Engine of the Year 2011 — 20.05.2011
Der Kleinste wird zum Größten
Beim Engine of the Year-Award 2011 zeigt sich, dass die Kleinsten zu den Größten werden können. Der 875er Twin-Air von Fiat räumt gleich vierfach ab. Er konnte die internationale Jury aus 76 Motorjournalisten überzeugen.
Der Titel "International Engine of the Year" geht in den Trophäenschrank von
Fiat. Nach dem 1.4 TSI Twincharger aus
VW Polo,
Golf & Co im Vorjahr, konnte jetzt der 875er Twin-Air aus dem
Fiat 500 die internationale Jury aus 76 Motorjournalisten überzeugen. Kein Wunder: Das bescheidene Motörchen leistet bis zu 105 PS aus 0,9 Litern – Bella macchina 2011. Auf Rang zwei der Gesamtwertung landet der Vorjahressieger, Platz drei geht wieder nach Italien, und zwar nach Maranello für den 4,5-Liter-V8 aus dem
Ferrari 458 Italia.
2010 wurde der 1,8-Liter-Hybrid aus dem Toyota Prius zum "Green engine of the year". 2011 muss Platz zwei reichen.
Fiats Laola-Welle kommt auch bei der Betrachtung der elf Einzelkategorien nicht zum Stehen. In der Kategorie der besten Neuerungen hat Fiat zum zweiten Mal in Folge die Nase vorne: Denn nach dem 1.4 MultiAir kann jetzt der kleine Zweizylinder die Kategorie "Best New Engine of the Year" für sich entscheiden. Silber gibt es hier für den Elektroantrieb des
Nissan Leaf, Bronze für den
Ford 1.6 Ecoboost-Antrieb, der unter anderem im
Ford Focus und dem
Volvo S60 zum Einsatz kommt. Und noch immer ist das kleine Fiat-Aggregat nicht zu stoppen. Der Italo-Streber schnappt sich auch noch einen zweiten und einen dritten Einzel-Titel: Triumph Nummer drei feiert er in der Kategorie "Green engine of the year". Der Vorjahressieger – der 1,8-Liter-Hybrid von
Toyota (Prius, Auris) – hat hier ebenso das Nachsehen, wie der Elektroantrieb aus dem Nissan Leaf. Auch in der Kategorie der Allerkleinsten unter einem Liter marschiert der 875er Twin-Air an die Spitze.
Doch auch die Über-Performer werden bedacht. In der Kategorie Best "Performance Engine" räumt das Heißblut aus Maranello ab. Der 4,5-Liter-V8 aus dem Ferrari 458 Italia weist Porsches 3,8-Liter aus GT3 und GT3 RS deutlich in die Schranken. Mit dem dritten Platz muss sich der 6,2-Liter-V8-Brocken von AMG – etwa aus dem Mercedes-AMG
C 63 AMG – zufrieden geben. Daran wird er zu knabbern haben, denn im Vorjahr gelang ihm noch noch der Gruppensieg.
Alle Platzierten aus den elf Kategorien plus die drei Besten der Gesamtwertung sehen Sie oben in der Bildergalerie!
Kommentare zum Artikel (9)
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Wie statt wir
@tom2345
"vorausgesetzt der motor hält mehr als 100000km durch. dieses kriterium ist wohl noch nicht in das ergebnis eingeflossen."
Nattürlich fließt das nicht ein. Wir könnte man sich sonst den Sieg (die Siege) des 1.4TFSIs erklären?
Es ist kein Geheimnis, dass deutsche und italienische Motoren die Krönung des Motorenbaus sind. Allerdings hatte Fiat (zu denen Alfa, Lancia, Ferrari, Maserati, Iveco... gehören) etwas an Zugkraft verloren. Doch hat Fiat nun auch VM Motori zugekauft. Zusammen mit der zu integrierenden Multijet sowie Multiair Technik von Fiat werden das sicherlich in kürze auch die weltbesten Dieselmotoren werden. Ein gesunder transalpiner Wettbewerb. Weiter so!
in der tat, keine schlechte wahl - vorausgesetzt der motor hält mehr als 100000km durch. dieses kriterium ist wohl noch nicht in das ergebnis eingeflossen.
Da bestätigt sich meine persönliche Erfahrung: italienische Autos sind weit besser als ihr Ruf. Für mich immer noch die erste Wahl, sowohl vom Design, als eben auch von der Technik her.