Sébastien Loeb konnte seinen Vorsprung im Wales-Endspurt ausbauen

Rallye 2010

— 14.11.2010

SS17/18: Loeb verschafft sich ein Polster

Sébastien Loeb konnte Petter Solberg am letzten Morgen in Wales ein bisschen enteilen - Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala fighten weiter um Platz drei

Weltmeister Sébastien Loeb hat am letzten Morgen der Wales-Rallye vielleicht für eine Vorentscheidung gesorgt: Der Citroën-Star konnte als Führender seinen Vorsprung auf seinen Verfolger Petter Solberg auf 14,3 Sekunden ausbauen. Ford-Pilot Mikko Hirvonen ist weiter Dritter, doch sein Teamkollege Jari-Matti Latvala rückt immer näher und hat nur noch 3,4 Sekunden Rückstand.

Auf der ersten Sonntagsprüfung in Südwales, der 29,99 Kilometer langen "Resolfen 1" schien Loeb der Konkurrenz davon zu fliegen. Dort konnte er seinen Vorsprung auf Solberg aug 11,5 Sekunden ausbauen. "Das ist sehr gut, das war eine schwierige Prüfung", so Loeb. "Der Grip war nicht so schlecht, aber er hat dauernd gewechselt und es gab viele versteckte Kurven. Ich bin ein bisschen vorsichtig, aber ich fighte natürlich."

Solberg hat vor allem am Ende der Prüfung den Anschluss verloren. Warum, kann sich der norwegische Citroën-Privatier allerdings noch nicht ganz erklären. "Es war einfach sehr, sehr matschig und rutschig. Vielleicht bin ich ein bisschen zu sehr vom Gas gegangen", meint Solberg. "Er hat in den engen Abschnitten Zeit gut gemacht, wo er gecuttet und Matsch auf die Straße geschleudert hat. Das war ein bisschen wie am Samstag auf dem Asphaltstück. Er pusht hart. Und er hat ein Werksauto!"

In SS18, "Margam Park 1", legte Loeb mit einer weiteren Bestzeit nach und baute seinen Vorsprung auf 14,3 Sekunden aus. Solberg war in dieser Prüfung zwar nur 2,8 Sekunden langsamer, aber kam mit einem verbogenen linken Vorderrad und einem aufgeschlitzten Reifen ins Ziel. "Ich habe einen Felsen gerammt und dachte, dass ich einen Reifenschaden habe", erklärt Solberg. "Ich versuche es, mehr kann ich nicht sagen. Aber die Bedingungen werden wirklich sehr schlecht. Es scheint besser zu sein, als Erster auf die Piste zu gehen. Aber so ist es nun einmal. Es ist noch nicht vorbei. Ich mache weiter Druck."

Und Loeb wägt sich zwei Prüfungen vor Schluss noch nicht auf der sicheren Seite: "Es reicht nie, um sicher zu sein. Wenn man seinen Rhythmus verliert, verliert man Zeit. Also werden wir weiter bis zum Ziel pushen", kündigt der Weltmeister an.

Hinter den beiden tobt der teaminterne Fight um Platz drei weiter. Hirvonen büßte zunächst auf Ford-Kollege Latvala Zeit ein, obwohl Latvala in der ersten Prüfung mit einer lockeren Lenksäule kämpfen musste. In der 18. Wertungsprüfung konnte Hirvonen seinen Vorsprung allerdings wieder leicht auf 3,4 Sekunden ausbauen. Die Frage ist, ob er seinem Kollegen nicht den Platz auf dem Podium überlässt. Denn sollte Latvala Dritter werden und Solberg Zweiter, dann hätte Latvala den zweiten Platz in der Fahrer-Gesamtwertung sicher.

Dahinter sind die Positionen weitgehend bezogen. Citroën-Junior Dani Sordo hat als Fünfter mit rund einer halben Sekunde Rückstand den Anschluss an die Top 4 etwas verloren. Die beiden Stobart-Piloten Henning Solberg und Matthew Wilson sind weiter Sechster und Siebter, Kimi Räikkönen (Citroën JT) Achter, Mads Østberg mit seinem Subaru Impreza Neunter und Andreas Mikkelsen im Skoda Fabia als bester S2000-Pilot Zehnter.

Nun steht noch die zweite Durchfahrt der morgendlichen Schleife mit zwei Prüfungen und rund 38 gezeiteten Kilometern auf dem Programm, dann ist die WRC-Saison 2010 Geschichte.

Zwischenstand nach SS18 (Top 10):

01. Sébastien Loeb (Citroën) - 2:53:28.0 Stunden
02. Petter Solberg (PSWRT) +14.3 Sekunden
03. Mikko Hirvonen (Ford) +1:45.3 Minuten
04. Jari-Matti Latvala (Ford) +1:48.7
05. Daniel Sordo (Citroën JT) +2:19.6
06. Henning Solberg (Stobart) +6:18.3
07. Matthew Wilson (Stobart) +8:05.1
08. Kimi Räikkönen (Citroën JT) +9:54.6
09. Mads Østberg (Subaru Impreza) +11:58.0
10. Andreas Mikkelsen (Skoda Fabia) +12:40.5

Fotoquelle: Red Bull/GEPA

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