Während die Zahl der Autos mit dem neuen Kältemittel R1234yf stetig wächst, reißt die Kritik an der umstrittenen Chemikalie nicht ab. Nun bietet Mazda als erster Hersteller Rückrüstungen auf das alte Kältemittel an: Mazda-Sprecher Jochen Münzinger bestätigte gegenüber AUTO BILD, dass mit R1234yf ausgelieferte Exemplare des Mazda CX-5 auf R134a umgerüstet werden können. Der Preis stehe noch nicht fest, soll aber "kundenfreundlich" sein. Betroffene CX-5-Besitzer sollen sich bei der Mazda-Kundenbetreuung melden (Telefon 02173/ 94 31 21). Währenddessen haben Hyundai und Subaru auf Kundenanfrage eine Rückrüstung abgelehnt.
Brandversuch von Daimler mit dem Kältemittel R1234yf Dezember 2012 - Spanien
Im Dezember 2012 untersuchte Mercedes in einem eigenen Versuch die Gefährlichkeit von R1234yf in einer B-Klasse. Das Ergebnis war eindeutig.
Bild: Werk
Auch auf politischer Ebene erregt das Thema R1234yf weiterhin die Gemüter: Als Konsequenz aus einem Versuch des Autoherstellers Daimler, bei dem eine B-Klasse ausbrannte, hatte das Kraftfahrt- Bundesamt (KBA) im November 2012 betroffene Hersteller aufgefordert, die Sicherheit ihrer Autos erneut nachzuweisen. Eine Kia-Sprecherin bestätigte gegenüber AUTO BILD, dass der Hyundai-Konzern Crashtests nach Euro NCAP und zusätzliche Versuche "mit laufenden Motoren bei hohen Temperaturen" für Hyundai und Kia durchgeführt habe – ohne Brandentwicklung. Doch weder Versuchsaufbau noch Dokumentation der Ergebnisse sind für die Öffentlichkeit bestimmt. Bisher hat nur Daimler seine Ergebnisse öffentlich gemacht. Die Chemieunternehmen Honeywell und Dupont versuchen derweil, Daimler ein Konstruktionsproblem nachzuweisen, während Daimler gern weitere Hersteller ins Boot der R1234yf-Verweigerer holen würde. Weitere Informationen und Hintergründe zum Streit um das Killer-Kältemittel finden Sie ab 1. Februar in AUTO BILD 5/2013.