägheck-Zwerg erspart. 1988 ist Schluss für den designierten Nachfolger – das 2CV-Schnabeltier rollt dagegen noch bis Ende Juli 1990 in Portugal vom Band.
Bild: Werk

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Nur zwei Jahre (1983 – 1985) lang bieten die Franzosen den Visa als viertürige Frischluftlimousine in der Version "Décapotable" an.
Bild: Werk

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Citroën BX, der Spießer unter den Avantgardisten? Die strömungsgünstige Karosserie gerät konformer, als es die Fans von ihrer Marke erwarten. Der hier abgebildete BX (mit Facelift) war eine ziviliere Ausgabe der abenteuerlich wilden Urvariante, die von 1982 bis 1986 produziert wurde.

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Die Heckklappe ist hier bunt, doch meist schwarz. Mit dem Y10 wagt es Lancia, einen Kleinwagen für designorientierte Menschen anzubieten. Der kantige Lifestyle-Zwerg kommt 1985 auf den Markt und basiert auf dem Fiat Panda.
Bild: AUTO BILD / Holger Schaper

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Der Franzosenkeil Renault Fuego, auf Spanisch "Feuer", wirkt äußerlich sportlich-elegant, innen ...
Bild: Markus Heimbach

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... bietet das Coupé zeitgemäß viel Plastik. Viele Bauelemente teilt er sich mit seiner Basis, dem Renault 18.
Bild: Markus Heimbach

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Der kantige Franzosen-Zweitürer wird im spanischen Renault-Werk in Palencia gebaut.
Bild: Markus Heimbach

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Erfolglos in der Oberklasse: vom Alfa 6 entstehen zwischen 1979 und 1986 keine 10.000 Stück. Der große Bruder der Alfetta hatte aber auch mit den Vorurteilen der Alfisti gegenüber einem Auto ohne Transaxle-Bauweise zu kämpfen.
Bild: Werk

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Der kleine Stratos: Obwohl der sportliche 128-Ableger X1/9 schon seit 1972 vom Band läuft, produziert ihn Fiat bis 1988 fast unverändert in geringer Stückzahl.
Bild: Werk

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Der Fiat Ritmo fiel Zeit Lebens mit Rostproblemen negativ auf. Seine runden Kulleraugen in einer grilllosen Hochwasser-Plastik-Frontschütze geben dem ...
Bild: Werk

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... Italiener in der Golf-Klasse das charakteristisches Aussehen. Und tatsächlich: den Ritmo gab's auch als Cabrio.
Bild: Werk

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Für diejenigen, die ein Auto mit richtigem Kofferraum wollen, liefert Fiat von 1983 bis 1990 den Ritmo auch mit Rucksack. Er heisst Fiat Regata und ist heute nahezu ausgestorben.

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Mit besserer Rostvorsorge und viel Laderraum soll der Ritmo-Nachfolger Tipo glänzen. Die Abarth-Ableger streicht Fiat aus dem Programm, das sportliche Topmodell heißt jetzt Tipo Sport und leistet 146 PS. Die Kante ist der Maßstab für den Kompakten aus Italien.
Bild: Werk

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Der Renault Espace begeistert bei seinem Debüt die Fachwelt: Platz ohne Ende, variables Sitzkonzept. Er ist ein Auto, dass sich den Bedürfnissen seiner Passagiere, vorzugsweise Familien, anpasst. Ein Kantenmobil par excellence.

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Fünf herausnehmbare Sitze für variablen Stauraum, umhüllt von einer ultraleichten Karosserie mit günstigem cW-Wert. Ohne ihn hätte es Sharan, Zafira und Konsorten nie gegeben. Oder erst viel später.
Bild: Uli Sonntag

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Unter der Regie von Chrysler erlebt der Markenname Talbot, zuvor in Simca aufgegangen, seine Auferstehung. Design und Technik sind auf durchschnittlichem Niveau, glänzen können die Franzosen mit diesem Kompromiss nicht. Der Solara SX ist kein Auto für die Ewigkeit.
Bild: Werk

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Auf Basis des Simca 1100 entwickeln Matra-Ingenieure in den späten 70ern den Rancho (1977-1981). Statt Allrad- kommt aus Kostengründen der bewährte Frontantrieb zum Einsatz. Ab 1977 ...

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... bietet PSA, von da an neuer Chrysler Europa und damit auch Talbot-Eigentümer, das Freizeit-Auto unter der Bezeichnung Talbot-Matra Rancho an. Rauer Umgang und schlechte Rostvorsorge lassen ihn fast aussterben.

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Französische Oberklasse: Den großen Peugeot 604 gibt es bis 1985, mit Vier- und Sechszylindern mit 2,3 bis 2,8 Litern Hubraum. Besonders, aber trotzdem erfolglos: der 80 PS starke Oberklasse-Turbodiesel 604 GTD Turbo.
Bild: Werk

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Mit bis zu 185 Turbo-PS und Allradantrieb driftet sich das Lancia-Delta-Topmodell HF Integrale in die Herzen der Lancisti. Als er 1979 erscheint, ist der Delta ein eher farbloser Geselle auf Basis des Fiat Ritmo, ...
Bild: Angelika Emmerling

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... mit dem die Marke ihr Glück in der Golf-Klasse versucht. Im Delta HF Integrale dagegen macht ein Garret-Turbolader dem 2,0-Liter-Vierzylinder Druck. Noch heute erfährt er in Fan-Kreisen glühende Verehrung. Auch wegen des unverwechselbar kantigen Designs.
Bild: Angelika Emmerling

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Seine Lorbeeren verdient sich der Delta in der Rallye-WM. Die Krönung stellen die bis zu 500 PS starken Delta S1 dar. Nach dem Ende der Gruppe B-Ära setzt Lancia sein Engagement mit seriennahen Delta fort.
Bild: DPA

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Der VW Jetta II ist ein Imageträger. Zum Leidwesen der Marktstrategen anders, als gedacht. Denn der Golf mit Stufenheck sieht jungen Käufern in der Kompaktklasse zeitlebens zu bieder aus und wurde als Rentnerauto verspottet - auch ein Image. Nur kein gewünschtes.

