Peugeot 308: Fahrbericht

— 28.08.2013

So fährt der neue Peugeot 308

Peugeot schickt den neuen 308 ins Rennen gegen VW Golf, Opel Astra & Co. Der Franzose feiert auf der IAA 2013 Premiere, wir sind ihn schon gefahren!



Auf der IAA 2013 feiert der neue Peugeot 308 Premiere. Kann er dem VW Golf des Wasser reichen? Ein erster Fahrbericht bringt Klarheit. Schon von außen macht der 308 den Generationswechsel auf den ersten Blick deutlich. Die knapp drei eingesparten Zentimeter Länge sieht man zwar nur im direkten Vergleich. Doch das niedrigere Dach steht im gut. Der Kühlergrill schrumpft, die Scheinwerfer werden kleiner und dafür prägnanter, und die Hakennase auf der Haube ist verschwunden. Die Karosserie wirkt jetzt weniger effekthascherisch, klarer und selbstbewusster: In der Ruhe liegt die Kraft, so die Botschaft der Designer.

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Der 308 ist drei Zentimeter kürzer und bis zu 140 Kilo leichter als der Vorgänger.

Während sich die Designer in allen Disziplinen eine wenig zurückgenommen und ihren Faible fürs Verrückte auf Details wie den entgegen dem Uhrzeigersinn gepolten Drehzahlmesser begrenzt haben, durften die Ingenieure ordentlich nachlegen. Weil das Gewicht mit der neuen Plattform um bis zu 140 Kilo sinkt, ist der 308 nicht nur sparsamer, sondern er fährt auch sportlicher. Die Sitzposition passt, das kleinere Lenkrad liegt gut in der Hand, und die Kurven machen richtig Laune. Ja, der Peugeot ist noch immer nicht so stramm und scharf wie ein Audi oder ein Seat. Und nach einer Charakterregelung auf Knopfdruck fragt man vergebens. Aber wo man in anderen Autos aus Frankreich bisweilen dahingondelt wie nach einem schweren Mittagessen mit drei Gläsern tiefrotem Bordeaux, ist dieses Löwenbaby hellwach und wieselflink.

Vor allem mit dem aktuell stärksten Benziner. Das ist der 1,6-Liter-Turbo aus der Kooperation mit BMW, der hier auf 156 PS und muntere 240 Nm kommt. Obwohl der Motor meist kaum mehr als ein leises Schnurren hören lässt, geht er beherzt zur Sache, beschleunigt den 308 in 9,3 Sekunden auf Tempo 100 und schafft bis zu 213 km/h. Dasselbe Aggregat gibt es auch noch mit 125 PS und für den Einstieg versuchen die Franzosen ihr Glück mit einem Dreizylinder, der aus 1,2 Litern Hubraum 82 PS holt. Außerdem startet der 308 mit zwei Dieseln, die beide 1,6 Liter Hubraum haben und wahlweise 92 oder 115 PS leisten.

Vorschau: Die Stars der IAA 2013

Dabei soll es aber nicht bleiben. Ein Benziner mit etwa 200 PS steht genauso im Plan wie ein 150 PS-Diesel und eine Sparversion, die den Verbrauch auf 3,2 Liter drücken soll. Auch bei den Karosserievarianten kommt noch mehr: Schon im nächsten Frühjahr gibt es einen neuen Kombi und davor noch ein Facelift für die Großraumvarianten 3008 und 5008. Nur das Cabrio wackelt und wird angesichts der geringen Absatzerwartungen wohl nicht mehr verlängert.

Innen ist der Krieg der Knöpfe vorbei

Das Cockpit ist deutlich entkernt, viele Funktionen lassen sich über den Touchscreen steuern.

Wo man sich in manch anderem Kompakten in einem Heer von Hebeln und Schaltern verliert, haben die Franzosen ihren Hoffnungsträger komplett leergeräumt. Weil alle Cockpit-Funktionen über den großen Touchscreen in der Mittelkonsole gesteuert werden, gibt es nicht einmal mehr ein Dutzend Drücker und Taster im Armaturenbrett. Und selbst die Instrumente weit oben auf der i-Tafel und das wie bereits beim 208 ein wenig nach unten versetzte Lenkrad wirken zurückhaltend und zierlich.

Kofferraum auf Rekordniveau

Der Kofferraum gefällt mit einem satten Fassungsvermögen von 470 Litern. Die Hinterbänkler dagegen haben zwar ausreichend Kniefreiheit und einen bequemen Einstieg. Doch von oben drückt das flache Dach und von hinten die viel zu niedrige Kopfstütze. Gelungenes Design, anspechendes Ambiente und Spaß beim Fahren – also alles prima in Paris? Leider nicht ganz. Denn im Detailvergleich leistet sich Peugeot ein paar Patzer: Die Start-Stopp-Automatik zum Beispiel gibt es nur beim Diesel, und einige Assistenzsysteme sucht man bei den Franzosen noch vergebens. Aber immerhin gibt es einen Totwinkelwarner, einen Auffahrschutz – und für die Optik sogar LED-Scheinwerfer.

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Autor: Thomas Geiger

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