Porsche 911 GT2 RS (2017): Mitfahrt

Porsche 911 GT2 RS (2017): Mitfahrt und erste Infos

— 19.06.2017

Mehr Elfer geht nicht!

Mit dem GT2 RS bringt Porsche den brutalsten 911 aller Zeiten! Der Turbo leistet 700 PS und 750 Nm, Topspeed 340 km/h. Erste Mitfahrt!

Endlich gibt es die ersten ungetarnten Bilder vom neuen 911 GT2 RS! Ausgerechnet auf der Spielemesse E3 wurde der 700-PS-Porsche enthüllt – dort ziert er nämlich das Cover des neuen Spiels Forza Motorsport 7. Der ab Herbst 2017 zu den Händlern stürmende, rund 260.000 Euro teure 911 GT2 RS bleibt auf 1000 Exemplare limitiert – und ist schon komplett ausverkauft.

Es ist eine reine Glaubensfrage: GT2 oder GT3? Denn das bedeutet: Turbo statt Sauger, serienmäßiges PDK statt optionales Schaltgetriebe. Der Sprint von null auf hundert gelingt dem GT2 laut Automobilemag.com in nur 2,9 Sekunden, der 500 PS starke GT3 braucht dafür 3,3 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 340 km/h liegen, der GT3 schafft "nur" 320 km/h. Das ist kein Klassenunterschied mehr – diese zwei Elfer trennen Welten. Das Kürzel RS am GT2 steht für "Rennsport", und genau so hat Porsche diesen Extrem-Elfer auch ausgelegt. Die Feder- und Dämpferraten wurden nach Vorbild des Cup-Autos radikalisiert, die Anlenkpunkte von Radaufhängung und Antrieb sind jetzt so unnachgiebig wie Gusseisen. Der mattschwarze Käfig ist Serie.

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Gegen Aufpreis: Weissach-Paket für den 911 GT2 RS

Viel Alcantara im Innenraum: PDK ist beim GT2 RS Serie, eine Handschaltung gibt es nicht.

Obwohl das Gewicht dank einer Carbon-Kur auf unter 1500 Kilo gedrückt werden konnte, gibt's auf Wunsch und gegen Aufpreis ein noch kalorienärmeres Weissach-Paket nach 918-Vorbild. Mithilfe von Kohlefaser-Stabis, Rädern aus Magnesium und Käfigelementen aus Titan lassen sich weitere 20 Kilo abspecken. Während Masochisten sogar die Klimaanlage und das PCM-Modul abwählen können, ordern Genuss-Cruiser den neuen GT2 auch mit Komfortsitzen und ohne Rohrgeflecht im Innenraum. Dennoch bleibt der GT2 RS immer ein Dampfhammer alter Hochoktan-Schule. Einer, der Tempo macht, bis der Arzt kommt. Und was diesen Porsche so besonders reizvoll macht – davon konnte sich AUTO BILD bei einer ersten Mitfahrt überzeugen –, ist die Art und Weise, wie er seine Kraft auf den Asphalt bringt. Die Lenkung liest die Straße mit der Zackigkeit eines 3D-Plotters. Kurven erlebt der Fahrer als virales Video im Schnelldurchlauf, der Vorderachsgrip baut proportional zur Querbeschleunigung brutale Seitenkräfte auf. Und ehe der Heckantrieb zusammen mit dieser unmöglichen Gewichtsverteilung von 39 zu 61 Prozent das Flügelmonster aus dem Gleichgewicht bringen könnte, lenken die Hinterräder dezent gegen und stabilisieren den Radius mit kleiner Geste.

Der GT2 RS ist unfassbar schnell

Mit dem optionalen Weissach-Paket lassen sich beim GT2 RS noch mal 20 Kilogramm einsparen.

Klar, dass auch der Bremse eine Hauptrolle in diesem Spiel der Kräfte zugedacht ist. Dabei geht es nicht nur um absolute Verzögerung, sondern auch um Rückmeldung und Dosierbarkeit. Das angepasste Aerodynamikpaket baut selbst bei 340 km/h noch so viel Anpressdruck auf wie der GT3 RS bei 300 km/h. Unfassbar, wie brutal schnell es im GT2 RS nach vorn geht. Aber eben auch ohne Langsamfahrkomfort, Straßencafé-Manieren und Nachbarschafts-Verträglichkeits-Zertifikat. Dennoch, keine Frage: Der GT2 RS ist der Königselfer. Der Stärkste, Schnellste und Wildeste seiner Art.

Porsche 911 GT2 RS (2017): Mitfahrt

Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Es ist der Mix aus 200 Mehr-PS gegenüber dem GT3, sattem Turboschub und flinkem PDK, der die Sonderstellung des GT2 manifestiert. Spät kommt er, aber hier ist er: der Ritterschlag für den aufgeladenen Sechszylinder-Boxer. Mehr Elfer geht nicht.

Autoren: Georg Kacher, Katharina Berndt

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