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Die unspektakulären geraden Linien und nahezu planen Flächen hatten zur Folge, dass der Jetta hierzulande nie die Popularität seines Schrägheck-Bruders erreichte. Die Amerikaner allerdings feiern den VW heute noch total ab. Die Versuche, den Namen loszuwerden (Vento/Bora) misslingen dort.

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Zwar kein Porsche aus Russland, aber wenigstens wurde der Motor des Lada Samara von Porsche entwickelt. Beim Design guckten sich die russischen Konstrukteure dafür eher bei Mitsubishi Colt und VW Golf einiges ab. Was bleibt, ist der Kultfaktor.
Bild: Werk

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Gehobenere Ausstattung, größere Motoren: Diese Merkmale mussten reichen, um den Audi 200 von der Basis Audi 100 abzuheben. Kurios: Die Fahrleistungen des 200 quattro 20V toppten sogar die des Audi-Flaggschiffs V8 3,6. Allerdings war der Typ 44 mit dem gedrosselten quattro-Aggregat nur kurze Zeit lieferbar.

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Kantiger als der Vorgänger, jedoch mit weitgehend gleicher Technik fuhr 1978 die zweite Generation des Audi 80 vor. Erstmals kam eine technische Neuerung, die so zuvor noch nie in einem Serienfahrzeug eingesetzt worden war, zum Einsatz: In der Ausführung "Formel E" verfügte der B2 bereits damals über eine Start-Stopp-Automatik.

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"Bella Figura!" sagten die Bitter-Freunde zum schnittigen Coupé Diplomat, abgekürzt CD. Dass unter der italienisch geschnittenen Karosserie ein Rüsselsheimer steckt, ist nicht zu bemerken. Pietro Frua zeichnet den Karosserie-Entwurf, damit die Technik des Diplomat B drunter passt, schraubt Opel aber noch ordentlich daran herum.

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Fast schon ein Maserati Ghibli von hinten, auch wenn die Rückleuchten vom Fiat 124 stammen. Dieses Rückleuchten-Schicksal teilt sich der rund 350 mal gebaute Bitter mit dem noch exklusiveren Iso Fidia (unter 200 Exemplare) und dem etwas häufiger produzierten Lamborghini Espada (ca. 1200).

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Der Opel Corsa A schaut 1982 aus knuffigen Glas-Quadern in die Welt. Den Kleinwagen gibt es als drei- oder fünftürige Schrägheck-Limousine und als zwei- oder viertürige Stufenheck-Variante. War er zu seinen Anfängen noch eher kantig, wird der Corsa B eine Knutschkugel.

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Konservative Ford-Kunden konnten ab 1983 ihren Taunus durch eine Stufenheck-Version des Escort ersetzen, analog zu VW Golf und Jetta. Für ein Prestige-Plus gab's auch einen eigenen, knackigen Namen: Ford Orion, wie das Raumschiff aus der schwarzweißen TV-Serie der 60er.

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Die zweite Generation des VW Scirocco (II Typ 53B) kam 1981 als Nachfolger des VW Scirocco I (Typ 53) auf den Markt. Der VW Scirocco II war ein dreitüriges Sportcoupé (2+2-Sitzer).

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Ganz schön steil, dieses Heck: Der VW Polo Typ 86c war ein Dauerbrenner und Kassenschlager, der sich 13 Jahre lang gut verkauft. Heute wirkt der Kleine stelzbeinig und fragil, steht auf dem Wendepunkt vom billigen Anfängerauto zum Klassiker – die ersten 86c tragen bereits das H!

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Der Traum aller höheren Töchter: zum Tennisplatz im Golf Cabrio I, aus den Boxen schallt Modern Talking. Das Erdbeerkörbchen steht bis heute sinnbildlich für den Zeitgeist der 80er.

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Das Fließheck gilt in den 70er- und 80er-Jahren als modische Karosserieform, hier am VW Passat B2 in der gefacelifteten Version, gebaut ab 1985. Noch beliebter ist der Lastesel Variant, der wegen seines hohen Nutzwerts aber schneller verbraucht wird.

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In alter Giulia-Tradition: Der Alfa Romeo GTV überlebt bis weit in die 80er-Jahre. Bereits zum Facelift im Jahr 1980 erhält er den 2,5-Liter-V6 aus dem Alfa Sei. Die schwächeren Reihenvierzylinder haben weniger Sex-Appeal und profitieren von der Luxus-Steuer in Italien, die vielen Alfisti kleinere Motoren schmackhaft macht.
Bild: Sabine Schirmer

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In den 80ern ist Alfa Romeo eine ernst zu nehmende Größe in der sportlichen Kompaktklasse. Vom 33 kann Alfa zwischen 1983 und 1994 fast eine Million Stück absetzen. Damit ist er, zusammen mit dem allzeit rostbereiten Sud, das erfolgreichste Modell in der Firmengeschichte.
Bild: Werk

