Fahrbericht VW Multivan 2.0 TDI — 22.09.2009
VW packt mehr in den Bus
Äußerlich wirkt der modernisierte Multivan fast wie ein Golf in XXL. Unterm Blech arbeiten jetzt moderne Common-Rail-Diesel mit bis zu 180 PS, ein Sechsgang-DSG löst die betagte Fünfstufen-Automatik ab.
Der Multivan ist der
Golf unter den Nutz-Eseln: Maßstab für andere, Wunschtraum von vielen. Eine verlässliche Größe. Doch leider nicht billig. Erfreulich, dass das jüngste Facelift die Preise nicht noch weiter in die Höhe trieb.
VW spendierte dem "Bulli" eine neue Nase. Jetzt sieht er aus wie ein
Golf oder
Polo in XXL. Im Basismodell Startline ist innen nun kein nacktes Blech mehr sichtbar. Fensterrollos stecken in den Seitenverkleidungen. Und der praktische Klapptisch (nun serienmäßig) verwandelt den VW Bus in ein ideales Picknickauto. Neue Common-Rail-Vierzylinder mit bis zu 180 PS ersetzen die alten Pumpe-Düse-Diesel, ein Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Gängen (2089 Euro) löst die betagte Fünfstufenautomatik ab. VW verspricht dadurch bis zu zwei Liter weniger Verbrauch. Mit 140 PS liefert der neue Zweiliter-TDI zehn PS mehr Leistung als der alte 2,5-Liter-Fünfzylinder. Deutlicher spürbar ist der Gewinn an Laufruhe.
Der Einstiegspreis bleibt bei 29.950 Euro
Auch im Basismodell herrscht im Cockpit keine Spur mehr von Transporter-Gefühl.
Neu: Im Cockpit-Display wird der optimale Gang angezeigt. Ein Pfeilsymbol fordert den Fahrer zum Hoch- oder Runterschalten auf. Das Fahrwerk wurde ans leichtere Motorgewicht angepasst, es federt souverän. Für die Kurvenhatz taugt der
Multivan wegen seines hohen Aufbaus jedoch nach wie vor nicht. Und noch etwas blieb beim Alten: Obwohl der Basispreis für 115-PS-Benziner und 84-PS-Diesel trotz vieler Verbesserungen (Kopf- und Seitenairbags Serie) um 282 auf 29.950 Euro sank (ausstattungsbereinigt sogar um über 1800 Euro!), müssen Bulli-Käufer gut bei Kasse sein.
Technische Daten VW Multivan 2.0 TDI Vierzylinder, Turbo, vorn quer • vier Ventile pro Zylinder • Hubraum 1968 cm³ • Leistung 103 kW (140 PS) bei 3500/min • max. Drehmoment 340 Nm bei 1750/min • Vorderradantrieb • Sechsgangg. • 0–100 km/h 14,2 s • Tank 80 l • EU-Mix 7,5 l D/100 km • 198 g CO
2/km • Spitze 173 km/h •
Preis: 34.243 Euro
Carsten Paulun
Fazit
Auch VW beugt sich dem Trend der Zeit: Der Multivan, teurer Traumwagen der Kinderreichen und Aussteiger, bietet endlich mehr Komfort und moderne Pkw-Motoren. Der Zweiliter-TDI ist leiser und sparsamer als sein 130-PS-Vorgänger, kostet nur 295 Euro mehr. Dennoch: Mit ein paar Extras stehen nach wie vor schnell 40.000 Euro auf der Rechnung. VW weiß, dass der "Bulli" Wünsche weckt und viele dafür tief in die Tasche greifen.
Kommentare zum Artikel (48)
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türkiyenin favori vip otomobili
volkswagen eniyisini yapana kadar en iyisi bu :D
ein 2. 0 ltr. TDI Motor für solch ein Fahrzeug finde ich definitiv zu schwach. Für Spazierfahrten mit einem leeren Fahrzeug vieleicht ausreichend, aber nicht beladen geschweige den mit Anhänger. Das wird Ihnen jeder guter Nutzfahrzeugverkäufer bestätigen. Fahre selber z. Z. den zweiten T4 2. 5 TDI, wünschte mir das VW einen 6-Zylinder mit 3. 0 od. zumindest 2. 7 ltr. TDI wie im Audi verbauen würde und das dann zu einem vernünftigen Preis. Der 2. 0 ltr TDI Motor ist mir einfach zu schwach.
Habe heute den neuen MV 132KW DSG 4 Motion bestellt :-)
@ weare6: Irgendwann muß mal mit diesem Vorurteil aufgeräumt werden: der Mercedes ist NICHT wesentlich teurer als der VW, im Gegenteil: je nach Ausstattung ist er sogar billiger, und Mercedes macht bessere Konditionen als VW (die ja i.A. fast gar keine machen), so dass der Vito/Viano oft schlicht billiger ist (!). Als Jahreswagen sowieso. Nur das Image ist anders, denn der VW gilt immer noch als "Familienbulli" - da weiß halt kein Nicht-Eingeweihter, was der wirklich kostet, während es beim Viano dann heißt: der dicke Benz... "Dicker" ist allerdings m.E. der T5 im Erscheinungsbild... :-)
Es mag sein, dass es VW nicht gefällt wenn sich ihre Autos optisch unterscheiden, aber mir schon. Und da ich der Kunde bin, sollte VW darauf achten und es auch registrieren! VW braucht nicht nur einen Optikwechsel, sondern auch einen Chefdesigner-Wechsel!