Porsche 911 GT2 RS (2017): Test, Preis, Weissach-Modell
Mehr 911 geht nicht!
Alle neuen Porsche bis 2022
Mit dem GT2 RS bringt Porsche den brutalsten 911 aller Zeiten! Der Turbo leistet 700 PS und 750 Nm, Topspeed 340 km/h. AUTO BILD hat alle Infos und den Fahrbericht!
- Peter R. Fischer
- Stefan Voswinkel
➤Vorstellung: Stärkster Serien-Elfer aller Zeiten
➤Interieur: Rennsportgene, aber nicht vollständig kompromisslos
➤Fahren: Lammfromm und sauschnell (Update!)
➤Ausstattung: Weissach-Paket für nochmal 30 Kilogramm weniger
➤Motor und Preis: 700 PS und 750 Nm aus 3,8-Liter Hubraum
➤Interieur: Rennsportgene, aber nicht vollständig kompromisslos
➤Fahren: Lammfromm und sauschnell (Update!)
➤Ausstattung: Weissach-Paket für nochmal 30 Kilogramm weniger
➤Motor und Preis: 700 PS und 750 Nm aus 3,8-Liter Hubraum
Video: Porsche GT2 RS (2017)
Mehr 911 geht nicht!

Der 911 GT2 RS wird nur noch mit PDK angeboten. Das wird aber nur eingefleischte Fans stören.

Im roten Bereich: Der Innenraum des GT2 RS ist eine rot-schwarze Sport-Höhle.
Zündschlüssel umdrehen und der Sechszylinder-Boxer im Heck erwacht mit heiserem Bellen. Wählhebel des erstmals serienmäßigen Doppelkupplungs-Getriebes auf D – und ganz sachte Gas geben. Die Vorsicht ist völlig fehl am Platz. Der GT2 RS fährt so unspektakulär los wie es auch ein Diesel-Golf täte. Schaltet sanft in den nächsten Gang, benimmt sich auf der Landstraße, als könnte er kein Wässerchen trüben.

Maximal 340 km/h sind drin, dann wird der Porsche mit Rücksicht auf die Reifen elektronisch gebremst.
Bild: Porsche AG
Von der Performance sind wir bei der ersten Fahrt natürlich weit entfernt. Aber auch als Laie kann man verdammt schnell mit dem Porsche fahren, selbst auf der Rennstrecke. Mit aktiviertem ESP benimmt sich der Elfer lammfromm, ist trotzdem sauschnell. Am Ende des Tages kommt es, wie es eben kommen muss: Porsche will den Testwagen wieder haben. Mist, macht süchtig, der stärkste Elfer aller Zeiten. Sich von dem Porsche als Fahrer wieder zu entfernen, ist gar nicht so einfach.

Mit dem optionalen Weissach-Paket lassen sich beim GT2 RS noch mal 30 Kilogramm einsparen.
Wem das alles nicht genügt, kann seinen GT2 RS auch mit dem optionalen Weissach-Paket aufrüsten und den GT2 RS noch etwas nachwürzen. Diese Option gab es auch schon beim 918 Spyder. Für den Über-911 beinhaltet das Sportpaket Carbonbauteile für Stabilisatoren, Koppelstangen und Dach (serienmäßig aus Magnesium). Zusätzlich rollt der Weissach-GT2 RS auf Magnesium-Rädern, die die ungefederten Massen reduzieren. Insgesamt spart das Weissach-Paket 30 Kilogramm ein. Zu erkennen ist das Paket am Sichtcarbon-Dach und dem mittigen Dekorstreifen in Wagenfarbe.
Schon der Vorgänger des 991 GT2 RS galt mit 620 PS aus einem 3,6-Liter-Boxer als das (im Serienbau) technisch Machbare. Der Neue legt die Messlatte nach sieben Jahren noch mal höher: Als Basis verwenden die Ingenieure den 3,8-Liter-Boxer aus dem 911 Turbo S (mit 580 PS), der im Supersportler mit größeren Turboladern ausgestattet ist, die den Boxermotor auf 700 PS und 750 Nm maximales Drehmoment bringen. Um den Motor thermisch nicht zu überlasten, besitzt der GT2 RS ein Kühlsystem, das bei Spitzenbelastung Wasser auf die Ladeluftkühler sprüht. Seine Kraft gibt das Turboherz des GT2 RS über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterräder ab. Die Abgase strömen aus einer Titanabgasanlage (Gewichtsersparnis gegenüber 911 Turbo: sieben Kilogramm) ins Freie. Der Basispreis für den GT2 RS beträgt 285.220 Euro. Laut Porsche ist der GT2 RS bereits ausverkauft. Für die betuchte Kundschaft bieten die Zuffenhäuser noch etwas Besonderes: Wer einen GT2 RS bestellt, kann bei Porsche die zum Auto passende Armbanduhr dazubestellen – für 9450 Euro.
Technische Daten Porsche 911 GT2 RS (2017) ● Motor: Sechszylinder-Boxer-Motor mit Turboaufladung ● Hubraum: 3,8 Liter ● Leistung: 700 PS ● Max. Drehmoment: 750 Nm ● Leergewicht (vollgetankt): 1470 kg ● auf 100 km/h: 2,8 Sekunden ● auf 160 km/h: 5,8 Sekunden ● auf 200 km/h: 8,3 Sekunden ● Preis: 285.220 Euro.
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