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Dieser Alfa ist auch Fiat, Lancia und Saab. Wie bitte? Der 164 ist das Ergebnis eines Joint Ventures, das für die Alfisti eine harte Zäsur bedeutet: Der 164 ist der erste Alfa mit Frontantrieb. Und ein Kantenmobil.
Bild: Aleksander Perkovic

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1988 löst der Citroën XM den CX ab. In alter Tradition lassen sich auch Frankreichs Staatschefs im DS/CX-Erben chauffieren. Irgendwo zwischen Türkeil, modernem Kunstwerk mit scharfen Kanten und Auto angesiedelt, findet der Franzose hierzulande nicht allzu viele Liebhaber.
Bild: Klaus Kuhnigk

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Mit 300.000 Exemplaren in zwölf Jahren ist der XM kein Verkaufsschlager. Nach seinem Abgang braucht Citroën sechs Jahre, um den Mut für ein neues Oberklassemodell zu fassen.
Bild: Klaus Kuhnigk

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Last, but not least: Kantenstyle aus Großbritannien. Gegen Ende der 70er-Jahre weist der Jaguar XJ40 den Weg in die kantigen Achtziger. Die rechteckigen Frontscheinwerfer waren nur in der "Sovereign"-Ausstattungsvariante ...

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... und für die Daimler-Modelle erhältlich, und doch tauschen viele Besitzer sie ein gegen das Vier-Scheinwerfer-Gesicht der Basisversion. Die Abrisskante am Heck verläuft, natürlich, senkrecht. Noch mehr Achtziger: Die vergessenen Helden des Alltags
Bild: AUTO BILD
Die deutschen Autos der 70er

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Vom wilden VW Golf GTI bis zur Mercedes S-Klasse mit ABS: Die 1970er waren ein Auto-Jahrzehnt der technischen Innovationen wie auch der Gegensätze. AUTO BILD zeigt die deutschen Autos der Siebzigerjahre!
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Der erste deutsche Mini mit Quermotor, Frontantrieb, kompakter Form und umlegbarer Rücksitzbank war der Audi 50. Vorgestellt wurde er 1974. VW griff dankbar zu und machte aus dem Audi 50 im März 1975 den VW Polo. Mit gezielten Marketing-Maßnahmen ließ VW 1978 den Audi 50 zugunsten des Polo sterben.
Gebrauchtwagenmarkt: Audi 50
Bild: Lena Barthelmess / AUTO BILD

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Der 1972 vorgestellte Audi 80 war eine komplette Neuentwicklung und wurde auf Anhieb ein Riesenerfolg. Der Audi 80 war ein bedeutendes Auto im Volkswagen-Konzern, weil sowohl Plattform als auch Motoren die Basis für zahlreiche VW-Modelle bildeten. Der erste VW Passat (1973 bis 1980) war technisch identisch mit dem Audi 80.
Bild: Roman Raetzke

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Modellpflege: Der Audi 80 bekam 1976 eine Front im Stil des neuen Audi 100 mit Breitbandscheinwerfern und geänderte Rückleuchten verpasst. Bis zum Modellwechsel im Juli 1978 wurden insgesamt 1.103.766 Audi 80 ausgeliefert.
Bild: Andreas Huber

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Ein Star in der Mittelklasse: 1978 erschien die zweite Generation des Audi 80 und avancierte prompt zum Gipfelstürmer in der deutschen Zulassungsstatistik. Er bot erheblich mehr Platz als sein Vorgänger und war ab 1982 auch als quattro lieferbar.
Gebrauchtwagenmarkt: Audi 80
Bild: Aleksander Perkovic / AUTO BILD

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Audi-Chefentwickler Ludwig Kraus, der vormals bei Daimler-Benz beschäftigt war, entwickelte den Audi 100 ohne Wissen von VW-Chef Nordhoff. Als Nordhoff den fertig entwickelten Wagen zum ersten Mal sah, gabt er prompt die Order, ihn zu bauen. Viele Details des ersten Audi 100 gingen auf Vorarbeiten von Daimler-Benz zurück.
Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD

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Die junge Marke Audi, die unter VW-Ägide erst 1965 das Erbe der DKW-Zweitakter angetreten hatte, benötigte einen Imageträger. Radstand und Heck des Audi 100 (ab Ende 1968) wurden jeweils um gut elf Zentimeter gekürzt, grimmige Doppelscheinwerfer montiert, das Dach zum Fastback geformt. Heraus kam das Audi 100 Coupé S.
Bild: Markus Heimbach

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1976 erschien die zweite Generation des Audi 100 (Typ 43). Die größte Innovation des kantig gestalteten Typ 43 war der Fünfzylindermotor der Top-Versionen. Fachjournalisten äußerten anfangs Skepsis, jedoch unbegründet: Der Fünfzylinder erwies sich als zuverlässiger Dauerläufer, Klang und Durchzug begeisterten.
Bild: Markus Heimbach

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Griff nach den Sternen: 1979 blies Audi mittels Turbo-Technik zum Angriff auf Mercedes und BMW. Im luxuriösen Audi 200 5T waren plüschige Veloursausstattung, elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung serienmäßig an Bord. Bis 1982 entstanden 51.282 Audi 200 (Typ 43) – ein Achtungserfolg.
Gebrauchtwagenmarkt: Audi 200
Bild: Sven Krieger

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Arbeiter- und Bauern-Bus: der Barkas B 1000. Angetrieben wurde der Barkas vom Dreizylinder-Zweitakter aus dem Wartburg 353. Der robuste Barkas überzeugte mit rund einer Tonne Nutzlast, einer sehr niedrigen Ladekante und unzähligen Aufbauvarianten.
Bild: Uli Sonntag

