Audi A4/Volvo S60/VW Passat: Vergleich
— 24.02.2012Es muss nicht immer Diesel sein
Das Fremdzünden ist in der Businessklasse etwas aus der Mode. Mit sparsamen, drehmomentstarken Turbobenzinern wollen sich Audi A4, VW Passat und Volvo S60 als Vertreter einer neuen Generation positionieren.
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Mittelklasse oder Mittelmaß?
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Beim Passat sind es 13 Prozent, gleichzeitig unterbietet er den Audi minimal. Jedoch überzeugt das VW-Triebwerk trotz guter Fahrleistungen mehr durch beflissene Manieren und niedriges Laufgeräusch als mit energischem Temperament. Auch bei ihm mindert die lange Übersetzung des leichtgängigen, minimal hakeligen Sechsganggetriebes den Konsum. Volvo versucht das mit dem kleinvolumigeren 1,6-Liter-Turbodirekteinspritzer von Ford. Während er etwa einen Focus vehement antreibt, erschwert ihm der stämmige S60 die Arbeit. Weil das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe – ein Testwagen mit Sechsgang-Schaltgetriebe stand nicht zur Verfügung – nur auf das geringste Drehmoment bauen kann, bemüht es oft die Leistungsreserven des Motors. So schaltet das Getriebe etwa beim Beschleunigen nach Autobahnbaustellen zwei, drei Gänge zurück, worauf zunächst Krach, dann erst Beschleunigung folgen. Bei sachter Fahrt gefällt die Antriebskombo dagegen mit weichen, für einen Doppelkuppler etwas trägen Gangwechseln, guter Laufkultur und niedrigem Verbrauch.Allerdings hat die alte Erkenntnis, nach der ein Turbo bei eiligem Laufen zum Saufen neige, trotz aller Direkteinspritzerei, Ventilsteuervariabilität und Laderoptimierung weiter Gültigkeit. 15 Liter zapfen sich alle drei bei schneller Autobahnfahrt aus dem Tank. Wobei es im Passat bequem zurückgelegte Kilometer sind. Mit Adaptivdämpfern (1085 Euro) steckt sein Fahrwerk im Comfort-Modus selbst fiese Schläge locker weg. Dazu hat er am meisten Platz. Beengter und ruppiger reist es sich im Volvo. Das liegt einerseits in den kürzeren Abmessungen, andererseits ruiniert das Sportfahrwerk der 3150 Euro teuren und sehr überflüssigen Ausstattungsversion R Design den Federungskomfort.
Überblick: Alle News und Tests zum Volvo S60
Der S60 rumpelt mit seinen 18-Zoll-Rädern schon über sachte Unebenheiten, ohne dass die Abstimmung sein müdes Handling oder die mäßige Traktion verbesserte. Zudem stören starke Antriebseinflüsse in der Lenkung. Dabei könnte der S60 mit seinen bequemen Sitzen, aufmerksamen Assistenzsystemen und hoher Fahrsicherheit so ein angenehmer, unaufgeregter Langstreckengleiter sein. Im stramm, aber harmonisch abgestimmten und handlichen A4 irritiert die neue elektrohydraulische Servolenkung. Grundsätzlich fehlt ihr Rückmeldung, was unterschiedliche Servo-Kennlinien nicht verbessern. Zudem spricht sie aus der Mittellage unharmonisch an: Bei kleinen Kurskorrekturen lenkt sich der A4 seltsam eckig, weil das E-Servo sich noch nicht zuschaltet. Bei stärkerem Einlenken überblendet die hohe Unterstützung jeden Fahrbahnkontakt, stört mit synthetischer Leichtgängigkeit. 0,3 l/100 km Verbrauch soll die E-Lenkung sparen – am falschen Ende.Als Kurvenkratzer kennt man auch Tante Passat nicht. Doch mit der präzisen, rückmeldungsintensiven Lenkung zieht der VW im Fahrdynamik-Kapitel mit dem Audi gleich. So reicht es am Ende locker zum Sieg. Ein Ergebnis, das gut zu diesem Vergleich passt. Denn dass ein VW gewinnt, ist auch nicht gerade neu.
