Malcolm Wilson und Co. rechnen mit einer tollen WRC-Saison 2011

Rallye 2011

— 05.01.2011

Rallye-Bosse erwarten grandiose WRC-Saison 2011

Neue Modelle, ein weiterer Hersteller, das neue Motorenreglement sowie TV-Prüfungen mit Bonuspunkten versprechen viel Spannung

Die Bosse der in der Rallye-Weltmeisterschaft engagierten Hersteller sind sich einig: In diesem Jahr steht Beteiligten wie Interessierten gleichermaßen eine großartige Saison bevor. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Sowohl Ford als auch Citroen nehmen die Saison 2011 jeweils mit einem komplett neuen Modell in Angriff. Dazu gesellt sich in Form von MINI ab der Sardinien-Rallye ein dritter Hersteller. Alles das und nicht zuletzt die neuen Regeln sorgen für eine überaus spannende Ausgangslage.

"Für den Sport ist es fantastisch", kommentiert Ford-Teamchef Malcom Wilson gegenüber 'WRC.com'. Auf das unmittelbar bevorstehende Debüt des Fiesta RS WRC angesprochen antwortet er: "Klar, wir haben getestet und sind mit dem Fiesta zufrieden. Aber solange wir nicht das Ziel der ersten Wertungsprüfung erreicht haben, tappen wir, was unsere Wettbewerbsfähigkeit betrifft, im Dunkeln."

Citroen-Boss Sven Smeets bläst ins gleiche Horn: "Wir freuen uns alle auf den Saisonauftakt in Schweden, aber wir haben keine Ahnung, wo wir mit unserem neuen DS3 WRC im Vergleich zu Ford stehen werden." Die Situation im eigenen Haus erinnere ihn an das Debüt des C4 zu Beginn der WRC-Saison 2007 - mit dem Unterschied, dass diesmal auch die Gegner mit einem neuen Modell ausrücken.

Beginnend mit der Sardinien-Rallye Anfang Mai erhalten beide Werke in Gestalt von MINI einen weiteren Konkurrenten. Kris Meeke, der einen der beiden von Prodrive vorbereiteten Countryman WRC fahren wird, beurteilt die Situation ähnlich - wenn auch mit einem kleinen Unterschied: "Citroen und Ford werden früher als wir herausfinden, wo sie stehen. Wir hingegen befinden uns komplett im Dunkeln, bis wir unsere Fahrzeuge (im Mai; Anm. d. Red.) mit Startnummern versehen haben." Teamkollege von Meeke im MINI-Lager wird der Spanier Dani Sordo sein.

Darüber hinaus wartet die WRC in diesem Jahr mit einigen technischen Neuerungen auf. Die in dieser Hinsicht weitreichendste dürfte sicherlich die Umstellung auf den 1,6-Liter-Turbomotor mit Direkteinspritzung, den so genannten "Weltmotor", sein, der unter anderem auch in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) zum Einsatz kommen wird.

Doch damit nicht genug: Die 2011 erstmals ausgefahrenen TV-Prüfungen mit Bonuspunkten stellen eine weitere Änderung des gewohnten WRC-Szenarios dar. Im Zuge dessen werden die drei schnellsten Piloten auf der live im TV übertragenen Sonderprüfung mit zusätzlichen Weltmeisterschaftspunkten nach dem Schema 3-2-1 belohnt.

Fotoquelle: Ford

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