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Spezialität für Gourmets deutscher Küche: Der auf einem Frua-Entwurf basierende Bitter CD aus der Manufaktur Erich Bitter, mit problemloser Opel-Technik und De-Dion-Hinterachse vom Diplomat V8. Nur 395 Bitter CD entstanden zwischen 1973 und 1979 im Karosseriewerk Baur.
Bild: Jürgen Mainx

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Der 1971 vorgestellte BMW 02 Touring mit modernem Kompakt-Heck und großer Klappe kam bei den Kunden nicht an. Der hecklastige Kompakt-BMW war auch windempfindlich und bot im Fond sogar weniger Platz als das 02-Stufenheck.
Bild: Werk

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1973 gingen Ölkrise, Sonntagsfahrverbot und kletternde Benzinpreise nicht nur BMW an die Nieren. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt erschien der 2002 Turbo mit 170 PS, das erste Serienauto mit Abgas-Turbolader. Bei der Präsentation trug der 02 Turbo seinen Namen in Spiegelschrift am Frontspoiler – die Serienversion kam ohne dieses Feature auf den Markt.
Bild: Angelika Emmerling / AUTO BILD

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Die kompakten BMW 316, 318 und 320 waren die ersten Modelle der 1975 präsentierten neuen Baureihe E21, die den 02 ersetzte. Die 3er-Reihe entwickelte sich zur erfolgreichsten Modellreihe von BMW. Top-Modell ab 1977: der 323i mit sechs Zylindern und 143 PS. Erkennungszeichen: zweiflutiges Endrohr und Doppelscheinwerfer.
Gebrauchtwagenmarkt: BMW 316
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

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1972 kam der erste BMW 5er (E12). Er folgte dem Trend der Neuen Klasse zur sportlichen Familien- und Geschäftslimousine, bot dabei mehr Platz und Reihensechszylinder mit bis zu 218 PS.
Gebrauchtwagenmarkt: BMW 5er
Bild: Auto Bild Klassik

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Wie ein deutscher Reihensechser laufen kann, das definierte BMW ab 1968 mit den großen Limousinen der E3-Reihe (2500, 2800, 3.0, 3.3). Fahrleistungen und Preis überzeugten. Die Baureihe E3 sollte im Sternen-Revier wildern – doch gegen die übermächtige S-Klasse konnte der große BMW nichts ausrichten.
Bild: x

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1977 preschte BMW mit dem ersten 7er (E23) in die Luxusklasse vor. Der Nachfolger des mäßig erfolgreichen E3 war ausschließlich mit Sechszylindern lieferbar. Bei Karosseriequalität und Fahrkomfort war der erste 7er der Mercedes S-Klasse jedoch unterlegen, ihre Verkaufszahlen erreichte er nie.
Gebrauchtwagenmarkt: BMW 7er
Bild: Sven Krieger

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1968 starteten die großen BMW-Coupés der Baureihe E9 ihre Karriere. Anfangs nur als 2,8-Liter mit 170 PS, gab es die bei Karmann in Osnabrück gebauten CS später auch als Leichtbau-Variante 3.0 CSL mit 206 PS.
Bild: Werk

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Das 6er Coupé (E24) erschien 1976 als stilistischer Vorbote der 7er-Reihe. Mit dem von Paul Bracq gezeichneten Nachfolger des BMW E9 begann das elektronische Zeitalter bei BMW: Erstmals war eine Check Control lieferbar, die selbsttätig Flüssigkeitsstände und Beleuchtung überprüfte. Im Bild die M-Version.
Gebrauchtwagenmarkt: BMW 6er
Bild: Lena Barthelmeß

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1976 brachen auch bei Ford moderne Zeiten an, der erste Fiesta kam auf den Markt. Mit allen Zutaten eines modernen Kleinwagens: Frontantrieb, Quermotor in einer kompakten Karosserie mit großer Heckklappe und umlegbarer Rückbank. Der erste Fiesta entwickelte sich zum Bestseller und wurde bis 1983 rund drei Millionen Mal verkauft.
Gebrauchtwagenmarkt: Ford Fiesta
Bild: Markus Heimbach

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Der 1968 vorgestellte Ford Escort sollte den Geschmack aller treffen – der Erfolg hielt sich in Grenzen. Die hier erstmals versuchte Vereinheitlichung von deutschen und britischen Ford-Modellen klappte nicht. Wegen seiner Kühlergrillform wird der erste Ford Escort auch "Hundeknochen" genannt.
Bild: Christoph Boerries / AUTO BILD

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Wie Opel beim Kadett C, setzte Ford bei der 1975 vorgestellten zweiten Generation des Escort noch einmal auf Heckantrieb und eine simple hintere Starrachse mit Blattfedern. Ende der 70er-Jahre war das unflexible Karosseriekonzept nicht mehr zeitgemäß, die Verkaufszahlen gingen in den Keller.
Gebrauchtwagenmarkt: Ford Escort
Bild: Werk

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Die nach dem Ford-Boss Semon E. Knudsen genannte Nase prägte den Taunus I ("Knudsen-Taunus") wie kein anderes Detail. Die erste Generation des Taunus TC wurde von 1970 bis 1975 über 1,1 Millionen Mal gebaut. Ein überragender Erfolg. Trotz der zahlreichen Mängel und der dafür vom ADAC verliehenen "Silbernen Zitrone".
Bild: Toni Bader

