Opel Insignia Country Tourer (2017): Vorstellung

Opel Insignia Country Tourer (2017): Test, Motoren, Preis, Marktstart

— 13.04.2017

Vorstufe zum Opel-SUV

Opel vervollständigt die Insignia-Familie mit dem Country Tourer. Der höhergelegte Kombi ist das neue Topmodell. AUTO BILD hat alle Infos!

Vorstellung: Höherlegung und Allradantrieb ab Werk
Interieur: Sitzprobe im US-Zwilling des Country Tourer (UPDATE!)
Ausstattung: Opel Exclusive geht an den Start
Connectivity: OnStar mit Parkplatzsuche
Motoren und Preise: Motoren könnten vom Insignia übernommen werden
Gebrauchtwagen: Hoher Preisverfall beim Insignia Country Tourer

Vorstellung: Höherlegung und Allradantrieb ab Werk

Alles gleich: Der Buick Regal TourX entspricht dem Country Tourer. Auch dessen Unterfahrschutz dürfte aus Plastik sein.

Die Insignia-Famile wächst vom Duo zum Trio. Nach der Fließhecklimousine Grand Sport und dem Kombi Sports Tourer bringt Opel den höhergelegten Country Tourer. Genau wie die Insignia-Brüder steht auch der Country Tourer auf einer ganz neuen Plattform. Die Abmessungen sind identisch mit denen des Kombi. Das bedeutet: 4,99 Meter Außenlänge und 2,83 Meter Radstand für den Country Tourer. Für eine rauere Optik sorgen schwarze Kotflügelaufsätze und ein silberner Unterfahrschutz an Front und Heck. Damit der Country Tourer auch leichtes Gelände schafft, legt Opel den Sports Tourer 20 Millimeter höher und stattet den Country Tourer mit Allradantrieb inklusive Torque Vectoring aus. Das neue Insginia-Topmodell soll mit einer breiten Motorenpalette ab spätestens Herbst 2017 beim Händler stehen. Bestellbar ist der Kombi im Offroad-Look bereits ab Juni 2017.
Premiere des Opel Insignia Country Tourer ist auf der IAA 2017 (14. bis 24. September)

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Interieur: Sitzprobe im US-Zwilling des Country Tourer

Den Innenraum übernimmt der Country Tourer vom gewöhnlichen Insignia.

Der Innenraum des Insignia Country Tourer wird dem des normalen Opel Insignia entsprechen, das wurde bei einer Sitzprobe im US-Zwilling Buick Regal TourX deutlich. Dabei fiel AUTO BILD auf, dass auf dem Fahrersitz nichts von der Höherlegung um zwei Zentimeter zu merken ist – die tiefe Sitzprosition gleicht den Höhenflug wieder aus. Wer also den rustikalen Look will und auf das Hochsitz-Gefühl verzichten kann, der wird mit dem Country Tourer richtig liegen. Wie im Basis-Insignia sind die Zeiten der klobigen und überfrachteten Bedieneinheit der ersten Modellgeneration vorbei. Die Anzahl der Knöpfe ist überschaubar. Unter dem optionalen und rahmenlosen Achtzoll-Display befinden sich – gut zugänglich – die Drücker fürs Infotainment, darunter die Klimabedienung. Keine offenen Fragen, kein Firlefanz. Vor dem Wählhebel der Achtgang-Automatik reihen sich die Fahrmodi- und Assistenzschalter auf – und sind dadurch schwer zugänglich. Nach oben ist trotz der abgesenkten Dachlinie viel Platz, weil das Gestühl drei Zentimeter tiefer montiert ist als in der ersten Generation. Und auch die Hände haben Freude am Insignia-Innenraum: Opel hat viele weiche Materialien ausgewählt. Das Kofferraumvolumen des Country Tourer ist identisch mit dem des Insignia Sports Tourer. Mit aufgestellter Rücksitzbank fasst das Gepäckabteil 560 Liter, umgeklappt finden bis zu 1665 Liter Platz – das sind 130 Liter mehr als beim Vorgänger.

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Opel Corsa F Illustration Opel Monza X Illustration

Ausstattung: Opel Exclusive geht an den Start

Mit 4,99 Meter Länge kratzt der Insignia Sports Tourer an der Fünfmeter-Marke.

