Die Formel-1-Welt macht sich nach wie vor Sorgen um Michael Schumacher

Formel 1 2014

— 16.01.2014

Schumacher: Ex-Formel-1-Arzt kritisiert Spekulationen

Gary Hartstein analysiert die Situation und kritisiert die Medienberichte, die bei Michael Schumacher ein dauerhaftes Koma prophezeien



Formel-1-Legende Michael Schumacher liegt knapp drei Wochen nach dem verhngnisvollen Ski-Unfall in den franzsischen Alpen noch immer im knstlichen Koma. Einige Medien beteiligen sich auf Grundlage von Einschtzungen externer Quellen - unter anderem von Neurologen, die nicht an der Behandlung von Schumacher beteiligt sind - an Spekulationen ber die Dauer des Komas. Es sei mglich, dass der Patient dauerhaft und fr immer im Koma bleibe, so die drastische Aussage. Dem gegenber steht die feinfhlige Einschtzung von Ex-Formel-1-Arzt Gary Hartstein.

"Diese rzte haben Michael nicht untersucht, seine Tests ausgewertet oder sonst etwas", kritisiert Hartstein in seinem Blog. Gleichzeitig stellt der ehemalige Formel-1-Arzt klar, dass die Medien und nicht die Kollegen Schuld an der Berichterstattung sind. "Weil deren Titel aufzeigen, dass diese Mnner absolute Profis sind, habe ich keine Zweifel, dass sie klar gemacht haben, es handle sich um Spekulationen. Das ist es, was sie momentan machen."

"Ich denke, dass wir diese Spekulationen genauso wie die Zielankunftszeiten bei einem Navigationsgert betrachten sollten. Die Anfangsschtzung basiert auf Annahmen und Statistiken. Sobald man nher an den Zielort kommt, wird die Prognose genauer", verdeutlicht Hartstein, der nicht davon ausgeht, dass der Rekordweltmeister jemals wieder so sein wird wie vor dem schweren Unfall kurz vor dem Jahreswechsel.

"Es ist unwahrscheinlich, dass wenn Michael und seine Familie mit Krankenhusern und Rehabilitationsanstalten fertig sind, er der gleiche Michael sein wird wie vor diesem Sonntag", bedauert Hartstein. Dass es bisher keine Anzeichen gibt, Schumacher aus dem knstlichen Koma zu holen, bewertet er allerdings nicht ber: "Wieder einmal wird Geduld und die langwierige und mhsame Arbeit aller Betroffenen sowie Gedanken, Wnsche und Gebete bentigt."

"Lange Perioden ohne Neuigkeiten sind vllig normal. Das wird weiterhin so bleiben", ist sich der Experte sicher. "Wir werden wahrscheinlich eine chronische Phase beobachten, die hoffentlich von einigen Schritten nach vorn und hoffentlich wenigen Schritten zurck geprgt sein wird." ber Schumachers Entwicklung gab es zuletzt keine Neuigkeiten. Der 45-Jhrige befindet sich demnach nach wie vor in einem stabilen, aber dennoch kritischen Zustand.

Selbst Formel-1-Boss Bernie Ecclestone kann momentan nicht genau sagen, wie es Schumacher geht. "Niemand wei, wie es wirklich um ihn steht", wird der Brite von der 'Wirtschaftswoche' zitiert. "Wahrscheinlich wissen es nicht einmal die rzte genau. Es heit, sein Zustand sei stabil."

Fotoquelle: xpb.cc

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