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Ab 1975 wurde es schlicht, der Taunus II zeigte sich glatt gebügelt. Technisch blieb alles beim Alten, neben schnöden Vierzylindern waren auch herrlich brabbelnde V6 zu haben. Top-Motor: ein 2,3-Liter-V6 mit 108 PS. 1979 kam mit dem Taunus III eine letzte Modellpflege mit größeren Leuchten und größeren Außenspiegeln.
Gebrauchtwagenmarkt: Ford Taunus
Bild: Christian Bittmann

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Im März 1972 lud Ford die Presse nach Granada ein. Das passte. Schluss mit 20M und Co, künftig trugen große deutsche Ford-Typen wieder Namen. Das neue Topmodell hieß Granada, der einfacher ausgestattete Bruder Consul. Das Fahrwerk mit Schräglenker-Hinterachse war komplett neu, die V4- und V6-Motoren von den Vorgängern bekannt.
Bild: Martin Meiners / AUTO BILD

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Groß, glatt, günstig: 1977 endete auch bei Ford das Barock-Zeitalter, der Granada Mk II wurde optisch geglättet. Das Angebot reichte vom untermotorisierten Vierzylinder-Diesel bis zum 160-PS-V6 – nirgendwo sonst gab es so viel Raum und Sechszylinder-Luxus für so wenig Geld.
Gebrauchtwagenmarkt: Ford Granada
Bild: Christian Bittmann

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Nach Vorbild des Mustang kam 1969 der Capri auf den Markt und begründete damit auch in Europa den Sportcoupé-Kult. Dank seines Designs schlug der erste Ford Capri ein wie eine Bombe. Allein im ersten Verkaufsjahr 1969 produzierte Ford 240.000 Capri. Im Bild das 1972 und 1973 angebotene Topmodell Capri 3000 GXL mit 140-PS-V6.
Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD

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1974 verschwand die charakteristische Bumerang-Falte, der Capri II kam mit geglätteter Karosserie und großer Heckklappe. Damit hatte der geneigte Sportwagenfahrer keine Transport-Probleme mehr. Ab 1972 baute Ford die Reihenvierzylinder aus dem Taunus ein, ansonsten gab es keine gravierenden technischen Änderungen.
Bild: Christian Bittmann

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1978 kam die dritte und letzte Auflage des Capri, im Grunde ein modellgepflegter Capri II. Er bekam Doppelscheinwerfer, größere Stoßstangen, einen kleinen Spoiler in der Frontschürze und neue Rückleuchten. Die lethargische 1,3-Liter-Version fiel der sportlicheren Ausrichtung des Capri III zum Opfer – gut so.
Gebrauchtwagenmarkt: Ford Capri
Bild: elite garage ag

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Der 1965 vorgestellte Transit war dem VW Bus in Sachen Nutzbarkeit weit überlegen. Der enorm kurze V4 im Bug schuf üppigen Platz für den glattflächigen Laderaum, insgesamt 18 verschiedene Türkombinationen standen beim Kastenwagen zur Auswahl.
Gebrauchtwagenmarkt: Ford Transit
Bild: Bittmann

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Der Hecht im Trabi-Reich: Der 1969 präsentierte Melkus war in der DDR das Traumauto schlechthin. Unter schwierigsten Bedingungen baute Motorsport-Held und Firmengründer Heinz Melkus seinen Sportwagen zwischen 1969 und 1979. Dem ein Liter großen Wartburg-Dreizylinder entlockte er offizielle 70 PS.
Bild: Christian Bittmann

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Mercedes verkaufte von den Modellen 200 D bis 280 E der Baureihe W 114/W 115 mehr Automobile als von allen anderen Typen seit 1945 zusammen. Das klare, zeitlose Design von Paul Bracq, die extrem solide Technik und bezahlbare Preise trugen dazu bei, dass der "Strich-Acht" zum ersten Volks-Mercedes avancierte.
Bild: Götz von Sternenfels / AUTO BILD

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Mit fast 2,7 Millionen Fahrzeugen (1976-1985) wurde die Baureihe W 123 zum bis dahin größten Mercedes-Erfolg. Die Limousinen und Coupés fanden als konsequente Weiterentwicklung des populären Strich-Acht reißenden Absatz. Mit dem T-Modell lancierten die Stuttgarter 1978 mit Erfolg ihren ersten serienmäßigen Kombi.
Gebrauchtwagenmarkt: Mercedes-Benz E-Klasse
Bild: Dieter Rebmann

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"Das beste Auto der Welt": Die internationale Fachpresse war sich einig, dass die 1972 präsentierte neue S-Klasse W 116 diesen Titel tragen durfte. Sowohl Fahr- als auch Crashsicherheit setzten völlig neue Maßstäbe. Die Krönung war das 1975 präsentierte Topmodell 450 SEL 6.9 mit dem bis dato größten deutschen Nachkriegs-V8 im Pkw und hydropneumatischer Federung.
Gebrauchtwagenmarkt: Mercedes-Benz S-Klasse
Bild: Goetz von Sternenfels

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In der zweitürigen Kurzversion wirkt eine S-Klasse-Limousine noch edler – nach diesem Rezept bereitete Mercedes-Benz die SLC-Modelle ab 1971 zu. Die 107er-Coupés basierten auf dem SL-Roadster R 107, allerdings mit verlängertem Radstand – und leider wenig gelungenen Proportionen.
Bild: Goetz von Sternenfels

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Dauerbrenner: Ein langes Leben haben die meisten Mercedes-Modelle – doch keiner war so lange aktuell wie der R 107. Von April 1971 bis zum 4. August 1989 wurde der SL gebaut, 237.287-mal, ein Riesenerfolg. 18 Jahre lang war der Typ 107 Inbegriff von Solidität, Vertrauen und Geradlinigkeit. Über fast zwei Dekaden galt der SL als Statussymbol der feineren Gesellschaft.
Gebrauchtwagenmarkt: Mercedes-Benz SL-Klasse
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

