Mercedes A45 AMG/BMW 1er M/Audi RS3/Ford Focus RS

BMW 1er M Coupé Mercedes A45 AMG Edition 1 Audi RS3

A 45 AMG/1er M/RS 3/Focus RS: Vergleich

— 04.10.2013

Die krassesten Kompakten

Zum Einstand was Leichtes à la S3 oder M135i? Hatten wir doch schon! Heute muss sich der A 45 AMG der Vergangenheit stellen. RS 3, 1er M Coupé, Focus RS 500: Die schillernden Stars von einst treten noch mal an.

Nun ist er da, der schnelle Benz; und zur Einstandssause steht er prompt allein auf weiter Flur. Audi bringt den Fünfzylinder wohl erst zum Facelift wieder in den A3 zurück. BMW muss den aktuellen 1er erst noch zum 2er machen, ehe auf M Performance dann tatsächlicheinmal Performance à la M folgt. Und auch im Hause Ford hält  man sich mit Infos zum nächsten Focus RS noch bedeckt. Was bleibt, wäre also ein Kampf mit S3 und M135i; zwei Verlegenheits-Kontrahenten, die von Haus aus milder abgeschmeckt sind als der Benz und so gesehen eher Beute denn Gegner darstellen. Oder man verzeiht dem AMG einfach, dass er den idealen Einstand um zwei Jahre verpasst hat, und trommelt das Trio von einst einfach noch einmal zusammen. Zu abwegig? Keineswegs!

Hintergrund: So testet AUTO BILD

In der Außenwirkung zielt der knallige Auftritt des A 45 AMG Edition 1 genau in Richtung Focus RS.

Mercedes Dicke Backen, großer Spoiler, schwarz gestreift, rot gefleckt. Bis zu 1,8 Bar Ladedruck generieren 360 PS und 450 Newtonmeter, womit sich das intern M133 genannte Triebwerk nun, nach dem offiziellen Ableben des Mitsubishi Evo FQ 400, vorläufig als stärkster Serien-Vierzylinder der Welt bezeichnen darf. Und fürs nötige Zugehörigkeitsgefühl ist auch gesorgt. Der "Kleine" wird wie seine V8- und V12-Geschwister von Hand geboren, trägt im Inneren speziell beschichtete Laufbahnen nach SLS-Vorbild und temperiert seine Ladeluft in einem kombinierten Luft-Wasser-Kühler, der in ähnlicher Form auch vom 55er- Biturbo genutzt wird.

Überblick: Alle News und Tests zum BMW M3

BMW Kurzer Radstand, breite Spur, dazu Hinterachse und Bremse des jüngst pensionierten M3 sowie dessen Radsatz samt Mischbereifung. Kurzum: eine Rezeptur, die schlicht funktionieren musste. An den Händen haftet eine Lenkung von höchster Präzision, an der Fußspitze der hellwache Reihensechser. Gedreht wird bis fast 7000, gebremst so spät wie möglich. Und dann dieses Flair, das der rauchig röhrende Reihen sechser in Tateinheit mit der superkrossen Handschaltung schmiedet ……

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Linie kann der Ford; dank serienmäßiger Semislicks sogar besser, als manch einer ihm zutraut.

Ford Der Fünfzylinder des Focus RS 500 portioniert Drehmoment eher großzügig denn wohldosiert; trotz Revo-Knuckle und mechanischer Sperre zerrt's bisweilen munter in der Lenkung. Und über Dämpferhärte sollte künftig eigentlich nur noch philosophieren dürfen, wer sich den Focus einmal auf Kopfsteinpflaster gegönnt hat. Egal, denn der Rest ist Entertainment pur!

Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS

Audi Trotz breiter Backen und luftiger Front wahrt der RS 3 die bürgerliche Fassade; wohl wissend, im Ernstfall trotzdem einer der richtig Schnellen zu sein. Er ist nicht so fahrdynamikorientiert wie der BMW, nicht so wild wie der Ford, sondern schlicht ein ganz normales Auto, das sein wahres Wesen erst dann herauskehrt, wenn man seinen Fünfzylinder mit Leben füllt. Am RS 3 wirkt alles fein säuberlich austariert. Die Lenkung scheint Linienwünsche regelrecht vorauszuahnen, im Verborgenen lamelliert sich eine Kupplung den Kraftfluss zurecht, während man sich selbst stets langsamer wähnt, als man tatsächlich ist.

Wie die vier kompakten Kracher im Detail abgeschnitten haben, erfahren Sie oben in der Bildergalerie.
Technische Daten Audi BMW Ford Mercedes
Motor R5, Turbo R6, Turbo R5, Turbo R4, Turbo
Hubraum 2480 cm³ 2979 cm³ 2521 cm³ 1991 cm³
kW (PS) bei 1/min 250 (340)/5400–6500 250 (340)/5900 257 (350)/6000 265 (360)/6000
Nm bei 1/min 450/1600–5300 450 (500) 1)/1500–4500 460/2500–4500 450/2250–5000
Getriebe 7-Gang-Doppelkupplung 6-Gang manuell 6-Gang manuell 7-Gang-Doppelkupplung
ECE-Normverbrauch Ø auf 100 km 9,1 l Super Plus 9,6 l Super Plus 9,4 l Super 6,9 l Super Plus
Beschleunigung von 0–100 km/h 4,6 s 4,9 s 5,6 s 4,6 s
Beschleunigung von 0–200 km/h 17,5 s 17,3 s k.A. k.A.
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h (abgeregelt) 250 km/h (abgeregelt) 265 km/h 250 km/h (abgeregelt)
Serienfahrzeug ohne Extras 49.900 Euro (2012) 51.500 Euro (2012) 46.050 Euro (2010) 49.683 Euro
Autor:

Manuel Iglisch

Fazit

Zugegeben, fahrdynamisch hatten wir uns vom AMG etwas mehr Emotion erhofft, was jedoch nichts daran ändert, dass das Gesamtpaket an sich ein extrem stimmiges ist. Flair hat er – vor allem akustisch. Doch den authentischen Charakter seiner Vorreiter bleibt er zum Teil schuldig.

Stichworte:

AMG

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