
Lamborghini Urus
Generation 1
: seit 2018Alle Infos zum Modell

Vorstellung
Vorstellung

Facelift heißt Urus SE
Als Lamborghini 2017 mit dem Urus das erste SSUV (Super Sport Utility Vehicle) präsentierte, hätten sich die Italiener vermutlich nicht erträumt, wie gut der Viertürer bei den Kunden ankommt. Geplant waren 3500 Stück pro Jahr zu verkaufen, allein 2023 wurden über 6000 Exemplare ausgeliefert. Der Urus übertrifft alle Erwartungen und hat die italienische Traditionsmarke in neue Sphären gehoben.

Die neue Launchfarbe "Arancio Egon" ist nichts für Introvertierte – das trifft im Übrigen aber auch auf den Lamborghini Urus im Allgemeinen zu.
Bild: Automobili Lamborghini S.p.A
2024 war es Zeit für den nächsten Schritt. Zwar hat Lamborghini 2022 bereits mit dem Urus S und dem radikaler abgestimmten Urus Performante nachgelegt, doch waren beide Modellvarianten im Kern eng verwandt mit der 2017 enthüllten Basis-Version des Urus. Mit dem Facelift ändert sich (fast) alles.
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Preis
Preis

Das soll der Urus SE kosten
Seit Ende 2024 wird der Urus SE ausgeliefert. Seine Brüder Urus S und Urus Performante lassen sich 2025 nicht mehr ordern. Preise nennt Lamborghini öffentlich nicht – verschiedene Quellen sprechen von mindestens 261.500 Euro, die man für einen Urus SE aufbringen muss.
Lambo-Fahrer werden aber wohl kaum ein Super-SUV von der Stange bestellen, sodass der Endpreis nach Personalisierung und Zusatzpaketen deutlich höher liegen dürfte.
Das Angebot kann die Nachfrage nicht stillen, und das hat Folgen: Im Weiterverkauf steigt der Urus mit wenigen Kilometern auf dem Tacho dank der teils jahrelangen Wartezeiten oft sogar noch über den Neupreis.
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Design
Design

Revuelto-Look für den Urus
Das Design des Urus SE wirkt vertraut, ist aber neu. Die spitz zulaufende Front versprüht Revuelto-Vibes. Die Scheinwerfer sind erstmals in Matrix-LED-Technologie ausgeführt und schmaler als bisher. Außerdem verlieren sie die charakteristische Lichtsignatur im Y-Style. Mit einem Zwinkern erklärt Designchef Mitja Borkert, dass die neue Grafik an den Schweif eines Bullen erinnern soll und fügt hinzu, dass der Urus SE bewusst nicht so aggressiv designt sei wie der Urus Performante. Könnte also bedeuten, dass da noch Luft nach oben ist.
Neben neuen 23-Zoll-Felgen (Galanthus) und der Launchfarbe mit dem im Deutschen lustigen Namen "Arancio Egon" hat sich vor allem am Heck einiges verändert. Die Kennzeichenaussparung wandert eine Etage tiefer in die Schürze. Die Heckklappe orientiert sich an der Front und läuft in der Mitte spitz zusammen. Keine Veränderungen bei den schmalen Rückleuchten, die auch ihre Y-Signatur behalten. Neu ist der Einleger in Wabenoptik, der laut Borkert eine kleine Reminiszenz an den Gallardo sein soll.

