Audi A3 Sportback e-tron: Fahrbericht

— 03.06.2013

So fährt der A3 Sportback e-tron

Audi setzt auf Plug-in-Hybridtechnik. Erster Hoffnungsträger ist der A3 Sportback e-tron. autobild.de war mit einem Prototypen unterwegs.



Vorbei die Zeiten, in denen Strom im Auto nur für Licht, Radio und Zigarettenanzünder gebraucht wurde. In naher Zukunft sollen Volt und Watt unsere Autos sogar antreiben. Denn Strom im Tank gilt als umweltfreundlich, zumindest wenn er nicht aus fossilen Brennstoffen, sondern regenerativ erzeugt wird. Das Problem: Die Strom-Tanks, nämlich die Batterien, sind teuer und schwer, ihre Speicherkapazität begrenzt, und das Laden dauert zu lange. Abhilfe schaffen sogenannte Plug-in-Hybride. Sie werden von Elektro- und Verbrennungsmotor angetrieben. So wie der Audi A3 Sportback e-tron, den die Bayern im Frühjahr 2014 auf die Straße bringen wollen. autobild.de fuhr einen noch getarnten Prototypen. Bei dem auch noch nicht alles richtig rund lief.

Stromer in Genf: Audi A3 Sportback e-tron

Video: Audi A3 Sportback e-tron

Erste Fahrt im Hybrid-A3

Der Elektromotor jault manchmal wie eine defekte U-Bahn, die Bremsen packen mal kräftig, mal wachsweich zu und das Automatik-Getriebe ruckelt mitunter heftig. Macht nix, bis zum Serienstart ist ja noch Zeit. Schon jetzt rolle ich fast lautlos los. Bis 130 km/h fährt der e-tron elektrisch. 50 Kilometer kann ich – bei gemäßigtem Stadttempo – nur mit dem Strom aus den 96 Batteriezellen fahren. Dann muss der A3 Sportback e-tron für etwa vier Stunden an eine normale 230-Volt-Steckdose.

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Weist der Zeiger nach links unten, wird die Batterie geladen, drüber fährt man noch effizient, oben normal,  rechts nutzt man die volle Leistung.

Sind die Batterien leer oder trete ich das Gaspedal voll durch, schaltet sich der Benziner dazu und ich sprinte im besten Fall in 7,6 Sekunden auf Tempo 100. Maximal sind 222 km/h. Von wegen Öko-Karre. Kein Wunder, schließlich leisten Elektro- und Benzinmotor zusammen 204 PS. Nutze ich die häufiger, kann ich den Normverbrauch von 1,5 Litern aber vergessen. Lasse ich den High-Tech-Audi nur rollen, schalten sich beide Motoren ab und ich "segle" gemütlich über die Landstraße. Gleite ich beispielsweise auf eine rote Ampel zu, lädt das System die Batterien, die unter der Rückbank montiert sind, wieder nach. Mit Paddles am Lenkrad kann ich in drei Stufen die Stärke der Nachladung und damit auch die Bremswirkung einstellen. Wer hier besonders vorausschauend unterwegs ist, kann leicht den einen oder anderen Kilometer Reichweite zusätzlich rausholen.

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Audi A3 g-tron Audi A3 g-tron Audi A3 g-tron
Womit wir zum Thema Kosten kommen. Einmal Akku-Laden kostet rund 2,60 Euro. Die reichen für 50 Kilometer, für weitere 50 Kilometer kommen 2,25 Euro Spritkosten dazu. Macht zusammen 4,85 Euro. Diese Rechnung stimmt aber nur für die ersten 100 Kilometer. Ohne erneutes Nachladen kommt der Benziner häufiger zum Einsatz, der Verbrauch steigt. Und richtig günstig ist der A3 Sportback e-tron auch nicht. Audi verrät zwar noch keine Preise, aber deutlich unter 40.000 Euro wird es nicht gehen.

Autor: Carsten Paulun

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