Mercedes AMG W03 F1 2012

Formel 1 2012: Mercedes GP

— 09.03.2012

Kampf um ersten Silber-Sieg

Die Hochrechnungen der Testfahrten deuten an: Der neue Mercedes AMG W03 ist unter den Top 3. Wer holt den ersten Sieg in der Formel 1-Saison 2012, Michael Schumacher oder Nico Rosberg?

Mercedes will den Optimismus nicht zu groß werden lassen. "Bei uns gibt's keine Euphorie", sagt Motorsportchef Norbert Haug (59) bei den letzten Testfahrten vor Saisonbeginn im australischen Melbourne (18. März 2012). "Bei uns gibt's nur Fakten und Realitäten." Trotzdem lassen die Hochrechnungen aufhorchen. Mercedes hat den Sprung unter die besten drei Teams geschafft. "Und wir haben noch nicht alles gezeigt", flüstert ein hochrangiger Techniker verheißungsvoll. Der erste Silberpfeilsieg der Neuzeit rückt in greifbare Nähe. Und damit die Frage in den Mittelpunkt, ob Nico Rosberg nach 108 sieglosen Grands Prix endlich in die Riege der Gewinner aufgenommen wird – oder Schumi seinen 92. Sieg holt.

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Die Testfahrten lieferten einen ersten Trend. Rosberg hat ein besseres Händchen für die sensiblen Reifen als Michael Schumacher, der seinen Silberpfeil regelmäßig viel zu hart um den spanischen Kurs geprügelt hat. Für Red Bull-Teamchef Horner gehört Rosberg sogar in den Kreis der Titelanwärter. Und Mercedes-Teamchef Ross Brawn lobt: "Nico ist immer noch hungrig zu lernen. Egal ob es um neue Technologien oder Strategien geht: Er entwickelt sich ständig weiter, sucht immer nach dem besten Kompromiss zwischen der schnellsten Rundenzeit im Qualifying und einem guten Auto im Rennen."

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Brawn weiter: "Und was ich außerdem an Nico mag: Er kann Fehler zugeben. Das macht ihn zu einem geachteten Teammitglied." Der Brite nimmt gleichzeitig jenen Kritern den Wind aus den Segeln, die eine Bevorzugung Schumachers bei Mercedes AMG befürchten. "Ich möchte jeden Morgen ohne Gewissensbisse in den Spiegel schauen können", betont er. "Deshalb haben beide Fahrer bei uns die gleichen Möglichkeiten. Wenn ein Fahrer seine Strategie besser nutzt als andere, werden wir ihn nicht daran hindern. Grundsätzlich aber bekommt der Fahrer, der vorne ist, die bessere Strategie."

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

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