Die Rallye Schweden verlief nicht nach dem Geschmack von Sebastien Loeb

Rallye 2012

— 12.02.2012

Loeb mit Resultat nicht zufrieden

Weltmeister Sebastien Loeb führt nach einer schwierigen Schweden Rallye weiterhin die WM an - In Mexiko will der Citroen-Pilot zurückschlagen

Im Jahr 2004 schrieb Sebastien Loeb in Schweden Geschichte und gewann als erster Mitteleuropäer die Rallye. Diesmal lief es für den achtfachen Weltmeister nicht rund. Noch vor der ersten Prüfung am Freitag (SS2) erhielt Loeb eine Zeitstrafe von zehn Sekunden, weil er zu spät den Service-Park verlassen hatte. Von da weg war er bereits unter Zugzwang. Bereits auf der ersten Etappe verlor der Citroen-Pilot zwei Minuten, als er nach einem Fahrfehler im Schnee stecken geblieben war. "Es erwischte mich, als ich in einer Linkskurve etwas zu stark rutschte", beschreibt er das Missgeschick in der siebten Sonderprüfung.

"Die Linkskurve mündete in eine Haarnadel, die rechts herum führte. Ich konnte das Auto nicht herumwerfen, rutschte von der Strecke und blieb im Schnee stecken. Einige Zuschauer schoben uns zurück auf die Straße, aber wir verloren fast zwei Minuten." Von da weg ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Es lief aber harzig, denn sobald Loeb etwas aufgeholt hatte, fiel er wieder leicht zurück, wie bei einem Dreher in SS12.

Dennoch schnappte sich der Rekordsieger am Ende der zweiten Etappe den sechsten Platz von Henning Solberg (Ford). Weiter nach vorne ging es nicht mehr. Am letzten Tag bereitete er sich auf die Power Stage vor, obwohl dem 37-Jährigen die Streckenverhältnisse nicht gefielen. "Ich bin selten auf so unfreundlichen Straßen wie diesen gefahren. Es war sehr rutschig und es lagen überall große Steine." Neuschnee in der Nacht hatte die Bedingungen weiter erschwert. "Es war schwierig zu pushen, ohne große Risiken einzugehen."

Trotzdem gab Loeb in der abschließenden Power Stage alles und sicherte sich die wichtigen drei Bonuspunkte. Aus Schweden reiste er mit elf WM-Punkten im Gepäck ab. Das reichte um die Führung in der Weltmeisterschaft zu behalten. Neuer Zweiter ist sein Teamkollege Mikko Hirvonen, der sieben Zähler zurückliegt. "Ich kann mit dem Resultat nicht zufrieden sein, aber ich habe das Wichtigste geschafft, nämlich unter diesen Umständen die bestmöglichen Punkte zu sammeln."

"Wir führen vor einer langen Serie von Schotter-Rallyes weiterhin die WM an. Im Gegensatz zu Schweden war ich in Mexiko immer gut unterwegs", blick Loeb auf die nächste Rallye voraus. "Ich kann es kaum erwarten, dort zurückzuschlagen." Hirvonen landete in Schweden auf dem zweiten Platz. Citroen führt in der Herstellerwertung mit zehn Punkten Vorsprung vor Ford.

Trotz der Niederlage ist Teamchef Yves Matton einigermaßen zufrieden, denn im Vorjahr war kein Citroen auf das Podium gekommen. "Loeb und Hirvonen führen die Fahrer- und Citroen die Hersteller-WM an. Das sind die Schlüsselelemente, die wir aus Schweden mitnehmen", fasst Matton zusammen. "Wir finden, dass der DS3 WRC das Tempo der Konkurrenz mitgehen konnte. Aber die Rallye lief nicht für uns."

"Ich freue mich auch, dass unsere fünf Autos ohne technische Probleme ins Ziel gekommen sind. Das ist eine tolle Leistung, die allen Mitarbeitern von Citroen-Racing zu verdanken ist." Junior Thierry Neuville wurde als 13. gewertet, Neuzugang Nasser Al-Attiyah als 21 und Peter van Merksteijn als 19.

Fotoquelle: xpb images

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