Beim Insignia Country Tourer sind 20 Millimeter mehr Bodenfreiheit und der Allradantrieb mit Torque Vectoring Serie. Zusätzlich spendiert Opel dem Pseudo-Offroader eine neue Fünflenker-Hinterachse und überarbeitet das FlexRide-Fahrwerk. Neu ist das Programm Opel Exclusive. Dabei handelt es sich um ein Individualisierungs-Konzept, ähnlich wie BMW Individual oder Audi Exclusive. Neben der Standard-Lackierungen sind 15 weitere Farben, sowie neue Felgen- und Lederdesigns erhältlich. Wem das noch nicht reicht, der kann sich seine ganz eigene Lackfarbe zusammenstellen lassen. Features, wie die per Fußkick öffnende und schließende Heckklappe und die Ergonomie-Sitze kennen wir bereits vom Insginia-Sports Tourer. Auf Wunsch sind Lenkrad, Windschutzscheibe und die äußeren Rücksitze beheizt.

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Connectivity: OnStar mit Parkplatzsuche

Anders als bei anderen Herstellern kostet das Thema Connected Car bei Opel nicht mehrere Tausend Euro Aufpreis: OnStar heißt das bekannte System, das für Vernetzung sorgt. Es ähnelt dem im neuen Astra, wird allerdings um aktuelle Apps und besonders hochauflösende, große Bildschirme ergänzt. Neu im Insignia sind der Booking-Service über den ein Opel-Mitarbeiter auf Wunsch Hotelzimmer bucht und die Parkplatzsuche, bei der ein OnStar-Mitarbeiter hilft. Apple CarPlay und Android Auto sind ebenso möglich wie kabelloses Laden per Induktion und ein LTE-basierter Hotspot.

Motoren und Preise: Motoren kommen vom Insignia

Die schwarze Offroad-Beplankung zieht sich bis ins Heck. Außerdem neu: der silberne Unterfahrschutz.

Opel verspricht aktuell ein großes Angebot an Motoren. Denkbar ist, dass der Country Tourer die Motorisierungen der Insignia-Modelle übernimmt. Vermutlich lässt Opel beim neuen Topmodell aber die Einstiegsmotoren wegfallen. Das würde bedeuten, dass der Country Tourer mit mindestens zwei Benzinern und vermutlich auch zwei Dieseln angeboten wird. Angeboten würden demnach der 1,5-Liter mit 165 PS, der Top-Benziner mit 260 PS, sowie der Zweiliter-Diesel mit 170 PS und womöglich auch der kleinere Selbstzünder mit 136 PS. Die Achtgang-Automatik dürfte bei allen Versionen gegen Aufpreis erhältlich sein. Der Insignia Sports Tourer ist in der Basisausstattung ab 26.940 Euro zu haben. Gehen wir davon aus, dass es den Country Tourer nur in einer höheren Ausstattungslinie mit den größeren Motoren geben wird, steigt dieser Preis. Zusätzlich ist das neue Topmodell immer mit Allradantrieb unterwegs und bekommt den Offroad-Look. Deshalb geht AUTO BILD beim Opel Insignia Country Tourer von einem Einstiegspreis knapp unter 40.000 Euro aus. Der Vorgänger startete seinerzeit bei rund 37.000 Euro.

Opel Insignia (2017): Vorstellung und Fahrbericht

Gebrauchtwagen: Hoher Preisverfall beim Insignia Country Tourer

Der erste Opel Insignia Country Tourer kam Ende 2013 mit vier Motorisierungen auf den Markt.

Ende 2013 kam die erste Generation des Opel Insignia Country Tourer mit wahlweise zwei Benzin- und zwei Dieselmotoren auf den Markt und vervollständigte auch damals die Modellfamilie. Country Tourer Nummer Eins war ebenfalls serienmäßig mit Allradantrieb ausgestattet. Der damalige Neupreis betrug rund 37.000 Euro, für etwas weniger als die Hälfte stehen rund drei Jahre alte Insignia im Offroad-Look zum Verkauf. Bei den Modellen ab 17.000 Euro sind die Kilometerstände meist sechsstellig, dafür ist die  die Ausstattung der meisten gebrauchten Gelände-Insignia üppig. Die Auswahl an Gebrauchten ist recht groß. Auffällig ist, dass mehr als 90 Prozent der zum Verkauf stehenden Country Tourer Diesel sind. Die 170-PS-Benziner oder gar das Topmodell mit 250 PS-Benziner sind kaum zu bekommen. Im großen und ganzen ist der Insignia ein solides Auto, Vorsicht ist bei den Bremsen geboten. Der große Kombi leidet an erhöhtem Bremsverschleiß. Bereits nach drei Jahren fällt der Opel in dieser Kategorie beim TÜV-Report verhältnismäßig oft auf.
Gebrauchtwagensuche: Opel Insignia

Autoren: Jan Götze, Peter R. Fischer

Stichworte:

Kombi

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