VW iCar

Apple iCar "Titan" (2021): Vorschau

— 12.08.2016

Erstes Patent fürs Apple-Auto

Apple hat sich das erste Patent für ein iCar gesichert. Was im Netz gerade die Runde macht, wirft aber viele Fragen nach dem Zweck auf!

Das Patent zeigt zwei Kettenfahrzeuge, die durch ein Gelenk miteinander verbunden sind.

Apple hat sein erstes fahrzeugbezogenes Patent gesichert. Das fällt allerdings ziemlich mysteriös aus: Es geht um eine Lenk- und Kupplungsvorrichtung, um Fahrzeuge miteinander zu verbinden. Auf der Patentschrift sind ein führendes Fahrzeug und ein folgendes Fahrzeug abgebildet. Die Kupplung soll laut Patent dafür sorgen, Strom, Kraftstoff sowie Flüssigkeiten zum Bremsen und für die Klimaanlage zwischen beiden Fahrzeugen zu verteilen. Über hydraulische Zylinder kann das vordere Fahrzeug das nachfolgende führen. Solcherart verbundene Fahrzeuge haben einen kleinen Wendekreis, wie beispielsweise Gelenkbusse.

Patentzeichnung mit Kettenfahrzeugen

Apple hat die Lenkung zusammen mit der schwedischen Firma BAE Hägglunds entwickelt. Die Schweden sind eigentlich auf Militärfahrzeuge spezialisiert, was erklären könnte, warum in der Patentzeichnung Kettenfahrzeuge zu sehen sind. Was Apple mit der Lenkvorrichtung vorhat, ist unklar. Jedenfalls bezieht sich das Patent auf ein Gelenkfahrzeug, das sich aus zwei Teilen zusammensetzt, die durch die Lenkvorrichtung verbunden sind. Kurz gesagt: Das Patent wirft viele Fragen auf, ist aber ein echter Beweis dafür, dass Apple an einem Fahrzeugkonzept arbeitet.

So könnte das Apple-Auto am Stau vorbeifahren

Video: Apple-Car

Codename: Titan!

Als nicht unwahrscheinlich gilt die Theorie, dass Apples geplantes Auto, Projektname "Titan", sich mit Hilfe der Kupplung mit anderen Apple-Cars zu einer Kolonnenfahrt zusammenschließen kann, bei der das erste das Steuern übernimmt. Denn auf amerikanischen Highways gibt es zum Vermeiden von Staus oft Sonderfahrstreifen für sogenannte "Carpools". Eine Kolonne von Apple-iCars könnte berechtigt sein, sich dort zu bewegen. Bereits Anfang August 2016 hat Apple indirekt den Fahrdienstleister Uber in China übernommen: Apple besitzt große Anteile an der Firma Didi Chuxing, die Uber China übernommen hat. Didi Chuxing plant das Apple-Auto in die Flotte zu integrieren, so die amerikansiche Nachrichtenseite Computerworld.
Die Konkurrenz: Das plant Google

Arbeit an einer Auto-Software

Zuvor wurde bekannt, dass Apple an Software für autonome Autos arbeitet. Das meldete der Informationsdienst Bloomberg im Juli 2016 und verwies auf die Veränderungen bei der Projektleitung. Der neue Entwickler Dan Dodge war Gründer des Betriebssystementwicklers QNX, der mittlerweile Blackberry gehört. Mittlerweile soll sich das Ziel verschoben haben: Bloomberg berichtet, die Entwicklung einer Software für selbstfahrende Autos habe Vorrang vor einem eigenen Fahrzeug. Wie bei vielen Meldungen zuvor, ist hier viel Spekulation im Spiel. Zuvor hatte das Magazin "The Information" berichtet, das Apple-Auto käme frühestens 2021, ein Jahr später als geplant.