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Aus dem Prinz 1000 wurden NSU Typ 110 und NSU 1200 (Bild) entwickelt. Der Vierzylinder wuchs auf 1,2 Liter, die Front wurde verlängert. Dadurch gewann der NSU zwar an Platz, doch die stimmigen Proportionen wurden verwässert. Schlimmer: Das agile Handling des kleinen Prinz war verschwunden.
Bild: privat

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Nach der IAA 1967 war nichts mehr normal. NSU präsentierte den Ro 80, und alles andere war einfach nur noch alt. Sehr alt. Kennzeichen: Top-Aerodynamik, eine Keilform, die erst 20 Jahre später zum Standard wurde, und ein innovativer Wankelmotor. Den für den Ro 80 (1967 bis 1977) geschaffenen Slogan "Vorsprung durch Technik" nutzt Audi noch heute.
Bild: Christian Bittmann

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Prägte das Straßenbild der 70er: der Opel Kadett B (1965 bis 1973). Der erfolgreichste Käfer-Rivale verkaufte sich insgesamt 2,6-Millionen Mal. Seine Technik erwies sich als unfassbar zäh und anspruchslos. Außerdem punktete der B-Kadett mit einer umfangreichen Modellpalette vom schmucken Coupé bis zum praktischen Kombi.
Gebrauchtwagenmarkt: Opel Kadett
Bild: Holger Neu

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1968 erschien der Opel GT: Klappscheinwerfer, aufregende Kurven und ein atemberaubendes Cockpit ließen die Kundschaft begeistert zugreifen. Bis zum Produktionsende 1973 verkaufte Opel rund 104.000 Mini-Corvetten, viele davon in die USA. Die Technik kam vom Kadett B.
Gebrauchtwagenmarkt: Opel GT
Bild: Martin Meiners

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Nach dreijähriger Entwicklungszeit stellte Opel 1973 den Kadett C vor. Optisch verabschiedete sich auch Opels Kompakter endgültig von US-Vorbildern, das Design war jetzt europäisch-sachlich. Den Kadett C gab es wieder in den klassischen drei Karosserievarianten Caravan, Limousine und Coupé. Opel setzte beim Kadett C zum letzten Mal auf Hinterradantrieb.
Gebrauchtwagenmarkt: Opel Kadett
Bild: Holger Neu

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1975 schob Opel eine weitere Karosserie-Variante nach: Der City bot zwar weniger Platz als die Limousine, dafür hat er eine praktische Heckklappe. Mit dem City reagiert Opel auf den wachsenden Trend zu Schrägheck-Autos. Ein wirklicher Golf-Konkurrent wurde er jedoch nicht.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

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Ebenfalls 1975 erschien der Nachfolger des Rallye-Kadett – der klangvolle GT/E mit anfangs 105 PS. Die ersten Exemplare (bis 1977) sind an ihrer schwarz-gelben Kriegsbemalung zu erkennen, die späten Versionen ab 1977 tragen ein gelb-weißes Blechkleid.
Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD

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Der Opel Ascona A sollte ab 1970 den Kadett B ersetzen, als eigenständige Baureihe oberhalb des Kadett war er zunächst nicht geplant. Der erste Ascona etablierte sich jedoch rasch als eigenständiges Mittelklasse-Auto. Von der Größe her war er exakt zwischen Kadett und Rekord positioniert.
Bild: Uli Sonntag

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Die Luxusversion des nur dreitürig lieferbaren Ascona Kombi hieß Voyage. In Anlehnung an die amerikanische Automode waren die Flanken einiger Exemplare mit Holzdekorfolie beklebt. Dazu passend: das schwarze Vinyldach.
Gebrauchtwagenmarkt: Opel Ascona
Bild: Holger Neu

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Populär, gut aussehend, ohne große Allüren: Der Opel Manta A, Superstar der 70er-Jahre. Der Manta A stand für goldene Zeiten bei Opel. Allein im ersten Verkaufsjahr 1970 setzte Opel 56.000 Manta ab, bis zum Produktionsende 1975 498.453 – ein durchschlagender Erfolg.
Gebrauchtwagenmarkt: Opel Manta
Bild: Angelika Emmerling

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Braver Bestseller: 1975 kam Opel mit dem Ascona B, dem letzten Mittelklasse-Opel mit Hinterradantrieb. Neben seinem günstigen Kaufpreis überzeugte der Ascona mit sparsamen, langlebigen und sehr zuverlässigen Motoren. Der Ascona überzeugte insgesamt 1,5 Millionen Kunden.
Gebrauchtwagenmarkt: Opel Ascona
Bild: Christian Bittmann

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Kultobjekt: der Manta B. Er war 16 cm länger als sein Vorgänger – und damit nicht nur ein sportliches, sondern auch familientaugliches Coupé. Ein Manta in SR-Ausstattung mit Stahl-Sportfelgen und mattschwarzer Motorhaube galt Mitte der 1970er als sportliches Auto. Bis 1988 entstanden 534.634 Manta B.
Gebrauchtwagenmarkt: Opel Manta
Bild: Heimbach

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Der schlicht gestaltete Opel Rekord D wurde 1972 begeistert aufgenommen. Schon im ersten Produktionsjahr feierte der Mittelklasse-Opel bislang unerreicht hohe Verkaufszahlen. Das bewährte Erfolgsrezept: zuverlässige Technik, viel Platz, modisches Design, günstige Preise.
Gebrauchtwagenmarkt: Opel Rekord
Bild: Christian Bittmann

