Audi Q-Baureihe: Vorschau – UPDATE

Audi Q1 Audi Q6

Audi Q-Baureihe: Vorschau – UPDATE

— 09.05.2011

Audis flotte Q-Herde

Audi setzt auf die Q-Familie: Auf Basis des Q5 wollen die Ingolstädter Q4 und Q6 nachschieben. Mitte 2014 startet die zweite Auflage des Q7 – und der Q1 ist nur eine Frage der Zeit.

Für Audi ist der Buchstabe Q wie eine Lizenz zum Gelddrucken: Insgesamt soll die SUV-Reihe auf rund 300.000 Fahrzeuge kommen. Der Q-Boom begann mit dem Q7, erreichte mit dem Q5 seinen vorläufigen Höhepunkt und geht jetzt mit dem Q3 in die dritte Runde. Doch damit nicht genug: Der sehr sportliche zweitürige Q4 gilt im Prinzip ebenso als beschlossen wie der fünftürige Q6 im Coupé- Look. Während der kleine Q1 ebenfalls bereits in den Startlöchern scharrt, erteilte Audi-Chef Rupert Stadler dem angedachten Q9 eine Absage, weil so ein Mega-SUV nicht in die Zeit passt. Wenn sich der Vorstand schnell entscheidet, könnte der Q6 schon Ende 2013 ins Rennen gehen. In diesem sehr ambitionierten Szenario würde der sportliche Fünftürer auf dem Q5 basieren und somit kein technisches Neuland betreten.

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Nachwuchs bei den SUVs

Der knappe Zeitrahmen lässt bestenfalls eine geänderte Heckpartie und rundum angepasste Kunststoffteile zu. Ein komplett neu gestaltetes Coupé-Dach wäre dagegen schon im Hinblick auf die erforderlichen Crashtests viel zu aufwendig. Falls sich die Produktplaner für umfassende Eingriffe ins Blech entscheiden sollten, würde sich der Start automatisch auf einen Zeitpunkt nach Mitte 2016 verschieben. Zu diesem Termin soll der Q5 durch ein neues Modell ersetzt werden. Die späte Variante hätte durchaus Vorteile, denn dann käme die leichtere und strukturell modifizierte MLB-Architektur zum Einsatz. Diese neue Architektur verspricht ein messbares Plus an Sicherheit, Fahrdynamik und Wirtschaftlichkeit. Der Q-Fahrplan sieht aus heutiger Sicht folgendermaßen aus: • Im Frühjahr 2014 wird der Q7 durch eine knapp 300 Kilo leichtere Neukonstruktion mit Aluminium- Karosserie ersetzt. • Mitte 2016 startet die zweite Auflage des Q5, die rund 100 Kilo an Gewicht verlieren soll. • Ende 2013 (Plan A) oder Ende 2016 (Plan B) zielt der neue Q6 in die Lücke zwischen X3 und X6. • Für Anfang 2017 sieht die Planung den Anlauf des Q4 vor, von dem es auch eine Porsche-Variante geben soll.

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Wer der Hauptgegner des Q6 wird, ist auf den ersten Blick klar: BMW X6.

Für den rund 24.000 Euro teuren Q1 gibt es noch keinen fixen Einsatztermin. Zu diesem Thema diskutiert Audi aktuell drei Alternativen: • Schnelle Lösung auf Basis A1 quattro Sportback (möglich ab 2013). • Markenübergreifende Lösung auf Basis MQB (ab 2015, siehe links). • Hightech-Lösung in Kombination mit dem Leichtbau-A2 – nicht zwingend als Elektromobil (ab 2016). Derzeit favorisieren die Bayern einen Verbund aus A2, Q1 und aus einer noch nicht näher definierten dritten Karosserievariante. Das würde höhere Stückzahlen bringen und zugleich die Kosten der Alu-intensiven Karosserien senken. Andererseits gibt es antriebsseitig keine nennenswerten Synergieeffekte, und auf Konzernebene sähe man wohl lieber ein MQB-Derivat, an das auch VW, Seat und Skoda andocken könnten. Auslöser für Q6 und Q4 waren nicht zuletzt der unerwartete Erfolg des BMW X6 – und das Nein der Münchner zum zweitürigen X4. Klar, dass sich der Q6 am X6 orientiert, von dem 2010 über 44.000 Stück produziert wurden.

Klar ist auch, dass Audi manches besser machen will als der Erzrivale aus München. Dazu gehören vor allem der Einstieg in den Fond, die Kopffreiheit hinten, der Sitzkomfort in Reihe zwei, die Höhe der Ladekante sowie die Sicht nach hinten. Gleichzeitig ist eine deutlich dynamischere Dachform vorgesehen als beim Q5. Das bedeutet im Idealfall weniger Höhe, eine schrägere Windschutzscheibe, ein Fastback mit großem Dachspoiler sowie geänderte Türoberteile mit rahmenlosen Scheiben. Zu teuer? Dann funktioniert nur die Cajun-Lösung mit neuem Dach, Seitenteilen, Kotflügeln, Deckeln und Türen. Auch beim Q4 sind durchaus Synergie-Effekte mit Porsche vorstellbar. Schließlich planen die Schwaben ab 2016 neben dem Cajun-Fünftürer eine dreitürige Variante, deren Karosseriestruktur gemeinsam mit dem Q4 entwickelt werden könnte. Der Q4 funktioniert aus Sicht der Produktplaner in drei Spielarten: als innen wie außen nobel-elegantes Premium-Crossover-Coupé, als kerniges S-Modell mit breiteren Kotflügeln und selbstbewusstem Aerodynamik-Kit und als Q4 allroad mit dezenten Anbauteilen sowie unter Umständen sogar mit höhenverstellbarer Luftfederung.

Auch für Q4 und Q6 sind S-Versionen in Planung

Analog zum Q5S, den Insider für Mitte 2013 erwarten, plant Audi auch für Q4/Q6 die prestigeträchtigen S-Versionen. Während der Dreiliter-V6 als Benziner 300 PS und 440 Nm leistet, bringt es der starke V6 TDI auf 252 PS und 550 Nm. Der Kompressor muss beim V6 TFSI übrigens einem Monoturbo weichen, der in Verbindung mit Maßnahmen zur Gewichts- und Reibungsoptimierung den Verbrauch um bis zu 20 Prozent senken soll. Ebenfalls neu ist das Zweiliter-TFSI-Aggregat, dem 220 PS und 350 Nm nachgesagt werden. Alle Modelle erfüllen die EU-6-Abgasnorm. Auch der Plug-in-Hybrid gilt als gesetzt, wobei die Leistung der Elektromaschine, die mit dem 220-PS-Vierzylinder gemeinsame Sache macht, gut 100 PS betragen dürfte. Die Gesamtleistung von über 300 PS verspricht jede Menge Fahrspaß.
Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Crossover sind cool – aber auch schwerer und weniger windschnittig als die vernünftigeren Kombis. Um diese Nachteile wettzumachen, will Audi bei den neuen Q das Gewicht um 100 bis 300 Kilo reduzieren, die Aerodynamik verbessern und deutlich effizientere Motoren einbauen. Dazu kommt mittelfristig der Plug-in-Hybrid als auf Knopfdruck verfügbare emissionsfreie Antriebsquelle für Kurzstrecken- und Stadtfahrten.

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