| Fahrzeugdaten | Audi | Volvo | VW |
|---|---|---|---|
| Motor | Vierzylinder, Turbo, vorn längs | Vierzylinder, Turbo, vorn quer | Vierzylinder, Turbo, vorn quer |
| Ventile/Nockenwellen | 4 pro Zylinder/2 | 4 pro Zylinder/2 | 4 pro Zylinder/2 |
| Nockenwellenantrieb | Kette | Zahnriemen | Kette |
| Hubraum | 1798 cm³ | 1596 cm³ | 1798 cm³ |
| kW (PS) bei 1/min | 125 (170)/3800 | 132 (180)/5700 | 118 (160)/4500 |
| Nm bei 1/min | 320/1400 | 240/1600** | 250/1500 |
| Vmax | 230 km/h | 225 km/h | 220 km/h |
| Getriebe | Sechsgang manuell | Sechsgang-Powershift | Sechsgang manuell |
| Antrieb | Vorderradantrieb | Vorderradantrieb | Vorderradantrieb |
| Bremsen vorn/hinten | Scheiben/Scheiben | Scheiben/Scheiben | Scheiben/Scheiben |
| Testwagenbereifung | 225/50 R 17 Y | 235/40 R 18 W | 235/45 R 17 W |
| Radgröße | 7,5 x 17" | 8 x 18" | 7,5 x 17" |
| Abgas CO2 | 134 g/km | 166 g/km | 160 g/km |
| Verbrauch* | 7,4/4,8/5,7 l | 10,1/5,5/7,2 l | 9,6/5,3/6,9 l |
| Tankinhalt | 63 l/Super | 68 l/Super | 70 l/Super |
| Vorbeifahrgeräusch | 71 dB (A) | 72 dB (A) | 71 dB (A) |
| Anhängelast gebr./ungebr. | 1500/750 kg | 1600/750 kg | 1500/750 kg |
| Kofferraumvolumen | 480 l | 380 l | 565 l |
| Preis (wird bewertet) | 33.050 Euro*** | 36.800 Euro | 31.550 Euro**** |
| *innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km; **270 Nm mit Overboost; Serie,***inklusive Drive Select 200 Euro; ****inklusive DCC-Fahrwerk 1085 Euro, 17-Zoll-Bereifung 705 Euro und Reifenkontrollanzeige 85 Euro | |||
| Messwerte | Audi | Volvo | VW |
|---|---|---|---|
| Beschleunigung | |||
| 0–50 km/h | 3,1 s | 3,3 s | 3,0 s |
| 0–100 km/h | 8,1 s | 9,1 s | 8,6 s |
| 0–130 km/h | 13,2 s | 14,4 s | 13,8 s |
| Zwischenspurt | |||
| 60–100 km/h | 4,1 s | 4,9 s | 4,7 s |
| 80–120 km/h | 5,6 s | 6,3 s | 6,0 s |
| Leergewicht/Zuladung | 1550/430 kg | 1588/442 kg | 1530/500 kg |
| Gewichtsverteilung v./h. | 57/43 % | 61/39 % | 59/41 % |
| Wendekreis links/rechts | 11,9/11,8 m | 12,2/12,3 m | 11,4/11,3 m |
| Bremsweg | |||
| aus 100 km/h kalt | 37,9 m | 38,6 m | 38,5 m |
| aus 100 km/h warm | 36,1 m | 37,0 m | 37,9 m |
| Innengeräusch | |||
| bei 50 km/h | 58 dB (A) | 59 dB (A) | 58 dB (A) |
| bei 100 km/h | 64 dB (A) | 68 dB (A) | 65 dB (A) |
| bei 130 km/h | 69 dB (A) | 69 dB (A) | 69 dB (A) |
| Testverbrauch – CO2 | 7,9 l S – 187 g/km | 7,9 l S – 187 g/km | 7,8 l S – 185 g/km |
| Reichweite | 800 km | 860 km | 890 km |
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Kommentare zum Artikel (68)
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@Eisenbär
..und sowas gibts oder passiert nur in Deutchland..?!
Glaubst selber nicht was du da schreibst..
@pinokkio69
1. In Deutschland werden die Wagen getestet, díe die Hersteller für diesen Test zur Verfügung stellen. Wenn nun Volvo meinte, dass diese Ausführung die geeignete ist, warum dem Hersteller widersprechen?
2. Bei dem Test auf Motor Trend geht es um Sportlimousinen, im vorliegenden Test von AutoBild hingegen um Businesslimousinen. Beide Katagorien haben nur wenig gemein. Daher ist der Test auf Motor Trend auch kein Maßstab, sondern ein Einzelergebnis ohne Bezug zu diesem Test. Es macht keinen Sinn Äpfel mit Orangen zu vergleichen nur weil beide außen rot sind.
http://www.motortrend.com/roadtests/sedans/1205_sport_luxury_sedan_comparison/bmw_328i.html
Platz 1 Bmw, 2 Volvo , 3 Merc, 4 Audi usw....
im auslang ist audi am 4te platz gelandet....es gibt sogar starke windgereusche und sogar billig plastik...Doch nicht soooo supper wie hier \"vermarkt\" wird...;-))...
http://www.youtube.com/watch?v=SjWbsNKX7Pc
ohne zu verarschen...Deutsche Hersteller sind da ziemlich sauer..;-))..Aber nach jahren..und vorallem falsche info..von Vw/Audi, Merc, Bmw, ..AB und Co sowie Adac...
..die Schweden sind immer noch eine Classe über Deutsche niveau...in jede form..(ohne Angeber zu sein)....auch mit diese \" humor\" ;-))...
Volvo S60..6Gang Schaltgetriebe 1,6l 180ps für 30.200!!Schlauen ABler,euren test ist zu schreiien.Ihr habt wirklich dass gefühl dass alle Leuten dumm sind?Der Volvo war nur mit SechsgangPowershift verfügbar?!man kann so ein S60 mit 6GangSchaltgetriebe suchen und denn testen!so einfach ist es und denn sieht es auch anders aus mit dem ergebnis(und fair)mit dem Verbrauch und Leistung und man muss auch kein R-Design mit so ne straffe fahrwerk testen.Man kann ein normal ausführung testen für 30.200und noch dazu Confortabel und denn ist diese ergebnis wieder anders!! seid ihr echt link..ABler..