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Der Opel Commodore B (1972 bis 1977) unterschied sich äußerlich nur in Details vom Rekord D. Während im einfacheren Rekord maximal 100 PS zu haben waren, kam das Topmodell Commodore GS/E mit einem 160-PS-Sechszylinder. 200 km/h Spitze ließen viele Konkurrenten auf der Autobahn alt aussehen.
Gebrauchtwagenmarkt: Opel Commodore
Bild: Thomas Starck

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Die offene Version des C-Kadett kam 1977 auf den Markt. Das Cabrio für die Familie war aber nur ein Targa mit zusätzlichem Softtop und viel zu breitem Überrollbügel. Ein weiterer Grund für die bescheidene Nachfrage dürfte der viel zu hohe Preis gewesen sein. Und so endete die Produktion des Kadett Aero schon 1978 nach nur 1332 Exemplaren.
Bild: Privat

54/76
Gutbürgerlichkeit in neuer Form: Der 1977 vorgestellte Opel Rekord E war bereits vom Windkanal gerundet und von Vernunft geprägt, die Zeit der modischen Styling-Gags war vorbei. Sicher, sparsam und technisch auf der Höhe seiner Zeit. Er bot mehr Platz als sein Vorgänger und hatte einen hervorragenden cw-Wert von 0,42.
Gebrauchtwagenmarkt: Opel Rekord
Bild: Ronald Sassen

55/76
1978 erschien die letzte Version des Opel Commodore auf Basis des Rekord E, aufgepeppt allerdings mit der Front des Senator A. Die Limousine gab es zwei- und viertürig, ein Jahr lang wurde die Kombi-Version Commodore Voyage angeboten. Motorisierungen: zwei Reihensechser mit 2,5 Litern und 115 bzw. 130 PS.
Gebrauchtwagenmarkt: Opel Commodore
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

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1969 brachte Opel die zweite Generation der KAD-Serie, die letzten klassischen großen Opel. Kapitän, Admiral B (Bild) und Diplomat sahen jetzt europäischer aus, technisch konnten die großen Opel ebenfalls voll überzeugen. Leider honorierte die Kundschaft das nicht im gewünschten Maße – gegen die Absatzzahlen des Stuttgarter Sterns war der Opel-Blitz machtlos.
Bild: Roman Rätzke

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1978 startete Opel mit dem Senator A erneut den Versuch, in der Oberklasse Fuß zu fassen. Leider fand auch der Senator nur wenige Käufer. Technisch basierte er weitgehend auf dem Rekord E. Hauptsächlicher Unterschied: Sechszylindermotoren und Schräglenker-Hinterachse.
Gebrauchtwagenmarkt: Opel Senator
Bild: Sven Krieger

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Konkurrenzlos: Opel belegte mit dem Monza ab 1978 eine sehr exquisite Nische. Nirgendwo sonst gab es ein Oberklasse-Coupé mit Schrägheck, großer Heckklappe und herrlichen Sechszylinder-Aggregaten. Vor allem die 180 PS starke Dreiliter-Version sorgte für Kribbeln in der Magengegend – sonorer Sound, satter Schub.
Gebrauchtwagenmarkt: Opel Monza
Bild: Roman Raetzke

59/76
Der Höhepunkt der Käfer-Evolution: der VW 1303 mit gewölbter Windschutzscheibe, Schräglenker-Hinterachse und großen Heckleuchten ("Elefantenfüße"). Der 1303 S mit 1,6-Liter-Boxer leistete 50 PS – er war der stärkste deutsche Serien-Käfer aller Zeiten.
Gebrauchtwagenmarkt: VW Käfer
Bild: Toni Bader

61/76
Der 1977 präsentierte VW Derby überzeugte eher mit inneren Werten als mit elegantem Design. Sein 515 Liter großer Kofferraum brachte ihm den Spitznamen "Rucksack-Polo" ein. Der Derby war nur als Zweitürer lieferbar. Nach anfänglichem Erfolg blieben die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück. 1985 stellte VW den Derby ein.
Bild: Christoph Boerries

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1974 revolutionierte VW die Autowelt mit dem kompakten Golf I. Das kantige Design von Giugiaro kam sehr gut an, bereits 1976 fertigte VW den einmillionsten Golf. Der dreitürige Basis-Golf hatte 50 PS, wog 790 kg, erreichte 145 km/h, verbrauchte neun Liter Normalbenzin und kostete 1974 8000 D-Mark.
Gebrauchtwagenmarkt: VW Golf
Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD

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Der Einstieg in die gehobene Mittelklasse ging für Volkswagen komplett schief. Der 1968 als VW 411 präsentierte Typ 4, im Volksmund Nasenbär genannt, rutschte auf Anhieb über sein Schrägheck ins Abseits. Der VW 411 und der gut gemeinte Nachfolger 412 hielten am völlig veralteten Heckmotorprinzip fest. 1974 verschwand der Nasenbär sang- und klanglos aus dem VW-Programm.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

64/76
Großes Glück für VW: Die Fusion von NSU und Auto Union bescherte dem Konzern 1969 endlich moderne Technologie und leitete das Ende des veralteten Heckmotorkonzeptes ein. Der K70 war der erste VW mit wassergekühltem Frontmotor und Vorderradantrieb.
Bild: Bernd Hanselmann