Am Heck fallen die Veränderungen besonders groß aus, die Kennzeichenaussparung wandert von der Heckklappe in die Schürze.
Bild: Automobili Lamborghini S.p.A
Garniert wird das Ganze mit einer Abrisskante und einem Dachkantenspoiler, der den Anpressdruck in Verbindung mit dem überarbeiteten Diffusor um etwa 35 Prozent verbessern soll (verglichen mit dem Urus S).
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Antrieb
Antrieb

Der Urus SE ist ein Plug-in-Hybrid
Der Blick ins Datenblatt verrät, dass der Vierliter-V8-Biturbo Unterstützung von einem PSM-Elektromotor mit 141 kW (192 PS) erhält. Die Systemleistung gibt Lambo mit 800 PS und 950 Nm an, was ein gewaltiges Plus gegenüber den 650 PS des Urus bzw. den 666 PS im Urus S bedeutet.
800 PS und 950 Nm
Auf den V8 entfallen im Urus SE 620 PS und 800 Nm. Und auch wenn es anhand der technischen Daten nicht den Anschein macht, so wurde der Verbrennungsmotor grundlegend überarbeitet, um ihn für zukünftige Abgasnormen vorzubereiten. Konkret bedeutet das, dass auch Hardware-Komponenten wie Turbolader und Zylinderköpfe geändert wurden, erklärt Lamborghini-CTO Rouven Mohr im Gespräch.
Bei Lamborghini haben sie also enormen Aufwand betrieben, um den Urus für den zweiten Lebensabschnitt fit zu machen. So gibt es neben den bekannten Fahrmodi Strada, Sport und Corsa sowie den Offroad-Modi Neve, Sabbia und Terra auch neue Hybrid-Einstellungen. Die 25,7 kWh große Batterie ist im Kofferraum untergebracht und soll rund 60 Kilometer elektrische Reichweite bieten.

Der Ladeanschluss befindet sich auf der Fahrerseite, die Tankklappe auf der Beifahrerseite.
Bild: Automobili Lamborghini S.p.A
312 km/h Höchstgeschwindigkeit
Bei der Beschleunigung konnte der Urus SE gegenüber dem Urus S noch mal zulegen. Aus dem Stand katapultiert sich das rund 2,5 Tonnen schwere SUV (Leistungsgewicht von 3,13 Kilo pro PS) in 3,4 Sekunden auf 100 km/h (Urus S 3,5 Sekunden), und 200 km/h liegen nach nur 11,4 Sekunden an (Urus S 12,5 Sekunden) – echte Fabelwerte für ein SUV. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der radikaler ausgelegte Urus Performante 3,3 beziehungsweise 11,5 Sekunden für diese Disziplinen benötigt. Der Topspeed des Urus SE wird mit 312 km/h angegeben (bisher 306 km/h), womit er exakt so schnell ist wie der Ferrari Purosangue.

Unverändert gut ist die für ein SUV tiefe Sitzposition im Lamborghini Urus. Die Materialauswahl wurde noch mal verbessert.
Bild: Automobili Lamborghini S.p.A
Auch der Allradantrieb wurde grundlegend überarbeitet. So wechselt Lamborghini mit dem Urus SE vom Torsen- zum Hang-on-Allrad, was laut Rouven Mohr ein riesiger Schritt ist. Dies soll eine deutlich größere Spreizung zwischen Komfort und Sportlichkeit ermöglichen als bisher. Mohr verrät, dass der SE etwas komfortabler, aber gleichzeitig deutlich spaßiger als ein Urus S abgestimmt sein soll. Ob das stimmt, klären wir im ersten Fahrbericht.
Der Vollständigkeit halber noch der Hinweis: Das Luftfahrwerk wurde neu kalibriert, aktive Wankstabilisierung und Hinterachslenkung sind Serie.
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Ausstattung
Ausstattung

Neues Infotainmentdisplay
Verbessert wurden auch einige kleinere Details im Innenraum. Beispielsweise wurde das Infotainmentdisplay auf 12,3 Zoll (zuvor rund zehn Zoll) vergrößert und mit neuen Funktionen versehen. Die Grafiken wurden vereinfacht und an den Look des Revuelto angepasst. Zudem gibt es neue Materialen für Lüftungsdüsen, Sitze und mehr.

