Lamborghini Terzo Millennio Concept

Lamborghini startet Elektrifizierung: Plug-in-Hybrid, V12, Urus

Lamborghini wird elektrisch! Ab 2025 gibt's keine reinen Verbrenner mehr

Lamborghini elektrifiziert seine Modellpalette. Mittelfristig bleibt es beim V12 – aber als Plug-in-Hybrid. Und: Es wird ein neues Elektroauto geben.
Was haben sich die Lamborghini-Verantwortlichen und allen voran Entwicklungschef Maurizio Reggiani nicht gegen alle Elektrifizierungstendenzen für die hauseigenen Traumwagen gewehrt. Immer wieder unterstrich Reggiani, dass Lamborghini kompromisslos für V10- und V12-Saugmotoren mit hohen Drehzahlen stehe.
2020 gab es ein erstes Zugeständnis mit dem Mildhybrid Sián. Und: Seit vielen Jahren gibt es Pläne, den Aventador, Lamborghinis in die Jahre gekommenes Aushängeschild, elektrisch aufzumöbeln. Mit einem Elektromotor an der Vorderachse, brüllendem V12-Sauger als Mittelmotor, dazu Allradantrieb, martialischem Design und wohl mehr als 1000 PS, damit die aufstrebenden Elektromarken mit ihren Leistungen von bis zu 2000 PS den Italienern nicht länger auf der Nase herumtanzen. (Hier geht es zu den Elektro-Neuheiten bis 2026)

Trotz Elektrifizierung bleibt es beim V12

Doch Konzernlenker Herbert Diess hatte den teuren Elektrifizierungsplänen des Aventador-Nachfolgers immer wieder wegen zu erwartender geringer Stückzahlen eine Absage erteilt. Elektrische Vorderachse, ein neues Doppelkupplungsgetriebe, Carbon-Chassis und weitere Hightech-Dreingaben für einen Supersportwagen, der zum elektrifizierten Hypersportler werden will, waren dem Konzern-CEO zu wenig. Doch jetzt scheint sich das geändert zu haben.

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Der zurückgekehrte Marken-CEO Stephan Winkelmann, zwischenzeitlich bei Audi Sport und Bugatti in Diensten, verkündet mit Genugtuung, dass auch Lamborghini in eine elektrische Zukunft blicke: "Die Elektrifizierungsstrategie von Lamborghini stellt einen Kurswechsel dar, der durch einen radikal veränderten Kontext bedingt ist." Die zukünftigen Lamborghini-Modelle mit Elektro-Baustein werden aber auch mittelfristig beim Zwölfzylinder bleiben. Die Leistung soll ebenso wie das Design einer der Kernfaktoren der Marke sein. "Lamborghini steht seit jeher für höchstes technologisches Know-how in der Fertigung von Motoren mit herausragender Performance: Dies wird auch in Zukunft oberste Priorität in der Innovationsentwicklung haben", legt Winkelmann nach.

Reines Elektroauto kommt 2025

Lamborghinis erster Plug-in-Hybrid dürfte das SUV Urus sein, ein Verkaufsschlager.

©Ronald Sassen

Das erste Modell mit Stecker kommt allerdings erst 2023. Wenn man sich das Portfolio anschaut, kann dies nur das sich prächtig verkaufende SUV Urus sein. Ein Jahr später dürfte die ebenso kleine wie feine Modellpalette elektrifiziert sein, denn ab dem Jahr 2025 will man die CO2-Emissionen um 50 Prozent reduzieren. Neben den Plug-in-Hybridversionen der bestehenden Modelle Aventador, Urus und Huracán soll ab 2025 ein neues Fahrzeug folgen. Das wird rein elektrisch angetrieben. Die Karosserieform ist nach Aussage von Stephan Winkelmann noch nicht entschieden. Denkbar wäre beispielsweise ein elektrischer 2+2-Sitzer nach Vorbild des einstigen Lamborghini Espada. Diesmal jedoch mit Elektropower von bis zu 1000 PS oder mehr.
 
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Die Marke steht nicht zuletzt für Bestmarken in Sachen Leistung und Fahrdynamik, und hier dürften die Anforderungen an das vollelektrische Erstlingswerk größer denn je sein. Die zentralen Module des Elektroantriebs kommen dabei aus dem Audi-Regal. So dürfte auch der Techniktransfer der anderen sportlichen Konzernschwester Porsche garantiert sein, dazu gehört das schnelle Laden mit 800-Volt-Technik.

Größte Investition in der Geschichte der Marke

Da eine gute Idee auch entsprechend farbenprächtig verkauft werden muss, gibt Lamborghini seinen neuen Elektro-Plänen einen hintergründigen Namen: Direzione Cor Tauri. Cor Tauri ist der hellste Stern im Sternbild Stier und steht damit sinnbildlich für die Elektrifizierungsstrategie von Lamborghini. Und um den Stern so richtig zum Leuchten zu bringen, investiert Lamborghini in den kommenden vier Jahren mehr als 1,5 Milliarden Euro – die größte Investition in der Geschichte der Marke.

Autor: Stefan Grundhoff

Fotos: Lamborghini

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