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Der erste VW Passat (Typ 32) stand für ein neues Zeitalter in Wolfsburg. Frontmotor, Frontantrieb und Wasserkühlung lösten das völlig veraltete Heckmotorprinzip ab. Das Design stammte wie beim Golf I von Giugiaro. 1977 erhielt der Passat eine Modellpflege mit Blinkern in den Kotflügelecken und mit Kunststoffstoßfängern.
Gebrauchtwagenmarkt: VW Passat
Bild: Werk

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Mit seinen klaren Linien, den scharfen Kanten, der Keilform, der niedrigen Gürtellinie und dem knackigen Heck mit Bürzelspoiler war der Scirocco der erste Sportwagen von VW. Giorgetto Giugiaro lieferte das Styling, Karmann in Osnabrück konstruierte die Karosserie und fertigte das komplette Fahrzeug mit dem Projektnamen EA398.
Gebrauchtwagenmarkt: VW Scirocco
Bild: Flo (Florian Quandt)

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Hippie-Mobil, Baustellenfahrzeug, Schulbus oder Werkstattwagen: Der VW T2 beherrschte in den 70ern den Kleinbus-Markt. Die T2-Phase währte von 1967 bis 1979, ab August 1972 trugen die T2 ihre vorderen Blinker über den Scheinwerfern. Die T2-Produktion in Brasilien endete erst 2013 nach 46 Jahren mit der "Last Edition".
Gebrauchtwagenmarkt: VW T2
Bild: Sven Krieger

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Der im Auftrag der Bundeswehr entwickelte "Kurierwagen" VW 181 ging 1969 in Produktion. Der 1,5-Liter-Boxer mit 44 PS stammte vom Käfer. Beliebt wurde er als günstiges Spaßmobil: Die umklappbare Windschutzscheibe und herausnehmbare Türen sorgten für grenzenlosen Frischluft-Spaß.
Gebrauchtwagenmarkt: VW 181
Bild: Uli Sonntag

69/76
Der Porsche 914 (1969 bis 1976) war der erste deutsche Serien-Mittelmotor-Sportwagen. Das Kind einer Kooperation von VW und Porsche wurde als "Volks-Porsche" verunglimpft. Dabei war er ein echter Erfolgstyp: Bis zum Ende der Baureihe 1976 liefen 115.631 Vierzylinder-Porsche vom Band. Der stärkere 914/6 mit Sechszylinder-Boxer von Porsche brachte es nur auf 3338 Exemplare.
Gebrauchtwagenmarkt: Porsche 914
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

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Als der Porsche 924 1975 erschien, ging ein Aufschrei durch das Lager der Traditionalisten: Sie meckerten, dass ein Auto mit Frontmotor, wassergekühltem Vierzylinder und Teilen aus dem VW-Sortiment niemals ein echter Porsche sein könne. Doch sie irrten – der 924 bot viele echte Porsche-Qualitäten.
Gebrauchtwagenmarkt: Porsche 924
Bild: Roman Raetzke

71/76
1973 erschien der Porsche 911 komplett überarbeitet: Faltenbalg-Stoßfänger waren ein Tribut an die strengen Sicherheitsvorschriften des US-Marktes. Der Basis-Elfer des sogenannten G-Modells zauberte 150 PS aus 2,7 Litern, der Carrera sogar 210 PS – genug für Tempo 240. Seit dem Modelljahr 1976 war der 911 vollverzinkt.
Gebrauchtwagenmarkt: Porsche 911
Bild: Angelika Emmerling

72/76
1974 präsentierte Porsche den 911 Turbo, den ersten in Großserie gebauten Benziner mit Turbolader. 260 PS, 250 km/h, 0-100 km/h in 5,5 Sekunden. 1975, als die ersten Tests gefahren wurden, war er das schnellste Auto Deutschlands. Sogar Walter Röhrl soll sich ein bisschen vor dem Turbo gefürchtet haben.
Gebrauchtwagenmarkt: Porsche 911
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

73/76
Im März 1977 erschien mit dem 928 die dritte Porsche-Modellreihe nach 911 und 924. Konzept: ein flacher, wassergekühlter V8 aus Aluminium und die Transaxle-Bauweise, die Gewicht verteilte – auf nahezu gleichmäßige 50 Prozent vorn und 50 Prozent hinten. Revolutionär war die Einbeziehung der Stoßfänger in die Karosserielinie.
Gebrauchtwagenmarkt: Porsche 928
Bild: Sven Krieger

74/76
Der Porsche 911 Carrera RS 2.7 entstand als Homologationsmodell für den Rennsport. Seine ausgestellten Kotflügel und die unterschiedlichen Reifendimensionen unterschieden ihn auf den ersten Blick vom Basismodell. Der 210 PS starke Boxer im Heck verlangt nach kundigen Händen am Steuer.
Bild: Jens Mönnich

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1973 feierten die Automobilwerke VEB Sachsenring in Zwickau die Produktion des einmillionsten Trabant P601. An der technischen Basis mit luftgekühltem Zweizylinder-Zweitakt, Frontantrieb und Duroplast-Karosserie änderte sich bis zum Produktionsende wenig. Besonders beliebt ist bis heute die Kombi-Variante Universal.
Gebrauchtwagenmarkt: Trabant P601
Bild: Thomas Ruddies

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Der 1966 vorgestellte Wartburg 353 entsprach zum Zeitpunkt seiner Präsentation dem damals aktuellen Auto-Design. Rahmenbauweise, Zweitaktmotoren und Freilauf waren die typischen Merkmale eines DDR-Autos, für den Rest der Welt war es Technik von gestern. Der sachlich-konservativ gezeichnete Wartburg kostete das zweieinhalbfache eines Trabant P 601.
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Bild: Harald Almonat
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