Das Infotainmentdisplay wurde von knapp 10 Zoll auf jetzt 12,3 Zoll vergrößert, die Grafiken angepasst.
Bild: Automobili Lamborghini S.p.A
Damit die Kunden sich den Urus nach ihren Wünschen konfigurieren können, stehen insgesamt 47 verschiedene Farbkombinationen für den Innenraum zur Wahl. Und sollte das immer noch nicht reichen, gibt es ja noch die Individualisierungsabteilung Ad Personam. Unverändert gut ist die für ein SUV ungewöhnlich tiefe Sitzposition im Urus. So fühlt sich der Fahrer vom ersten Moment an perfekt in das Auto integriert.
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Test
Test

Fahrbericht: Lamborghini Urus SE
800 PS Systemleistung – und trotzdem bleibt er nach Drücken des Startknopfs erstmal still: Der Lamborghini Urus SE ist ein Plug-in-Hybrid. Ungewohnt, doch auch Lamborghini scheint sich auf eine Zeit nach dem Verbrenner vorzubereiten. Bis 130 km/h schafft das Super-SUV mit 25,9-kWh-Batterie rein elektrisch, allerdings fährt sich der durchschnittliche Lambo-Fahrer bei dieser Geschwindigkeit gerade erst warm. Natürlich kann der vier Liter große V8-Turbo auch laut. Eher ist der E-Antrieb noch ein zusätzlicher Booster, mit dem er selbst dem Performante davonstürmt.
Lamborghini Urus SE: Fahrbericht
In der Ruhe liegt die Kraft: Lambos erster Plug-in-Hybrid im Test
Bild: Automobili Lamborghini S.p.A.
Fazit von Thomas Geiger: Leidenschaftlich, leistungsstark und irgendwann auch laut wie eh und je – solange immer noch ein Verbrennungsmotor im Spiel ist, kann so die Elektromobilität auch bei Lamborghini kommen. Und dass der ganze Zauber den Preis weiter in die Höhe treibt, wird zumindest die Stammkunden nicht stören.
Lamborghini Urus Performante im Rennstreckentest
Mit 666 PS und viel Carbon, um das Gewicht zu drücken, tritt der Lamborghini Urus Performante zum Test auf der Rennstrecke an. Souverän zieht er sich mit dem aktiven Hinterachsdifferenzial des Torsen-Allrads aus Kurven heraus. Gut, er übersteuert viel, aber das lässt sich bei solch einem Klops rein physikalisch kaum vermeiden.
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Neue Optik, neuer Antrieb und mehr: Mit dem Facelift ändert sich beim Lamborghini Urus fast alles.
Technische Daten im Überblick
Listenpreis
- 210.645 €
Leistung
- 650 PS
Höchstgeschwindigkeit
- 305 km/h
Hubraum
- 3.996 cm3
Verbrauch (kombiniert)
- 12,7 l/100 km
0 – 100 km/h
- 3,6 s
Kofferraumvolumen
- 574 – 616 l
Anhängelast
- –
Technische Daten & Varianten

Lamborghini Urus 1
Bauzeitraum: 03/2019 – 09/2023
1 Kraftstoffart
Benzin
Fahrzeug-Variante
Leistung
0–100 km/h
Verbrauch
Listenpreis
Urus 03/2019 – 09/2023
650 PS
3,6 s
12,7 l/100km
210.645 €
Lamborghini Urus Bilder
Diese Reise wurde unterstützt von Lamborghini. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
Lamborghini Urus SE

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Lamborghini treibt die Elektrifizierung voran! Nach dem neuen Flaggschiff, dem Revuelto, bekommt auch der Urus eine Elektro-Unterstützung.
Bild: Automobili Lamborghini S.p.A

