Dacia Sandero/Peugeot 208/Renault Clio/Ford Fiesta: Test

— 17.06.2013

Nie war billig so cool

Knapp über 10 000 Euro günstig, ordentlich Leistung, reichlich Platz – der neue Dacia Sandero schmeckt uns. Aber auch der Konkurrenz? Wir lassen ihn gegen Peugeot 208, Renault Clio und Ford Fiesta antreten.



Große Brillen mit Kassengestell? Vor nicht allzu langer Zeit waren diese Sehhilfen eine Modesünde. Typen, die sich heute damit schmücken, sind dagegen einfach nur hip. Das Gleiche gilt für weiße Küchenstühle mit verwittertem Lack an den Lehnen. Wer sein Heim damit möbliert, kann sich als trendy bezeichnen, dabei galt das doch vor wenigen Jahren noch als schäbig und piefig. Und bei den Autos? Da geht es anscheinend in eine ganz ähnlich Richtung.

Überblick: Alle News und Tests zum Dacia Sandero

Nur Billigheimer oder wirklich gut? Der Dacia Sandero stellt sich dem ersten Vergleich nach Punkten.

Dacia – der Billigheimer mit Einfach-Technik – mausert sich gerade zu einer ernsthaften Alternative. Bestes Beispiel: der neue Sandero. Im Vergleich zu klassischen Kleinwagen ist der gleich mehrere Tausend Euro günstiger, dennoch ähnlich sparsam und sogar äußerst flott motorisiert. Dabei bietet er sogar mehr Platz als die meisten dieser Liga und ein zumindest brauchbares Ausstattungsniveau. Genauer: Ein 90 PS starker Sandero TCe ist als Lauréate inklusive CD-Radio, elektrischer Fensterheber und Zentralverriegelung für 10 090 Euro zu bekommen. Für dessen Dreizylinder mit Turbounterstützung verspricht Dacia einen Durchschnittsverbrauch von 5,2 Liter Super. Cool, oder? Jedenfalls kann die Konkurrenz nicht mithalten. Ein Peugeot 208 kommt als 82 PS starker VTi Active (Verbrauch laut Werk 4,5 Liter Super pro 100 Kilometer) auf mindestens 15.100 Euro. Mit größeren Leichtmetallrädern sind es sogar 15.750 Euro.

Auch den Renault Clio bekommt man nicht zum Kampfpreis eines Dacia. Unter 16.300 Euro läuft nichts. Dann ist der Clio 90 PS stark, 4,5 Liter sparsam und in der Linie Dynamique immerhin mit reichlich Extras bestückt. Vierter in diesem Bunde ist der Ford Fiesta. Der Kölner leistet als 15.400 Euro teurer 1.0 Trend 80 PS, ist dabei sogar mit spritsparender Start-Stopp-Technik ausgerüstet und soll so auf bescheidene 4,3 Liter Verbrauch kommen.

Weitere Details zum Vergleich der vier Kleinwagen finden Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es in AUTO BILD 24/2013 – ab sofort im Handel.
Jan Horn

Jan Horn

Fazit

Ein Blick in unsere Punkteübersicht beweist ganz deutlich: Das beste Auto ist der Sandero nicht, dennoch ist der Dacia das empfehlenswerteste Angebot in diesem Quartett – und so unser Sieger. Grund: Es gibt im Prinzip nichts, was er um Welten schlechter macht – der extreme Preisunterschied egalisiert die Nachteilchen im Vergleich zu den anderen drei Kleinwagen also locker. Gleichzeitig hat der Dacia noch äußerst angenehme Seiten. Die braven Packesel-Qualitäten zum Beispiel oder den lebendigen, starken Motor, der nicht einmal zu viel Sprit verbraucht. Wer also cool bleibt und auf Image pfeift, kauft Dacia.



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