Apple iCar und Co: Autonom fahrende Autos

Tim Cook schürt Gerüchte zum iCar

Apple-CEO Tim Cook bestätigte zwar nicht, dass Apple an einem Auto arbeite, doch sagte er 2015, dass die Software ein immer wichtiger werdender Bestandteil des Autos der Zukunft sei. Ebenso mutmaßte Cook auch, dass autonomes Fahren und eine Abkehr von klassischen Antrieben wichtige Aspekte beim Thema Mobilität sein werden. Schon im September 2015 berichtete das "Wall Street Journal" über sich verdichtende Gerüchte um ein iCar mit dem Projektnamen "Titan". Nach Angaben des Magazins "Motortrend" sollen rund 1000 Entwickler im kalifornischen Sunnyvale unter dem Decknamen "SixtyEight Research" am Apple-Auto forschen.

Arbeit am Elektroantrieb

Seit 2014 wirbt Apple massiv Experten für Akkutechnik ab, zudem sollen auch Fachleute für Automobiltechnik von Tesla und Mercedes zu Apple gewechselt sein, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Offiziell hält sich Apple zu dem Thema sehr bedeckt, doch laut "Wall Street Journal" ist es auch möglich, dass das Apple-Auto zwar nicht autonom agiert, aber elektrisch angetrieben wird.

So stellen sich Zeichner das Apple-Car vor

Der Entwurf von Larson: Front und Heck des Vans sind komplett gleich, das Auto ist in beide Richtungen fahrbar.

©Larson

Wie hätte sich Apple-Gründer Steve Jobs das perfekte Auto, das Apple-Auto, vorgestellt? Dazu gibt Apple keine Antwort. Daher hat AUTO BILD die drei besten Zeichner gebeten, ihre Vorstellung vom iCar zu Papier zu bringen. Bewertet wurden die Entwürfe von Hartmut Esslinger, Gründer von Frogdesign, der in den 80er- und 90er-Jahren im Auftrag von Jobs das markante Erscheinungsbild der Marke geprägt hat. Esslinger ist 71 Jahre alt und lebt im Silicon Valley, zehn Minuten vom Apple-Hauptquartier entfernt.

Zwei Illustratoren glauben an einen Mikrobus

Das ist Radovan Varicaks Zeichnung. Er ist der Meinung, dass es beim iCar nicht auf die Form ankommt.

©Radovan Varicak

"Hier weiß jeder, dass Apple dabei ist, ein Auto zu entwickeln", sagt er. Sein Favorit ist von Lars Sältzer (Künstlername Larson). Esslinger: "Der Entwurf ist frisch, witzig und markant. Apple wird sich sicher nicht anpassen, und daher gefällt mir der Larson-Entwurf so gut. Das ist ein Statement der Modernität. Ein Mikrovan, wie ich ihn für denkbar halte." Auch Illustrator Andrei Avarvarii favorisiert ein kleines Raumfahrzeug, das in seiner Erscheinung an die Studie des VW Mikrobus erinnert. Esslinger erkennt in der Front eher einen alten Greyhound-Bus – und findet den Vorschlag deswegen zu wenig progressiv.

Andrei Avarvarii findet, dass ein Apple-Auto dem simplen, minimalistischen Stil der Apple-Produkte folgen sollte.

©Avarvarii

Fehlende Modernität wirft er auch dem dritten Entwurf von Radovan Varicak vor. Frei stehende Räder hinten findet das Apple-Urgestein wenig zeitgemäß, so oder so ähnlich haben Studien für ihn schon zu oft ausgesehen. Die Zeichen stehen derweil tatsächlich auf Van: Die ominöse Firma Sixtyeight soll in England einen Fiat Multipla aus den 1950ern gekauft haben. Das neue iCar dürfte ein autonom fahrender, elektrisch betriebener Mikrovan sein, der einen völlig neuen Umgang der "User" mit einem Automobil anstrebt.

Google baut sein erstes Auto

Google-Auto Google-Auto Google-Auto

Autoren: Bernhard Schmidt, Michael Gebhardt, , Katharina Berndt

Fotos: Larson, Avarvarii, Radovan Varicak

Stichworte:

Autonomes Fahren

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