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Das Design des Urus SE wirkt vertraut, ist aber neu. Die spitz zulaufende Front versprüht Revuelto-Vibes. Die Scheinwerfer sind erstmals in Matrix-LED-Technologie ausgeführt und schmaler als bisher. Leider verlieren sie die charakteristische Lichtsignatur im Y-Style.
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Neben neuen 23-Zoll-Felgen (Galanthus) und der Launchfarbe mit dem im Deutschen lustigen Namen "Arancio Egon" hat sich vor allem am Heck einiges verändert.
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Die Kennzeichenaussparung wandert eine Etage tiefer in die Schürze. Die Heckklappe orientiert sich an der Front und läuft in der Mitte spitz zusammen. Keine Veränderungen bei den schmalen Rückleuchten, die auch ihre Y-Signatur behalten. Neu ist der Einleger in Wabenoptik, der eine kleine Reminiszenz an den Gallardo sein soll.
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Garniert wird das Ganze mit einer Abrisskante und einem Dachkantenspoiler, der den Anpressdruck in Verbindung mit dem überarbeiteten Diffusor um etwa 35 Prozent verbessern soll (verglichen mit dem Urus S).
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Verbessert wurden auch einige kleinere Details im Innenraum. Beispielsweise wurde das Infotainmentdisplay auf 12,3 Zoll (zuvor rund zehn Zoll) vergrößert und mit neuen Funktionen versehen. Die Grafiken wurden vereinfacht und an den Look des Revuelto angepasst.
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Damit die Kunden sich den Urus nach ihren Wünschen konfigurieren können, stehen insgesamt 47 verschiedene Farbkombinationen für den Innenraum zur Wahl. Und sollte das immer noch nicht reichen, gibt es ja noch die Individualisierungsabteilung Ad Personam. Unverändert gut ist die für ein SUV ungewöhnlich tiefe Sitzposition im Urus.
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Kommen wir zur größten Neuerung: Der Urus SE ist ein Plug-in-Hybrid. Der Zusatz SE kann als "S Electrified", aber auch als Hommage an den legendären Diablo SE verstanden werden.
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Der Blick ins Datenblatt verrät, dass der Vierliter-V8-Biturbo Unterstützung von einem PSM-Elektromotor mit 141 kW (192 PS) erhält. Die Systemleistung gibt Lambo mit 800 PS und 950 Nm an, was einem gewaltigen Plus gegenüber den 650 PS des Urus bzw. den 666 PS im Urus S bedeutet.
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Auf den V8 entfallen im Urus SE 620 PS und 800 Nm. Und auch wenn es anhand der technischen Daten nicht den Anschein macht, so wurde der Verbrennungsmotor grundlegend überarbeitet, um ihn für zukünftige Abgasnormen vorzubereiten.
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Die 25,7 kWh große Batterie ist im Kofferraum untergebracht und soll rund 60 Kilometer elektrische Reichweite bieten.
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Bei der Beschleunigung konnte der Urus SE gegenüber dem Urus S noch mal zulegen. Aus dem Stand katapultiert sich das rund 2,5 Tonnen schwere SUV (Leistungsgewicht von 3,13 Kilo pro PS) in 3,4 Sekunden auf 100 km/h (Urus S 3,5 Sekunden), und 200 km/h liegen nach nur 11,4 Sekunden an (Urus S 12,5 Sekunden) – echte Fabelwerte für ein SUV.
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Auch der Allradantrieb wurde grundlegend überarbeitet. So wechselt Lamborghini mit dem Urus SE vom Torsen- zum Hang-on-Allrad. Dies soll eine deutlich größere Spreizung zwischen Komfort und Sportlichkeit ermöglichen als bisher. Mohr verrät, dass der SE etwas komfortabler, aber gleichzeitig deutlich spaßiger als ein Urus S abgestimmt sein soll.
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Das Bestellfenster für den Lamborghini Urus SE öffnet in Kürze. Einen konkreten Preis gibt es noch nicht. Nur so viel: Der Urus SE soll sich zwischen Urus S und Urus Performante ansiedeln – könnte also ungefähr 230.000 Euro kosten.
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Fazit von Jan Götze: Lamborghini überarbeitet den Urus grundlegend. Der Bestseller kommt mit neuer Optik, neuem Allrad, neuem Antrieb und deutlich mehr Leistung – eine klare Kampfansage an die Konkurrenz. Und so wie es durchklingt, geht da noch mehr!
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